alpha innotec alira LWV/ LWCV – das höchste Mass an Flexibilität

Auffallend schön, flexibel einsetzbar und noch effizienter – das sind die neuen Luft/Wasser-Wärmepumpen alira LWV/LWCV von alpha innotec.

Die kompakten invertergeführten Geräte können heizen, kühlen und Brauchwarmwasser bereiten und sind in den beiden Leistungsstufen 6.1 und 9.5 kW lieferbar (A7/ W35, EN 14511).

AITSchöner heizen: alira LWCV-Luft/Wasser-Wärmepumpe

Ein geniales, auf Modulen basierendes Geräte Konzept erleichtert den Transport und die Einbringung selbst bei schmalen Türen oder Treppen. Das Compactmodul der LWCV-Modelle enthält die Systemkomponenten wie Pufferspeicher, Umschaltventil, Umwälzpumpe etc. Dies ermöglicht eine nochmals vereinfachte Montage.
Die neuen alira LWV/LWCV bieten einen hohe Planungssicherheit. Die Inverter-Technologie passt sich perfekt dem benötigten Bedarf des Gebäudes an. Die tiefen Schallwerte werden durch eine intelligente Schalldämmung an den Wärmepumpen und durch das Alphainnotec-Luftkanalsystems LKS erreicht. Die Luxtronik 2.1 Regelung bietet Funktionen wie alpha web/alpha app. Diese erlauben die Überwachung der Wärmepumpe via Internet. Noch effizienter wird das Heizsystem mit alpha home, der intelligenten Einzelraumregelung, die laufend mit der Wärmepumpe kommuniziert.


alpha innotec c/o ait Schweiz AG
Industriepark
6246 Altishofen
Tel 058 252 20 00
Fax 058 252 20 01
info@alpha-innotec.ch
www.alpha-innotec.ch

Interview zumThema «organische Verwertung» mit Herrn Dr. Jacques Fuchs

Sie sind spezialisiert im Bereich Kompostierung, was kann man darunter verstehen?
Beim Kompostieren und der Vergärung geht es um die Verwertung von organischen Reststoffen. Damit schliesst das Kompostieren die Kreisläufe unserer Gesellschaft. Die Vorgänge sind jedoch komplex und dies auf verschiedenen Ebenen: Technische, biologische, wirtschaftliche und gesetzliche Aspekte spielen eine wichtige Rolle. Unsere Aufgabe als Spezialist im Bereich der Verwertung von organischen Reststoffen besteht darin, alle diese Aspekte zu berücksichtigen und eine optimale Lösung für jede Situation zu erreichen.

Sie bestimmen die Phytotoxizität von Komposten und Substraten, wie geht das vor sich?
Die Qualität des Kompostes hängt vom Alter und von der Lagerung der Produkte, der Mischung und der Prozessführung ab. Die Qualität kann stark variieren. Gewisse Mischungen können bei grösseren Anwendungsmengen sogar schädlich für die Pflanzen sein, d.h. phytotoxisch (= «toxisch für die Pflanzen».) Um dies zu verhindern, haben wir einfache Pflanzentests entwickelt. Sie bestimmen in wenigen Tagen die Qualität. Die Tests sind bewusst einfach gestaltet, sodass sie die Praktiker selber anwenden können.

Sie realisieren Projekte in der ganzen Welt, welches ist Ihr aktuelles Projekt?
In Kenia unterstützen wir momentan eine Firma, die Abfälle in der Stadt Nairobi sammelt und in über 30 Fraktionen aussortiert. Eine dieser Fraktionen ist für die organischen Abfälle verantwortlich. Dort wird Kompost hergestellt, der anschliessend vermarktet wird. Nach der Planung der Anlage und deren Inbetriebnahme begleiten wir sie regelmässig, um den Prozess und die Qualität der Produkte und deren Anwendungen zu optimieren. Wir veranstalten Vorführungen, um potenzielle Kompostanwender von der Qualität und vom Nutzen der Produkte zu überzeugen und bieten Schulungen an für die richtige Anwendung des Kompostes.

Unter anderem realisieren Sie auch Kompostieranlagen und erarbeiten ihre Optimierung, ist das richtig?
Ja. Wir bauen zwar selber keine Kompostieranlage, aber beraten mit unserem Fachwissen die Bauherren, damit die Anlage in Bezug auf die spezifischen Gegebenheiten optimal geplant wird. Dann arbeiten wir mit den Betreibern an der ständigen Optimierung der Anlage. Dies ist wichtig, da die Rahmenbedingungen sich stets ändern und Anpassungen notwendig sind. Zudem spielen wir eine wichtige Rolle zwischen Kompostproduzent und Kompostanwender.

Wie wichtig ist die Qualitätssicherung und Betreuung einer Kompostieranlage?
Ganz wichtig. Will man den Absatz für die produzierten Produkte langfristig sichern, so ist die Qualitätssicherung essenziell.


Unter anderem entwickeln Sie mit der ETH Zürich und FiBL biologische Pflanzenschutzmittel, ist Ihnen biologischer Pflanzenschutz ein wichtiges Anliegen?

Während meiner Dissertation an der ETH Zürich hatte ich Bakterien isoliert, welche Pflanzen gegen Krankheiten schützen. Die Idee bei der Gründung von Biophyt AG war, diese Bakterien durch den Kompost wieder in den Boden zu bringen. Dabei haben wir zeigen können, dass ein hochwertiger Kompost Pflanzen gegen Krankheiten schützen kann – ohne zusätzliche Pflanzenschutzmittel. Deshalb haben wir uns auf die Entwicklung der Kompostqualität konzentriert und – abgesehen von unserem Bakteriumprodukt Biofitac Pf1 – bis jetzt bewusst keine weiteren biologische Pflanzenschutzmittel entwickelt. Sie geben ferner auch Kurse, unter anderem auch «Kompost im Gemüsebau».

An welches Publikum richten sich diese vor allem?
Die Kurse richten sich primär an professionelle Akteure: Kompost- und Gärgutproduzenten, Anwender dieser Produkte – insbesondere Landwirte, Gemüsebauern, Rebbauern, Obstbauern, Gartenbauern – sowie Berater und Behörden, die sich mit der Thematik der Verwertung von organischen Reststoffen befassen. Zudem unterrichten wir Studenten von Hochschulen. Auf Anfrage bieten wir ebenfalls Kurse für Hobbygärtner an.

Ihre Firma betreibt diverse Forschungsaktivitäten; in welchen Bereichen vor allem?
Nach der Gründung der Biophyt AG haben wir viele Forschungsaktivitäten im Bereich der Kompostqualität und der Kompostanwendung realisiert. Seit einigen Jahren führen wir die Forschungsarbeiten in Zusammenarbeit mit dem FiBL (Forschungsinstitut für biologische Landwirtschaft) in Frick durch. Die Optimierung von Komposten und Gärgut (Produktion und Anwendung) sowie deren Einfluss auf Bodenfruchtbarkeit und Umwelt sind die wichtigsten Themen, welche unsere Forschungsaktivitäten prägen.

Die Wiederverarbeitung von organischen Reststoffen wird immer wichtiger, stimmen Sie mit mir überein?
Absolut, da bin ich voll einverstanden. Wesentlich dabei ist aber, dass stets die Qualität im Vordergrund steht. Sonst macht das Ganze keinen Sinn, da die Landwirtschaft zu recht nur bereit ist, hochwertige Produkte anzuwenden.

Sie halten auch diverse Vorträge, zu welchen Themen?
Prinzipiell alle Themen, die irgendwie mit der Thematik der Verwertung von organischen Reststoffen zu tun haben – seien dies Aspekte der Planung einer Anlage, Herausforderungen in der Prozessführung oder zweckmässige Anwendung der Produkte. Auch Themen der Bodenfruchtbarkeit und der Pflanzengesundheit werden oft nachgefragt.


«Als Spezialist der Verwertung von biologischen Reststoffen sind wir aktiv in Forschung, Beratung, Schulung, öffentlichen Arbeiten und Planung.»
Gegründet: 9. Dezember 1991
Anzahl Mitarbeiter: 2
Spezieller Firmenslogan: «Mit Qualität die Zukunft sichern».

biophyt ag
Nackthof 41
5465 Mellikon
Tel 056 250 50 42
Fax 056 250 50 44
jacques.fuchs@biophyt.ch
www.biophyt.ch

Interview mit Herrn Andreas Schedler, Hauenstein AG

Die Firma Hauenstein AG wurde bereits 1890 durch Walter Hauenstein gegründet. Wie wichtig ist Ihnen diese Tradition im Unternehmen?
Tradition ist nicht das Bewahrende der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers! Darum sind das aktuelle Angebot, die Qualität, die Fachberatung und der Service viel wichtiger.

Sie verfügen über ein sehr breites Sortiment von hoher Qualität mit seltenen Pflanzen, ist dies nicht sehr aufwendig?
Selbstverständlich ist die Produktion eines grossen Sortiments aufwendiger als nur ein paar Sorten. Wir haben uns klar für ein breites Sortiment entschieden, das sich von den Mitbewerbern abhebt. Dieser Ausrichtung sind wir mit Erfolg seit vielen Jahren treu geblieben.

Bieten Sie dem Kunden auch eine Fachberatung?
Die Fachberatung steht für uns an erster Stelle. Darum haben wir in unseren Gartencentern und in der Baumschule für die Beratung nur Gärtnerinnen und Gärtner angestellt.

Wie wichtig ist für Ihre Unternehmen der Pflanzenshop im Internet?
Der Online-Pflanzenshop ist eine Ergänzung zum Verkauf in der Baumschule und in den drei Gartencentern. Er macht gesamthaft gesehen einen kleinen Teil aus. Trotzdem ist er für verschiedene Kundinnen und Kunden eine ideale Einrichtung.

Welche Pflanzen und Blumen empfehlen Sie für den Herbst?
Da ist die Auswahl sehr gross. Besuchen Sie unsere Gartencenter, und Sie werden vieles entdecken! Grundsätzlich gilt, dass der Herbst die beste Pflanzzeit ist. Mit der Winternässe ergibt sich ein sehr guter Kontakt zwischen den Wurzeln und der Erde. Auch bilden viele Pflanzen primär im Herbst neue Wurzeln. So ist der Austrieb im Frühjahr kräftiger und ausgeglichener. Übrigens, die Frühjahrsblüher bei den Zwiebelpflanzen müssen zwingend im September oder Oktober gepflanzt werden. So ist der Erfolg bei Schneeglöckchen, Tulpen, Osterglocken und Co. am besten.

Bieten Sie auch Kräuter, Obstbäume und andere Gehölze an?
In der Baumschule führen wir ein Sortiment an winterharten Pflanzen, welches rund 3900 Arten und Sorten beinhaltet. Das sind Laub- und Nadelgehölze, Blütenstauden, Rosen, Obstbäume, Beerensträucher, Heckenpflanzen, Kletterpflanzen und Zierbäume. In unseren Gartencentern wird das Sortiment ergänzt mit Zimmerpflanzen, Saisonflor, Gemüsesetzlingen und vielem anderem.

Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen Umweltschutz und Nachhaltigkeit?
Dieses Thema ist seit vielen Jahren in unserer Geschäftsphilosophie (Leitbild) verankert. Zum Beispiel produzieren wir seit dem Jahre 2002 komplett ohne Torf. Auch werden die Kulturen nur mit Rheinwasser bewässert. Alles organische Material wird kompostiert, Abfall wird der Wiederverwertung zugeführt, eine 540 m2 grosse Photovoltaik-Anlage produziert jährlich rund 70 000 kWh Strom, viele Elektrofahrzeuge sind im Einsatz und 95% der Gewächshäuser und Folientunnels sind nicht beheizt. Das ist nur eine kleine Auswahl unserer nachhaltigen Produktion.

Wir berichten in dieser Ausgabe über Rosen und Lavendel, eine Ihrer Spezialitäten?
Rosen sind seit vielen Jahrzehnten eine Spezialität bei der Hauenstein AG. Heute führen wir 237 Sorten. Davon sind 174 Sorten so robust, dass sie beim Kunden ohne Pflanzenschutz gedeihen und freudig blühen. Selbstverständlich muss der Standort rosentauglich sein. Der klassische Lavendel ist nur eine von zahlreichen Rosenbegleitpflanzen. Da gibt es noch viele andere Möglichkeiten, z. B. Bartblume, Blauraute, Fingerstrauch, Spiere, Mönchspfeffer, Schafgarbe, Rittersporn, Frauenmantel, Zierlauch, Akelei, Sterndolde, Bergenie, Ziergräser, Mädchenauge, Katzenminze, Steppensalbei und vieles mehr.

Sie haben mehrere Gartencenter?
Unsere Gartencenter sind in Rafz, Zürich und Baar. Dabei war das Stadt-Gartencenter in Zürich das erste in der Schweiz. Es besteht bereits seit dem Jahr 1961. Unser mit Abstand grösstes Gartencenter steht in Rafz. Dazu gehört das Restaurant Botanica, der 10 000 m2 grosse Schaugarten und ein Kinderspielplatz. Das Restaurant Botanica hat einen grossen Saal, der zusammen mit dem Schaugarten gerne als Hochzeitort genutzt wird.

Welche Neuerungen planen Sie für die nähere Zukunft?
In einem dynamischen Unternehmen stehen immer wieder Neuerungen an. Nur so können wir wirtschaftlich erfolgreich sein. Wir investieren in die Gartencenterstandorte, aber auch in die Baumschule. Zum Beispiel haben wir Anfang Jahr in der Baumschule eine moderne Eintopfhalle in Betrieb genommen. In unserem Gartencenter in Rafz werden wir auf nächstes Frühjahr den Aussenbereich optimieren, damit die Kundschaft bequemer und einfacher das Gewünschte findet. Es werden aber auch Investitionen gemacht, die nicht offensichtlich sind, sondern uns die Arbeit vereinfachen, zum Beispiel Maschinen in der Baumschule und anderes.

Vielen Dank für das Interview.
Daniel Frei


Gegründet wurde die Hauenstein AG 1890
Anzahl Mitarbeiter: 160
spezieller Firmenslogan: «Wo Freude wächst.»

Hauenstein AG
Baumschule • Gartencenter • Online-Shop
Rafz • Zürich • Baar
Tel 044 879 11 22
info@hauenstein-rafz.ch
www.hauenstein-rafz.ch

Die Rose – mehr als eine Gartenschönheit

In fast jedem Garten ist sie zu finden, die Rose. Ob prachtvoll gefüllt, in kräftigen Farben, ganz blass, mit winzigen Blüten oder grossen Kelchen – für jeden Geschmack findet sich das Passende. Eine Wissenschaft für sich ist die perfekte Pflege und jeder Rosenliebhaber hat seine eigenen Tricks und Kniffs. Nachdem wir in unserem Showgarten dieses Jahr mit einer so reichen zweiten Blüte verwöhnt wurden, haben wir uns entschlossen, den Mythos Rose einmal etwas genauer zu betrachten.

Ursprung
Schon vor über 1000 Jahren trat die Rose in China ihren Siegeszug über die Seidenstrasse von Ost nach West an und hat zuerst im Orient, danach bei den Römern und später auch in den Klöstern Einzug gehalten. Vor allem auch in er Heilkunde fand sie Anwendung, nebst ihrer Erscheinung in der Küche und natürlich in prachtvollen Gärten.

Heilpflanze
Schon die Römer brachten die wohlriechenden Schönheiten in unsere Breitengrade und schnell stand deren Zucht in den Küchen- und Apothekengärten der Klöster als Nutzpflanze hoch im Kurs. Der Leber, dem Darm, gegen Kopfschmerzen und bei Melancholie – überall soll Rosenöl und Rosenwasser geholfen haben. Immer mehr verschiendene Sorten wurden kultiviert. Noch heute findet man das Rosenöl als edlen und pflegenden Inhaltsstoff in Cremen, Seren und Parfums.

gewerbeunionKulinarisches
Leider sind viele Verwendungszwecke von Rosenöl und -wasser in Küche und Therapie über die Jahrhunderte verloren gegangen. Erst so nach und nach erlebt die Rose jenseits der Gärten eine Renaissance und findet zurück in das Bewusstsein und in unsere Küchen.

Ernte
Grundsätzlich sollten Sie möglichst naturbelassene Rosenstöcke abernten, da Sie ja die Rosenblätter entweder verspeisen oder deren Inhaltsstoffe auf der Haut tragen. Am besten ernten Sie am Morgen früh, wenn es warm und sonnig ist. Schneiden Sie immer die hellen Blätteransätze heraus, da diese bitter schmecken. Grundsätzlich eignen sich fast alle duftenden Exemplare, vor allem aber alte Sorten mit dunklen Blättern, da sie am besten Farbe und Duft konservieren.

Rezepte
Wir haben Ihnen unsere beiden Lieblingsrezepte mit Rosenblüten abgedruckt, diese sind mit getrockneten Rosenblättern einfach und schnell nachzumachen. Wenn sie keine getrockneten Rosenblätter mehr haben von Ihrer diesjährigen Ernte, können Sie im Reformhaus oder in Ihrer Apotheke finden und dort auch sicher sein, dass es sich um ungespritzte Blüten handelt. In diesem Sinne: viel Spass beim Werkeln.

Rezept Rosenzucker:
10 g getrocknete dunkle Rosenblätter
40 g weisser Zucker
Die getrockneten Rosenblätter zwischen den Fingern fein zermahlen und anschliessend mit dem Zucker vermengen. Bewahren Sie den Rosenzucker danach luftdichtverschlossen an einem dunklen Ort auf, so verlieren die Rosenblüten nicht ihre Färbung.

gewerbeunionRosengewürz
60 g Koriander
40 g Kreuzkümmelsamen
20 g Anissamen
20 g Kardamonsamen
10 g Gewürznelken
20 g Minzeblättchen
40 g Duftrosenblätter
6 Safranfäden
Sämtliche Zutaten auf einem Backblech im Ofen bei 180 Grad rösten – Vorsicht: nicht anbrennen lassen. Sobald der Duft stärker wird, hinausnehmen und gut abkühlen lassen. Gewürze im Anschluss fein mahlen und danach in ein luftdichtes Gefäss abfüllen. Diese Mischung eignet sich für indisches Curry, Suppen, Salate und Fladenbrote.
Text von Nadja Leemann


Text von Nadja Leemann
Journalistin Gewerbeunion AG

Echter Lavendel – eine Pflanze für alle Sinne

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen echtem Lavendel (Lavandula angustifolia) und Schmetterlingslavendel. Wir widmen uns heute dem echten Lavendel. Doch vergessen Sie nicht, auch mit dem für uns nicht duftenden Schmetterlingslavendel machen Sie vor allem den Bienen und Hummeln eine Freude (und dank der hübschen Optik natürlich auch Ihnen).

Wer von uns ist nicht schon beim Anblick von malerischen Lavendelfeldern der Provence, Südengland oder auch in unseren Gefilden ins Träumen geraten? Natürlich ist es da zu verstehen, dass die Lavendelpflanzen regelmässig den Gang in unsere Einkaufstaschen, in unsere Gärten und auf unsere Balkone und Terrassen machen. Doch was ist zu beachten bei diesen hübschen, südländisch anmutenden Pflanzen, die ihren Ursprung im Mittelmeergebiet haben?

PflegeNadja Leemann
Grundsätzlich ist sich bewusst zu machen, dass aromatische Südländer gerne an steinigen Hängen und sonnigen Lagen gedeihen, ganz so wie in ihrer Heimat. Daher sollte der Boden nicht zu nährstoffreich und kalkhaltig sein, besser eignen sich gut durchlässige, kiesig oder lehmig-sandige Böden. Ausserdem ist die Pflanze auf Grund ihrer Herkunft nur mässig frosthart.

Standort
Schneiden Sie die Pflanze jährlich, im zeitigen Frühjahr oder im Sommer gleich nach der Blüte, bis auf die leicht verholzten Bereiche zurück. So bleiben der kompakte Wuchs und die Blühfreude erhalten. Wer nach der ersten Blüte entschlossen zurückschneidet, kann sich auch über eine zweite Blüte freuen und hat so bis in den Herbst noch die Möglichkeit, frische Blüten zu ernten und zu verarbeiten. Bei der Überwinterung bewährt es sich, die Pflanzen mit etwas Reisig zu bedecken, um sie in rauen Lagen oder vor Kahlfrösten zu schützen.

Nadja Leemann
Verwendung
Echter Lavendel oder auch Schmalblättriger Lavendel kann mühelos getrocknet und als Gewürz oder auch als Öl verwendet werden. Man sollte die Blüten kurz vor deren vollen Entfaltung ernten und an einem trockenen Ort komplett durchtrocknen. Nebst den Klassikern wie Duftkissen sind aber noch viele weitere Verwendungszwecke möglich: Seifen, Cremen und herrlich duftende Badezusätze. Wie aber auch als natürliches Mittel gegen innere Unruhe und Einschlafstörungen, nervöse Magen-Darm- und Gallenbeschwerden, in Studien sollen sogar Anzeichen für Hilfe gegen Depressionen und Angstzustände gefunden worden sein. Wer lieber in der Küche werkelt, findet in Büchern und im Internet tausende feiner Rezepte mit Lavendel, von Gebäcken über Saucen bis hin zu Glace, Konfitüren und Drinks. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. In diesem Sinne: Geniessen Sie den Duft des Lavendels.


Text von Nadja Leemann
Journalistin Gewerbeunion AG