Sicherer Brandschutz ist mehr als ein Grundsatzentscheid

Wir alle haben ein Bedürfnis und Anrecht nach Sicherheit. In einem Brandfall rücken schnell die Haftungs- und Verantwortungsfragen in den Vordergrund.

Ein unkontrolliertes Feuer hat eine immense Zerstörungskraft. Die Schäden im Brandfall sind oft irreparabel. Bauliche Brandschutzmassnahmen, die über eine bestimmte Zeit eine Ausbreitung des Feuers verhindern sollen, unterliegen in der Regel einer europäischen Prüfnorm. In diesen Prüfverfahren werden in den sogenannten Worst-Case-Szenarien die Einbausysteme (Material, Anordnung und Befestigung) unter realen Bedingungen getestet. Damit soll gewährleistet werden, dass im Brandfall die angrenzenden Räume und Fluchtwege von Feuer und Rauch über eine bestimmte Zeit freigehalten werden.

Der Teufel steckt im Detail
Brandschutztechnische Anforderungen an Bauteilen, wie Lüftungsleitungen, Elektroinstallationen, Stützen, Träger oder Wandöffnungen betreffen sowohl das Brandverhalten der schützenden Baustoffe als auch der Bauteile selbst. Erfolgreich geprüfte Brandschutzsysteme geben vor, wie sie eingebaut werden müssen. Sollten aus irgendwelchen Gründen der Einbau nicht so stattfinden können, wird dringend abgeraten, dies trotzdem zu tun. Denn schon bei der kleinsten Einbauabweichung der Vorgabe erlischt die Gewähr einer funktionstüchtigen Brandschutzmassnahme.

Billig ist nicht zwingend günstiger
Häufig wird der bauliche Brandschutz als zu teuer angesehen. Die Verlockung ist deshalb immer wieder gross, beim Brandschutz zu sparen. Man sollte jedoch bedenken, dass der Stellenwert der Brandschutzmassnahmen dem Stellenwert der Statik gleichkommt. Beide Massnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gebäudesicherheit. Wer sein Gebäude günstig und sinnvoll gegen Brandschäden schützen will, berücksichtigt die baulichen Brandschutzmassnahmen bereits in der Gestaltungs- und Planungsphase.

Jeder übernimmt für seinen Beitrag die Verantwortung
Im baulichen Brandschutz sind mehrere Akteure beteiligt. Je nach Gebäudegeometrie und Gebäudeart können die Akteure unterschiedlich sein. Schlussendlich muss und soll das Brandschutzkonzept durch eine Zusammenarbeit aller Beteiligten umgesetzt werden. Sei es durch Brandschutzbehörde, Brandschutzverantwortlicher (QS)Fachplaner in seinem Gewerk, Errichter und Sytemhalter.


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