Bienenweidepflanzen

Die Bienen haben in der heutigen Zeit einen schweren Stand. Das rätselhafte Bienensterben ist in aller Munde. Die wohl wichtigste Ursache ist die Varroamilbe. Geschwächt durch die Varroamilbe, sind die Bienen auch anfälliger für Krankheiten, gefährdeter durch Pestizide und können Nahrungsstress schlechter ertragen. Vielmals ist die Kombination obiger Faktoren der Grund, warum ein Bienenvolk geschwächt wird oder gar ganz eingeht.

Darum ist es in der heutigen Zeit wichtig, dass Bienen gute Lebensbedingungen haben. Ein vom frühen Frühjahr bis in den Spätherbst gut und abwechslungsreich gedeckter Tisch ist auch für die Bienen wichtig. Da kann der Imker wie auch der Gartenbesitzer mit dem Pflanzen von gezielt ausgewählten Bienenweidepflanzen unterstützend wirken. Als Bienenweidepflanzen bezeichnet man Pflanzen, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen. Sie haben für die Imkerei eine grosse Bedeutung. Das ist aber nur ein Grund, warum Bienen für uns Menschen wichtig sind. Noch viel bedeutsamer ist die Aufgabe der Bestäubung der Blüten. Ohne Bienen gäbe es keine Äpfel, Birnen, Kirschen und viele andere Früchte und die Vielfalt in der heimischen Natur würde massiv reduziert.

Folgende Aussagen unterstreichen die Wichtigkeit der Biene:
› Rund 80 % der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen.
› Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung
übersteigt den Wert der Honigproduktion um das 10- bis 15-Fache. Gut zu wissen ist, dass gefüllt blühende Pflanzen wenig bis keinen Pollen haben! Darum sind sie als Bienenweidepflanzen ungeeignet!

Gut geeignete Bienenweidepflanzen

Es gibt eine grosse Anzahl von Pflanzen, die häufig und gerne von Bienen besucht werden. Sie sind eine gute Nahrungsquelle. Hier ein paar Beispiele:
› Obst: Apfel, Birne, Aprikose, Mandel, Kirsche, Himbeere, Heidelbeere usw.
› Gehölze: Tierlibaum, Hasel, Felsenbirne, Zierkirsche, Mispel, Ölweide usw.
› Kletterpflanzen: Geissblatt, Waldrebe, Kletterhortensie, Jungfernreben usw.
› Blütenstauden: Küchenschelle, Glockenblume, Fetthenne, Mädchenauge, Thymian usw.

Hauenstein AG
Baumschule • Gartencenter • Online-Shop
Rafz • Zürich • Baar
Tel 044 879 11 22
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www.hauenstein-rafz.ch

Er kümmert sich um das Wohl des Baumes

Für den Baumpflegespezialisten und Forstwart Christophe Löw hat der Baum eine sehr grosse Bedeutung. Von der Pflanzung bis zur Fällung und von der Wurzel bis zur Krone ist «Löw Baumpflege» die richtige Partnerin.

Christophe Löw lernte Forstwart und arbeitete während mehrerer Jahre bei einem Forstunternehmen. Er wechselte zu einer Firma, die auf Baumpflege spezialisiert ist, und absolvierte die Ausbildung zum Baumpflegespezialisten mit eidgenössischem Fachausweis. 2007 entschied er sich zur Selbständigkeit und gründete die Firma «Löw Baumpflege» in Itingen.

Immer im Einklang mit dem Baum
Der Baum hat für Christophe Löw eine grosse Bedeutung. Bei seiner täglichen Arbeit setzt er alles daran, immer im Einklang mit dem Baum zu handeln. Seine Arbeit beginnt schon bei der Baumwahl. Das heisst: Je nach Bodenbeschaffenheit, Umgebung und Witterungsverhältnissen ist es wichtig, für einen bestimmten Standort den richtigen Baum auszuwählen. «Ein Baum muss an seinem Standort bleiben. Nicht wie der Mensch, der seinen Standort wechseln kann, wenn es ihm nicht wohl ist», erklärt der Spezialist. Zu den Dienstleistungen von «Löw Baumpflege » gehören neben den Beratungen auch Pflanzungen, Baum- und Wurzelschutz auf Baustellen sowie die Baumpflege mit Seilklettertechnik. Beim Jungbaum ist der Erziehungsschnitt die Grundlage für einen dem Standort angepassten, stabilen Kronenaufbau des erwachsenen Baumes.

Christophe Löw schneidet mit der Seilklettertechnik Bäume nachhaltig mit der Handsäge im äusseren Kronenbereich und sichert bruchgefährdete Kronenteile mit einer geeigneten Kronenverankerung. Damit lässt sich der Entlastungsschnitt auf ein baumverträgliches Mass reduzieren und der Charakter des Baumes bleibt erhalten. Den Baumschutz zählt der Fachmann zu den sehr wichtigen Aufgaben. Baumpflegespezialisten betreuen Bäume auf Baustellen mit Schutz- und Pflegemassnahmen für Wurzel, Stamm und Krone. Ohne Schutzmassnahmen sind Bäume auf Baustellen stark gefährdet. Abgebrochene Äste, abgerissene Wurzeln sowie die Verseuchung des Bodens durch Giftstoffe sind häufig. «Bei Bauvorhaben sollten wir Baumpfleger schon bei der Planung involviert werden», erklärt Christophe Löw. Schliesslich zählt auch die Fällung zu Löws Aufgaben. Alte, kranke und gefährliche Bäume werden rasch und sicher entfernt.

Ohne Baum würde man die Zeit vergessen
Christophe Löw schätzt seinen Beruf sehr: Es ist schön, mit eigener Muskelkraft und infachen Geräten in den Baum zu steigen und jeden Tag ein Ergebnis zu sehen.» Zudem st ihm der Baum als Lebewesen sehr wichtig. «Ohne Baum würden wir die Zeit vergessen», erklärt er. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit sei es besonders wichtig und schön, dass sich der Mensch am Baum orientieren kann und so feststellt, in welcher Jahreszeit wir uns befinden.

«Schon bei den Kelten hatte der Baum eine grosse Bedeutung», betont Löw.

Und auch heute sei oftmals der Baum im Spiel, wenn es um Traditionen wie den Weihnachtsbaum, den Maibaum oder den Baum gehe, der zu besonderen Anlässen wie einer Geburt oder einer Aufrichtung gepflanzt wird.

Löw Baumpflege
Dorfstrasse 5
4452 Itingen
Tel 079 549 35 12
loew-baumpflege@bluewin.ch
www.loew-baumpflege.ch

Interview mit Herrn Andreas Schedler, Gärtnermeister, zum Thema Nachhaltigkeit bei Pflanzen und Pflanzenschutz

Sie schauen auf eine über 125-jährige Geschichte zurück, was, meinen Sie, ist der Schlüssel zu Ihrem Erfolg?
In erster Linie ist es die Innovation. Der Markt verändert sich ständig, die Kundschaft will immer pflegeleichtere Pflanzen, die Grundstücke werden durch das verdichtete Bauen immer kleiner, es gibt immer mehr Balkone und Terrassen, schlanke Pflanzen und Schlingpflanzen sind immer mehr gefragt, die Ökologie steht immer mehr im Vordergrund, in der Schweiz produzierte Pflanzen sind gefragt usw.

Wie wichtig ist für Sie persönliche Beratung?
Das ist für uns der entscheidende Ansatz. Nur eine fundierte Beratung gibt der Kundschaft Vertrauen und das Wissen für den Erfolg im Garten.

Bieten Sie auch Kurse an, in denen sich die Kunden Insiderwissen aneignen können?
Ja, das ist das Wichtigste. Dass das Grüne nach oben kommt und das Braune in die Erde, ist jedem klar. Tipps und Tricks sind gefragt und werden im eigenen Garten auch umgesetzt.

Grundsätzlich bieten Sie ein breites Sortiment an hochqualitativen Pflanzen an, wie wichtig sind dabei Nachhaltigkeit und Regionalität?
Beides ist für uns sehr wichtig. Zum Beispiel in der Produktion verwenden wir seit 2002 keinen Torf mehr. Auch in unseren Gartencentern in Rafz, Zürich und Baar verkaufen wir keine Erde mit Torf. Das Giesswasser für die Kulturen kommt aus dem Rhein und ist kein aufbereitetes Trinkwasser. Auf einem Hallendach haben wir eine Photovoltaikanlage für die Stromproduktion und vieles mehr.

Rund 75% der produzierten Pflanzen stammt aus Eigenproduktion. Bieten Sie auch bio-zertifizierte Pflanzen an?
Nein, da eine Mischung aus Biopflanzen und herkömmlich produzierten Pflanzen vom Gesetz her nicht toleriert wird. Einzig in den Gartencentern habe wir bei den Gewürzen auch Bioqualität.

Sie führen ausserdem ein grosses Sortiment an biologischen Dünge- und Pflanzenmitteln. Bemerken Sie einen Trend, der konkret in Richtung biologisches Gärtnern geht?
Ja, dieser Trend wird immer stärker, auch wenn nicht alle Leute das so sehen. Wir können das auch teilweise beeinflussen, indem wir die entsprechenden Produkte anbieten.

Das Bienensterben ist seit ein paar Jahren ein grosses Thema, wie kann der Kunde aktiv helfen, die Insekten zu unterstützen?
Wichtig ist, dass Pflanzen im Garten gepflanzt werden, die für Bienen und Insekten Nahrung bieten. Das gibt es sehr viele, besonders einheimische Pflanzen. Man kann sich diesbezüglich in unseren Gartencentern beraten lassen.

Bieten Sie auch spezielle einheimische Pflanzen an, welche besonders bienen- und hummelfreundlich sind und diese vermehrt anlocken?
Ja, wir haben rund 480 einheimische Pflanzen in unserem Sortiment. Diese sind mehrheitlich ideal als Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Auch andere Insekten profitieren davon. Diese sind wieder Nahrung für Vögel usw.

Sie sind unter anderem spezialisiert auf Rosen, haben Sie auch Pflanzen aus eigener Zucht?
Ja, wir vermehren die Rosen selber. Das heisst, sie werden auf Wildrosen veredelt. Nach zwei Jahren sind sie stark genug, damit wir sie verkaufen oder in Töpfe eintopfen können.

Auf welche Faktoren sollte der Kunde bei der Wahl der richtigen Sorte besonderes Augenmerk legen?
Wichtig ist, dass der Standort stimmt, z. B. sonnig oder schattig, trocken oder feucht etc. Auch die Wahl der richtigen Pflanzensorte ist sehr wichtig. Eine auf Krankheiten anfällige Sorte wird nie Freude bereiten, ausser man investiert viel in den Pflanzenschutz, was für die Umwelt nicht ideal ist.

Was können die Kunden in Ihrem Onlineshop alles finden?
Ein riesiges Sortiment an winterharten Pflanzen, Erde, Dünger, Pflanzenzubehör und Kataloge. Wir sind stetig daran, den Onlineshop auszubauen.

Sie bieten nebst dem klassischen Gartencenter auch spannende Kurse, ein kuliniarisch hochstehendes Restaurant und einen wunderschönen Schaugarten zum Verweilen an. Sozusagen ein Rundumpaket für Gartenfreunde. Auf was dürfen wir uns hier in Zukunft noch freuen?
Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht leicht zu beantworten. Wir haben wohl ein paar Ideen, die wir verfolgen. Ob alles einmal realisiert wird, wissen wir nicht. Darum wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt unsere Kundschaft auch nicht gluschtig machen. Wenn es konkret wird, werden wir frühzeitig orientieren.

Sie haben eine umfangreiche Homepage und einen spannenden Newsletter. Wie wichtig sind Ihnen diese elektronischen Möglichkeiten?
Die Homepage steht bereits seit dem Jahr 1997. Wir bauen sie ständig aus, bereichern sie mit ausführlichen Artikeln, neuen Videos und Tipps. Das ist uns sehr wichtig. Auch der Newsletter, welcher monatlich erscheint, beinhaltet jahreszeitlich aktuelle Themen. Beide Möglichkeiten sind für uns sehr wichtig. Sie ergänzen die Beratung und geben der Kundschaft mehr Sicherheit im Umgang mit Pflanzen.

Gegründet wurde die Hauenstein AG 1890
Anzahl Mitarbeiter: 160
Spezieller Firmenslogan: «Wo Freude wächst.»
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Bekämpfung von Dickmaulrüsslern und ihren Larven

Dickmaulrüsslerkäfer verursachen unschöne Frassspuren an den Blättern von Rhododendron, Kirschlorbeer, Erdbeeren und vielen weiteren Pflanzen. Gefürchteter als die Käfer sind jedoch deren Larven: Sie fressen an den Wurzeln der Pflanzen und können diese bis zum Absterben bringen. Zum Glück steht mit Meginem® Pro-Nematoden ein wirksames Produkt zur Bekämpfung der Larven zur Verfügung.
Die im Boden lebenden und bis 12 mm grossen Dickmaulrüsslerlarven können biologisch wirksam mit Nematoden der Art Heterorhabditis bacteriophora bekämpft werden. Diese suchen im Boden aktiv nach Larven und befallen sie. Sind sie infiziert, verfärben sie sich rot und sterben innert kürzester Zeit ab. Die Nematoden vermehren sich in den Larven zu Tausenden und machen sich dann auf die Suche nach weiterer Beute. Finden sie keine Larven mehr, sterben auch sie ab. Meginem® Pro schont die natürlichen Gegenspieler der Dickmaulrüssler wie zum Beispiel Laufkäfer, Spitzmäuse und Igel. Diese helfen mit, die Dickmaulrüsslerbestände zu regulieren. Die Nematoden können einfach mit der Giesskanne über den zu behandelnden Wurzelbereich ausgebracht werden. Der ideale Anwendungszeitpunkt ist von Mitte April bis Anfang Juni und im September.

Die nachtaktiven, ca. 10 mm grossen Dickmaulrüsslerkäfer können nicht fliegen, wandern aber relativ grosse Strecken. Tagsüber verbergen sie sich gerne im dichten Laubwerk oder in der Bodenstreu. Um die Ei-Ablage und Frassschäden durch den Dickmaulrüsslerkäfer zu reduzieren, können Coleo Stop®-Fangbretter ausgelegt werden. Diese enthalten auf der Unterseite Nematoden der Art Steinernema carpocapsae. Sobald der Käfer mit dem Brett in Kontakt kommt, wird er durch die Nematoden parasitiert. Der Käfer zieht sich zurück und stirbt. Eine Anwendung ist im Freiland als auch in Töpfen möglich.

Andermatt Biogarten AG
Stahlermatten 6
6146 Grossdietwill
Tel 062 917 51 59
info@biogarten.ch

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Kakteen: Einige Tipps und Grundlagen

Die natürliche Verbreitung der Kaktusgewächse ist mit einer Ausnahme auf den amerikanischen Kontinent beschränkt. Dort erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet vom südlichen Kanada bis nach Patagonien. Die grösste Dichte an Kakteenvorkommen findet man in den Gebieten um das nördliche Mexiko sowie den südlichen Wendekreis. Bereits bei den Azteken findet man in bildlichen Darstellungen, Skulpturen und Bezeichnungen immer wieder Kakteen.

Daniele la RosaHeutzutage dienen Kakteen neben der Verwendung als Nahrungsmittel vor allem als Obst, Marmelade oder Gemüse, aber auch in der kosmetischen Industrie findet der Kaktus seine Verwendung, so unter anderem als roter Farbstoff für hochwertige Lippenstifte oder als Farbgeber des bekannten Campari. Kakteen erfreuen sich wachsender Beliebtheit; waren sie Anfang des 20. Jahrhunderts noch der Wissenschaft vorbehalten, so findet man sie heute in jedem Blumengeschäft oder Möbelhaus. Dies führte zu regelrechten Raubzügen zu den Kakteenstandorten und gipfelte in der Ausrottung mancher Sorten. Bis auf drei Gattungen stehen darum alle anderen unter Artenschutz.

Daniele la RosaPflege und Standort
Eigentlich ist der Kaktus sehr pflegeleicht, trotzdem kann bei der Pflege viel schiefgehen. Standort: Der Kaktus liebt im Allgemeinen einen hellen Standort, bei dem auch Sonnenschein auf ihn fällt. Giessen: Nicht zu viel Wasser geben! Kakteen lieben Trockenheit. Es reicht also, alle zwei Wochen zu giessen, ansonsten verfault der Kaktus von innen. Umtopfen: Wie alle Pflanzen sollte man auch Kakteen von Zeit zu Zeit umtopfen, wichtig dabei ist, immer Kakteenerde zu verwenden.

Daniele la RosaWinter/Sommer
Kakteen können ohne Probleme ab Ende Mai bis etwa Mitte September an einem sonnigen Platz im Garten oder auf dem Balkon platziert werden. In den Wintermonaten brauchen sie aber deutlich weniger Licht und Dünger. Jetzt ist die Temperatur das entscheidende Standortkriterium. Die dornigen Gewächse dürfen auf keinen Fall auf der Fensterbank über der Heizung stehen. Bei Fragen wenden Sie sich am besten an den nächsten Gärtner. Jedoch gehören Mitarbeiter von Möbelkonzernen weniger dazu, da sie schlicht keine Ahnung von der Materie haben. Aus diesem Grund sollten Kakteen auch nicht dort gekauft werden. Zum Anschauungsunterricht empfehle ich einen Botanischen Garten, Sie finden dort Hunderte verschiedener Sorten zum Teil in voller Blütenpracht.


Bericht: Daniele La Rosa
Journalist Gewerbeunion AG