Interview mit Manuel Vischer von IWB

Wie konkurrenzfähig sind mittlerweile Elektro-Autos?
In der Anschaffung sind E-Autos immer noch leicht teurer als vergleichbare Verbrenner. Rechnet man die laufenden Kosten wie Treibstoff und vor allem Service und Wartung hinzu, sind die Elektrofahrzeuge aber schon heute günstiger. Und in Sachen Fahrerlebnis sind sie einfach konkurrenzlos: Wer einmal umgestiegen ist, will nicht mehr zurück.

Wie gut ausgebaut ist das öffentliche Netz an Ladestationen in der Schweiz inzwischen?
Sehr gut! Alleine swisscharge.ch bietet Zugang auf ein Netz von 3500 Ladepunkten in der Schweiz – 41 davon betreibt IWB in Basel. Im Verhältnis zu den in Betrieb stehenden Elektrofahrzeugen ist das eine beachtliche Anzahl.
IWB bietet in der gesamten Schweiz Ladelösungen für Elektrofahrzeuge an. Und dies sowohl für Privatkunden wie auch für Wohnliegenschaften, Parkhäuser und Unternehmen.

Ist eine Ladestation eigentlich teuer in der Anschaffung?
Eine sichere und qualitativ hochwertige Ladestation wie die Chargebox Easy gibt es für Einfamilienhäuser bereits ab 990 Franken. In Einstellhallen sollte man ein Gesamtkonzept für alle Parkfelder verfolgen. Mittels Lastmanagement wird dabei der Energieverbrauch optimiert und gleichmässig verteilt, damit die elektrische Leistung des Hausanschlusses nicht überschritten wird. Im Gesamtpaket mit Installation kommt man bei Einfamilienhäusern auf rund 2100 Franken, bei Einstellhallen mit Lastmanagement auf zirka 3500 Franken pro Ladepunkt. Allerdings bietet IWB verschiedene Modelle an, bei denen ein Teil der Kosten übernommen werden kann.

Welche Voraussetzungen müssen für eine eigene Ladestation vorhanden sein?
Ein fest zugewiesener Stellplatz möglichst nahe am Elektrotableau ist von Vorteil. Die Stärke des Hausanschlusses wird lediglich in Einstellhallen mit mehreren Ladestationen zum Thema. Mit einem geeigneten Gesamtkonzept für die Ladepunkte findet man jedoch meist eine Lösung ohne Verstärkung der Anschlussleitungen.

Sie begleiten Wohnliegenschaften bei der Planung und Umsetzung der elektrischen Grundinstallationen. Was heisst das genau?
Mit unseren Dienstleistungen können Wohnliegenschaften das Thema «E-Mobilität» komplett auslagern: Hinsichtlich Beratung und Planung überprüfen wir den Standort und die Machbarkeit, definieren die geeignete Ladeinfrastruktur und klären Fragen bezüglich Betrieb und Unterhalt ab. Sollte es zur Umsetzung kommen, koordinieren wir die technische Grundinstallation und installieren die Ladestationen nach Bedarf. Nach erfolgtem Qualitätscheck kann der Betrieb der Ladestationen übernommen werden. Betrieb und Unterhalt der Ladestationen werden ebenfalls durch IWB gewährleistet.

Welche Vorteile entstehen dadurch für den Bauherrn?
Durch das Anbieten von Lademöglichkeiten wird den Mietern oder Käufern das Laden von Elektrofahrzeugen ermöglicht. Somit wird den Mietern ein Mehrwert geboten und die Liegenschaft erfährt eine Aufwertung.

Wie kann danach den Mietern ein einfacher und kostengünstiger Zugang ermöglicht werden?
Mit dem «Mobilitätsabo» können Mieter das Elektrofahrzeug ganz einfach laden. Für einen monatlichen Fixpreis erhalten sie eine Ladestation inklusive Montage und 100% erneuerbaren Strom. Zudem erhalten sie eine Ladekarte von unserem Partner Swisscharge für das Laden unterwegs: Mit dieser profitieren sie schweizweit von 3 Rappen pro Kilowattstunde Rabatt an allen Schnellladestationen von GOFAST und IWB. Alle Parkplätze, die über eine individuelle Lademöglichkeit verfügen und gemietet werden können, schreibt IWB übrigens auf der Website e-parkplatz.ch aus.

Erst kürzlich haben Sie ein interessantes Projekt im Hauptsitz der Actelion Pharmaceuticals in Allschwil BL umgesetzt. Dort können nun die Mitarbeitenden und Besucher bequem mit der App an 12 Ladestationen nachhaltig tanken. Was heisst hier nachhaltig?
Das Gebäude in Allschwil wird komplett mit Strom aus Wasser und Sonne versorgt. Wer also das E-Auto oder das E-Bike in der Tiefgarage lädt, «tankt» erneuerbar. Die Ladestationen «Chargebox PRO» – sechs davon im Besucherbereich, sechs für Mitarbeiter – sind seit letztem Frühling in Betrieb, auch die Abrechnung und Wartung übernimmt IWB. Was uns vor allem freut: Bis jetzt sind alle Benutzer hochzufrieden!

Gegründet wurde die IWB 1969
Anzahl Mitarbeiter: 862
Spezieller Firmenslogan: IWB ist das Unternehmen für Energie, Wasser und Telekom. IWB strebt die erneuerbare Vollversorgung an, die einen effizienten, umweltschonenden und wirtschaftlichen Umgang mit Energie ermöglicht.
IWB Industrielle Werke Basel
Margarethenstrasse 40
4002 Basel
Tel 0612755111
www.iwb.ch

Ladelösungen brauchen ein klares Konzept

Wenn sich erste Bewohner ein Elektroauto kaufen, steht die Frage im Raum, wie man beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur in der Tiefgarage vorgehen soll. Die Erfahrung zeigt: Ohne klar durchdachtes Vorgehen folgen viele Probleme und nachträgliche Kosten

Im ersten Quartal 2019 war erstmals ein Elektroautomodell das am häufigsten neu zugelassene Fahrzeug in der Schweiz. Der Trend ist klar: Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit und ökologischer Mobilität – Elektroautos werden in der Schweiz künftig zur Normalität werden. Die Tatsache, dass die meisten Menschen ihr Elektroauto bequem zuhause laden möchten, führt aber auch zu neuen Herausforderungen.

Die Installation einer Ladestation muss bewilligt werden
Mieter und Stockwerkeigentümer haben üblicherweise ein Nutzungsrecht für einen oder mehrere Parkplätze, das sich allerdings auf den Gebrauch als Abstellplatz beschränkt. Die Vornahme von baulichen Massnahmen– also auch die Installation einer Ladestation– ist nicht erlaubt, denn alle Anschlüsse, Verteilungen etc. gehören den (Mit-)Eigentümern. Eingriffe ins (Mit-)Eigentum dürfen nur mit Zustimmung der Eigentümer erfolgen. Möchte ein Bewohner also eine Ladestation installieren, muss er zuerst einen Antrag an die entsprechende Stelle richten. Während bei Mietern die Verwaltung in Abstimmung mit dem Eigentümer entscheidet, muss der Antrag im Falle von Stockwerkeigentum bei der Miteigentümerversammlung genehmigt werden. Gemäss Einschätzung des HEV Schweiz handelt es sich bei der Installation von Ladestationen um nützliche bauliche Massnahmen, was die Zustimmung der Mehrheit der Miteigentümer bedingt.

Ladeinfrastrukturen müssen gemeinsam mit Fachpersonen geplant werden
Liegen bei den Entscheidungsträgern erste Anfragen vor, ist es absolut zentral, dass die Erstellung der Ladeinfrastruktur vorab genau besprochen und durchdacht wird. Was auf keinen Fall geschehen darf ist Wildwuchs: Installieren die Bewohner nämlich unkoordiniert unterschiedlichste Produkte in der Tiefgarage, können diese nicht zentral gesteuert und abgerechnet werden.

Dies hat zweierlei zur Folge:
1. Potenzielles Auslösen der Hauptsicherung:
Da Gebäude gebaut wurden, als Elektromobilität noch kein Thema war, wurden Ladeinfrastrukturen bei der Dimensionierung des Hausanschlusses nicht miteingeplant. Laden nun plötzlich mehrere Elektroautos ohne übergeordnete Steuerung, kommt es zu einem Blackout – die Sicherung löst aus.
2. Keine Kontrolle über die anfallenden Ladekosten: Werden diverse Produkte eingesetzt, kann unter Umständen der Ladestrom pro Parkplatz nicht korrekt erfasst und der entsprechenden Partei zugeteilt werden. Dies führt mittelfristig zu Diskussionen. Ein durchdachtes Ladekonzept ist deshalb im Interesse aller.

Folgende und viele weitere Punkte müssen gemeinsam mit einer Elektromobilitäts- Fachperson geklärt werden:
› Grösse der Ladeinfrastruktur: Wie viele Elektroparkplätze sind mit dem gegebenen Hausanschluss maximal möglich? Für die Wahl des Systems ist es wichtig, das gesamte zukünftige Potenzial der Tiefgarage anzuschauen, sodass das System nicht Nausgetauscht werden muss, wenn über die Jahre hinweg viele weitere Bewohner ein Elektroauto anschaffen.

› Installation: Welche Installationskonzepte machen Sinn? Muss die Hauptverteilung umgebaut werden, braucht es zusätzliche Durchbrüche, Kanäle oder Trassen in der Tiefgarage?

› Kostenverteilung und Abrechnung: Wie sollen die Kosten für den Grundausbau verteilt werden? Wie werden die laufenden Ladekosten künftig abgerechnet und wer ist zuständig? Wer trägt welche Kosten, wenn das System mit neuen Ladestationen erweitert werden soll? Wie werden Wartungskosten umgelegt?

› Systemwahl: Welche Systeme werden den Wünschen gerecht? Was sind Vor- und Nachteile der verschiedenen Angebote?

Eine solch übergreifende E-Mobility-Beratung bietet die Unternehmung Invisia AG an, ein Schweizer Unternehmen mit jahrelanger Erfahrung im Bereich Elektromobilität.
«Unser Invisia Lademanagement setzt ausschliesslich auf hochwertige Industriekomponenten, u. a. von Phoenix Contact. Deshalb kann unser System problemlos und unbeschränkt skaliert werden», erzählt Geschäftsführer Ronny Kleinhans. «Neben dem System beraten wir unsere Kunden auch umfassend, denn die Thematik ist komplex und jedes Objekt wieder für sich speziell. Basierend auf den Gesprächen und technischen Abklärungen im Gebäude, erarbeiten wir dann verschiedene Lösungsvorschläge, wie die Ladeinfrastruktur aufgebaut und die Kosten verteilt werden können. So hat die Verwaltung bzw. Miteigentümerschaft eine sachliche Grundlage für ihre Entscheidung.»

Gemeinsam in die Zukunft
«Die Einführung eines Last- und Lademanagements ist sicher eine Challenge, da so viele verschiedene Parteien involviert sind», meint Stefan Staiber, Systemberater E1. Mobility bei Phoenix Contact. «Aber genau das macht Elektromobilität auch so spannend.
Das Ziel von uns allen ist ja letztlich das gleiche: Mit innovativen Technologien gemeinsam die Energiewende vorantreiben.»

Phoenix Contact AG
Zürcherstrasse 22
8317 Tagelswangen
Tel 052 354 55 55
Fax 052 354 56 99
infoswiss@phoenixcontact.com
www.phoenixcontact.ch

Unsere Winterausgabe des Magazins BauFokus ist heute erschienen

Mit «BauFokus» erscheint vier Mal pro Jahr ein Baufachmagazin, das kurz und bündig über alle Themen rund um die Baubranche informiert. Von energieeffizientem Bauen über Sanierungen, Brandschutzthemen und Schutzausrüstungen bis hin zu Maschinen finden Sie in «BauFokus» alles. Durch Messeauflagen und die professionelle Leserschaft der Baubranche erreicht das Fachmagazin zielorientiert genau die richtigen Leser mit Entscheidungskraft.

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Ihr BauFokus-Team

Die Villa Ferrette in St. Blasien im Schwarzwald

Ein Ort der gehobenen Ansprüche für Begegnungen, Wahrnehmung und Genuss. Stilvoll, geschichtsträchtig und voller Energie.

Die Villa Ferrette in St. Blasien, 1908 als Familiensitz erbaut, ist ein eindrückliches Architekturmonument des Jugendstils im südlichen Hochschwarzwald, das weit über das alte Klosterstädtchen mit seiner eindrücklichen Domkuppel und der von Jesuiten geführten Internatsschule des Klosters hinausstrahlt. Eingebettet in einen Park mit altem Baumbestand, umfasst die Villa einschliesslich Nebengebäuden eine Fläche von 4300 m2. Ihrer Zeit entsprechend ist die Villa mit reicher Ornamentik und prachtvollen Holzkassettendecken in hohen Räumen ausgestattet. Das handbemalte Glasfenster mit Motiven aus der germanischen, skandinavischen und persischen Mythologie sowie Messing-geschmiedete Türgriffe und der «Mantikor», ein Fabelwesen als Türgriff, sind wahrhaftige Kleinode.
Die Villa spiegelt in ihrer ganzheitlichen Harmonie einen hohen ästhetischen Anspruch und ist gleichzeitig Zeitzeugin einer wechselvollen Geschichte über die Jahrzehnte, in denen sie jeweils als Wohnhaus, Kinderkurheim, Kaderschule und Schönheitsklinik diente.
Seit 2014 ist die Villa Ferrette ein Seminar- und Kurszentrum, in dem der Geist und der Stil des Hauses zeitgemäss weiterentwickelt wird. Die Villa soll nach ihrem heutigen Besitzer Marc Pfirter aber nicht einfach Wohn-und Arbeitsraum sein, sondern ein Gefäss des Denkens und Fühlens. Besucherinnen und Besucher begegnen sich in der urwüchsigen Umgebung des Hochschwarzwalds, nehmen seine Mythen und Geschichten als Kraftquelle wahr und erleben die Harmonie von Bau, Kunst und Architektur als Ausgangspunkt des Strebens zu einer Stimmigkeit des eigenen Lebens.

Anfragen und Angebote für Firmenanlässe, Familienfeiern, Modeshows, Filme, Fotoshootings, kulturelle Veranstaltungen und Übernachtungen:

Villa Ferrette
Hans-Thoma-Weg 13A
79837 St. Blasien, Deutschland
Tel 0049 15 253 33 20 74
mail@villaferrette.de
www.villaferrette.de

Unsere Winterausgabe der BauBilanz ist heute erschienen.

Unser Premium-Fachmagazin auf hochwertigem Papier mit edler Klebebindung. Das Mitte 2018 komplett neu gestaltete und verbesserte Fachmagazin transportiert qualifizierte Fachinformationen rund um die Baubranche. Dabei legt die Redaktion Wert auf kompetente Vorstellung von Neuerungen und die kompakte Darstellung von Verfahren und Methoden sowie Baustoffen und Maschinen. Dank vierteljährlicher Erscheinung und hoher Messeauflage an allen wichtigen schweizerischen Fachmessen findet die «BauBilanz» neben Gemeinden, Architekten und anderen bauaffinen Abonnenten immer das richtige Publikum.

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