Echter Lavendel – eine Pflanze für alle Sinne

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen echtem Lavendel (Lavandula angustifolia) und Schmetterlingslavendel. Wir widmen uns heute dem echten Lavendel. Doch vergessen Sie nicht, auch mit dem für uns nicht duftenden Schmetterlingslavendel machen Sie vor allem den Bienen und Hummeln eine Freude (und dank der hübschen Optik natürlich auch Ihnen).

Wer von uns ist nicht schon beim Anblick von malerischen Lavendelfeldern der Provence, Südengland oder auch in unseren Gefilden ins Träumen geraten? Natürlich ist es da zu verstehen, dass die Lavendelpflanzen regelmässig den Gang in unsere Einkaufstaschen, in unsere Gärten und auf unsere Balkone und Terrassen machen. Doch was ist zu beachten bei diesen hübschen, südländisch anmutenden Pflanzen, die ihren Ursprung im Mittelmeergebiet haben?

PflegeNadja Leemann
Grundsätzlich ist sich bewusst zu machen, dass aromatische Südländer gerne an steinigen Hängen und sonnigen Lagen gedeihen, ganz so wie in ihrer Heimat. Daher sollte der Boden nicht zu nährstoffreich und kalkhaltig sein, besser eignen sich gut durchlässige, kiesig oder lehmig-sandige Böden. Ausserdem ist die Pflanze auf Grund ihrer Herkunft nur mässig frosthart.

Standort
Schneiden Sie die Pflanze jährlich, im zeitigen Frühjahr oder im Sommer gleich nach der Blüte, bis auf die leicht verholzten Bereiche zurück. So bleiben der kompakte Wuchs und die Blühfreude erhalten. Wer nach der ersten Blüte entschlossen zurückschneidet, kann sich auch über eine zweite Blüte freuen und hat so bis in den Herbst noch die Möglichkeit, frische Blüten zu ernten und zu verarbeiten. Bei der Überwinterung bewährt es sich, die Pflanzen mit etwas Reisig zu bedecken, um sie in rauen Lagen oder vor Kahlfrösten zu schützen.

Nadja Leemann
Verwendung
Echter Lavendel oder auch Schmalblättriger Lavendel kann mühelos getrocknet und als Gewürz oder auch als Öl verwendet werden. Man sollte die Blüten kurz vor deren vollen Entfaltung ernten und an einem trockenen Ort komplett durchtrocknen. Nebst den Klassikern wie Duftkissen sind aber noch viele weitere Verwendungszwecke möglich: Seifen, Cremen und herrlich duftende Badezusätze. Wie aber auch als natürliches Mittel gegen innere Unruhe und Einschlafstörungen, nervöse Magen-Darm- und Gallenbeschwerden, in Studien sollen sogar Anzeichen für Hilfe gegen Depressionen und Angstzustände gefunden worden sein. Wer lieber in der Küche werkelt, findet in Büchern und im Internet tausende feiner Rezepte mit Lavendel, von Gebäcken über Saucen bis hin zu Glace, Konfitüren und Drinks. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. In diesem Sinne: Geniessen Sie den Duft des Lavendels.


Text von Nadja Leemann
Journalistin Gewerbeunion AG

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