Neu am Kiosk-Winterausgabe unserer Gartenrevue

Nichts ist herrlicher, als in einem schön gestalteten, gepflegten Garten zu sitzen und zu geniessen.

Die «GartenRevue» kommuniziert dem interessierten Leser die neusten Trends und mögliche Bezugsquellen – so finden Sie rasch und unkompliziert einen Anbieter. Das speziell an den Bedürfnissen der Gartenbranche und der Verbraucher ausgerichtete Fachmagazin erreicht über Fachmessen und Abonnenten, aber auch über Kommunen und Gemeinden sowie Gartenvereine ein breites und interessiertes Publikum.

Unter http://www.gewerbe-union.ch/wp-base/wp-content/uploads/2019/11/MAIL_GartenRevue_04_19.pdf  finden Sie unsere neueste Ausgabe als Download oder Besuchen Sie uns im Pressecorner an der Messe Swissbau, Sie finden aber das neue Exemplar auch per sofort an Ihrem Kiosk. Viel Spass beim Lesen, Stöbern und Entdecken neuer Produkte, spannender Artikel und interessanter Projekt, spannender Artikel und interessanter Projekte.

Ihr Gartenrevue Team
Redaktion Gartenrevue

Digitalisierung in Handwerksbetrieben

Kundengewinnung im Internet. Geht das? Anstatt Flyer-Werbung im Briefkasten über digitale Flyer-Werbung neue Kunden erreichen

Fallbeispiel
Frau Hugentobler möchte ihre Wohnung noch besser einrichten und sucht nach einer Lösung für mehr Stauraum. Diese soll modern sein und praktisch. Sie landet auf der Website einer Schreinerei. Diese bietet auf ihrer Website die Möglichkeit, ein Präsentationsvideo per E-Mail zustellen zu lassen. Im Video wird ein Schrank vorgestellt. Der Unternehmer ist zu sehen, wie er zeigt, mit welchen Eigenschaften der Schrank ausgestattet ist. Da es dieses Video nur gegen Abgabe der E-Mail-Adresse gibt, kann automatisiert eine digitale Beratung über mehrere Tage stattfinden. Mehrere E-Mails in den darauffolgenden Tagen können schrittweise beraten und den Interessenten «warm» machen. Dies führt zu einer Win-win-Situation. Zeitgewinn für den Unternehmer und der Interessent hat nicht das Gefühl, dass er in einen Kaufzwang kommt, weil er eine Arbeitskraft in Anspruch nimmt. Ausserdem hat der Interessent mehr Zeit, sich die Informationen genauer anzuschauen. Mit Handlungsaufforderungen in den E-Mails kann dem Interessenten ein persönliches Beratungsgespräch angeboten werden. Dieses kann sowohl persönlich im Showroom als auch über Telefon oder Skype stattfinden. Der Interessent ist durch die E-Mail-Sequenz schon mit Grundinformationen bedient und das konkrete Projekt kann direkt besprochen werden.

Gibt es Erfahrungswerte?
Es gibt hier Firmen, die dieses Modell erfolgreich einsetzen. Die Herausforderung findet im Kopf des Unternehmers statt. Der direkte Sprung nach vorne ist meist für den Unternehmer sehr gross. Es lohnt sich, in kleineren Schritten in diese Richtung zu arbeiten. Das könnte bedeuten: Die Website zu modernisieren, z. B. für mobile Geräte optimieren. Eine Terminbuchungslösung einzuführen, die direkt mit dem Outlook, Gmail oder iCal-Kalender verknüpft ist. Eine E-Mail-Automatisierungs- Software zu benutzen und mit ersten einfachen Schritten (z. B. Checkliste zum Download) arbeiten, um Interessenten zu identifizieren.

Tipp
Übrigens bietet Facebook-Werbung tolle und kostengünstige Möglichkeiten, um Website-Besucher auf Facebook erneut anzusprechen. Für eine unverbindliche Erstberatung im Wert von Fr. 180.– stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung. Buchen Sie diese direkt über unsere Terminbuchungssoftware und testen Sie damit gleich, wie sich das anfühlt.
Viel Erfolg im Internet wünscht Ihnen Matthias Gally

VKF-Brandschutzregister – die unentbehrliche Informationsplattform für Produkte und Fachfirmen

Dank dem Brandschutzregister bsronline.ch finden Architekten, Planer und QS-Verantwortliche die für ihr Bauprojekt geeignetsten brandschutzkonformen Produkte. Mittels übersichtlicher Suchfunktion lassen sich die Ergebnisse durch verschiedene Haupt- und Untergruppen eingrenzen.

Neben den Brandschutzvorschriften trägt bsronline.ch wesentlich zum Schutz von Personen und Sachen vor den Gefahren und Auswirkungen von Bränden und Explosionen bei. Nicht umsonst ist die Schweiz im Brandschutz weltweit führend. Der Inhalt des Online- Registers geht zudem über das Führen von Produkten hinaus. Auch Fachfirmen sind einfach auffindbar. Eigentümer und Nutzer von Bauten profitieren dabei genauso wie alle Personen, die bei Planung, Bau, Bewilligungen oder Betrieb tätig sind. Folgedessen ist das Brandschutzregister ein gutes Hilfsmittel für die Anwendung der Brandschutzvorschriften. Es bietet einen umfassenden und aktuellen Überblick der geeigneten Bauprodukte aus Industrie und Fachverbänden. Ausschliesslich Brandschutzprodukten und Fachfirmen, welche die brandschutztechnischen Anforderungen erfüllen, stellt die VKF das begehrte gesamtschweizerisch anerkannte Dokument aus. Bei «nicht harmonisierten Produkten» erhält der Hersteller, Händler oder die Fachfirma eine «VKF-Anerkennung». Bei «harmonisierten Produkten» nennt sich dieses Dokument «VKF Technische Auskunft». Dank des freiwilligen Eintrags im Brandschutzregister verfügen alle Benutzer über eine schlanke Dokumentation als Basis für die brandschutzkonforme Anwendung der Produkte in der ganzen Schweiz.
Das Brandschutzregister ist somit eine willkommene Unterstützung für die korrekte Anwendung der Brandschutzprodukte für Architekten, Planer, QS-Verantwortliche und Brandschutzbehörden. Auf bsronline.ch werden diese von potenziellen Kunden wie z. B. Bauherren, Architekten, Planer und ausführende Baufirmen schnell und einfach gefunden. Demgegenüber erlaubt das Brandschutzregister den Brandschutzbehörden eine einfache und effiziente Beurteilung der Anwendung von Bauprodukten. Ob Benutzer, also Brandschutz- oder Baubehörden, QS-Verantwortliche, Planer und Bauherren oder Produktanbieter wie Hersteller, Händler oder Fachfirmen: Alle profitieren dank der Plattform von einem schnellen Überblick über Brandschutzprodukte und Fachfirmen. Ein Eintrag ins VKF-Register kann für die Unternehmen nur von Vorteil sein. Denn durch einen Eintrag werden deren Produkte für einen grossen Nutzerkreis zugänglich. Leistungserklärungen und Einbauvorschriften zu Produkten, die europäisch harmonisiert sind, werden zwar von den Brandschutzbehörden der Schweiz akzeptiert. Mit einer «VKF Technischen Auskunft» entfällt jedoch der mühsame Weg, diese Dokumente mehrmals einzureichen und durch die jeweilig zuständige Brandschutzbehörde für das konkrete Bauprojektprüfen zu lassen – ein wiederkehrender Zeitaufwand, der zu unangenehmen Bauverzögerungen führen kann. Eine «VKF technische Auskunft» mit einer Gültigkeitsdauer on fünf Jahren gibt jeder Behörde die Gewähr, dass das Produkt die notwendigen Anwendungskriterien erfüllt und somit entfallen zusätzliche Abklärungen. Umso weniger erstaunt es, dass bei einer Umfrage 5 Prozent der Befragten angaben, dass die VKF Technischen Auskünfte» einen Mehrwert gegenüber den Leistungserklärungen der Hersteller bieten. Eine Leistungserklärung ist auf das Inverkehrbringen und nicht auf die konkrete Anwendung am Bau ausgerichtet. Aus diesem Grund hat sie diesbezüglich nicht die gleiche Aussagekraft wie eine «VKF Technische Auskunft».
In der Folge ist es bei vielen Leistungserklärungen nur mit grossem Zusatzaufwand und zusätzlichen Dokumenten möglich, der Nachweispflicht für die brandschutzkonforme Anwendung gegenüber kantonalen Brandschutzbehörden nachzukommen. Deshalb führt kein Weg an einem Eintrag im Brandschutzregister vorbei. Deren Einsatz ist für alle Beteiligten äusserst benutzerfreundlich, einfach und schnell. Für das hohe Sicherheitsniveau im Brandschutz ist www.bsronline.ch unverzichtbar und aktueller denn je.

Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF
Bundesgasse 20
3001 Bern
Tel 031 320 22 22
Fax 031 320 22 99
info@vkf.ch
www.vkf.ch

Interview mit Andreas Hurni Geschäftsführer Verband Fernwärme Schweiz

Fernwärme Schweiz ist ein «energiegeladener» Verband. Für wen macht eine Mitgliedschaft besonders Sinn? Müssen hierfür spezielle Aufnahmekriterien erfüllt sein?
Der Verband Fernwärme Schweiz (VFS) ist effektiv ein energiegeladener Verband, was u. a. die in den letzten rund drei Jahren rasch zunehmende Mitgliederzahl und die zahlreichen neuen Aktivitäten zeigen. Zurzeit zählt der Verband rund 140 Mitglieder (+ 35 im Vergleich zu Anfang 2017), von denen rund die Hälfte selber Fernwärmenetze baut und betreibt. Daneben sind auch Planer, Fachhochschulen, Lieferanten und Partnerorganisationen und Einzelpersonen im Verband vertreten. Für alle Mitglieder der Fernwärmefamilie bieten wir ihren Interessen angepasste Veranstaltungen wie das Fernwärme-Forum, Betreibertreffen, Planerabende, Verkaufstrainings und Erfahrungstagungen an. Spezielle Aufnahmekriterien gibt es nicht, die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt durch Entscheid des Vorstandes.
Welches sind die Ziele und Hauptanliegen des Verbandes?
Der VFS setzt sich für die Interessen seiner Mitglieder ein. Er wirkt auf der politischen Ebene, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Beratung des CO2- und Raumplanungsgesetzes im Parlament oder direkt bei den entsprechenden Amtsstellen, um möglichst für den Fernwärme-Ausbau günstige Rahmenbedingungen zu erwirken. Er erarbeitet Grundlagendokumente wie zum Beispiel das Weissbuch Fernwärme Schweiz (Fernwärme- Strategie) oder den Leitfaden Fernwärme für Entscheider, die die Ziele und das sinnvolle Vorgehen umreissen. Er organisiert diverse Aus- und Weiterbildungs-Veranstaltungen für seine Mitglieder, um fachliche Kompetenzen aufbauen und vertiefen zu helfen. Er erstellt gemeinsam mit Partnerorganisationen technische Regelwerke und steht für Anfragen über technische, wirtschaftliche und rechtliche Fernwärmethemen gerne zur Verfügung.
Können Sie kurz zusammenfassen, was genau Fernwärme und Fernkälte ist?
Bei der Fernwärme und Fernkälte handelt es sich um leitungsgebundene Wärme- und Kälteversorgungslösungen, die über die Parzellengrenze hinausgehen und die Nutzung erneuerbarer Energien und Abwärme begünstigen.

Wie fördert man die Fernwärme und wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit aus?
Die Wirtschaftlichkeit der Fernwärme hängt stark von der Wärmebezugsdichte im potenziellen Versorgungsgebiet ab. In Stadtzentren ist diese in der Regel hoch, sodass auch die Fernwärme hier gegenüber fossilen Lösungen konkurrenzfähig ist. Mit abnehmenden Wärmebezugsdichten in Agglomerationen oder dann in kleineren Gemeinden nehmen dann auch die Fernwärmepreise aufgrund der proportional höheren Erschliessungskosten zu, sodass hier die Preisdifferenz zwischen der fossilen Lösung und der Fernwärme zunimmt. Die Förderung der Fernwärme kann zum Beispiel durch kantonale Beiträge an Machbarkeitsstudien, für Fernwärmeanschlüsse oder in Form von Fördermitteln für den Bau von Fernwärmenetzen erfolgen oder auch durch Fördermittel der Stiftung KliK. Neben der finanziellen Förderung geht es aber auch darum, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Fernwärme sowie die kohärente Berücksichtigung der Fernwärme bei der räumlichen Energieplanung sicherzustellen.

Welche Vorteile entstehen für die Umwelt?
Die Fernwärme ermöglicht die optimale Nutzung erneuerbarer Energien (z. B. See-, Fluss-, Grund- und Abwasser, Holz und Solar- und Geothermie) und Abwärme (z. B. aus Kehrichtverbrennungsanlagen oder Industrie) und so den Ersatz von für die Umwelt problematischen fossilen Brennstoffen (Stichwort Klimawandel). Dadurch trägt sie massgeblich zur Reduktion der CO2-Emissionen im Wärmebereich, der rund 40% des Energieverbrauchs der Schweiz ausmacht, bei. Im Falle von Abwasserwärmenutzung kann die Fernwärme zum Beispiel zu tieferen Wassertemperaturen in Oberflächengewässern führen, was aus ökologischer Sicht positiv ist.

Was steckt hinter dem Begriff «Fernwärme-Contracting»?
Ein Contractor ist eine Unternehmung, meist eine Wärmeabteilung eines Elektrizitätsunternehmens, die sich um die Planung, den Bau, die Finanzierung und den Betrieb z. B. eines Fernwärmenetzes, aber auch anderer Anlagen kümmert. Sie verrechnet als Gesamtdienstleister die Kosten für z. B. eine Wärme- oder Kältelieferung direkt an den Kunden weiter, ähnlich wie das via Stromrechnung erfolgt.

Über welche Themen wird in Ihrem zwei bis dreimal jährlich erscheinenden Newsletter informiert?
Der Newsletter widmet sich vor allem den aktuell laufenden Verbandsaktivitäten auf politischer, technischer und finanzieller Ebene und informiert über anstehende eigene Veranstaltungen und relevante Anlässe Dritter.

Sie bieten ein breites Weiterbildungs- und Informationsangebot an. Welche Weiterbildungen oder Kurse möchten Sie besonders herausheben?
Das Prunkstück der VFS-Veranstaltungen ist sicher das jährlich Ende Januar stattfindende Fernwärme-Forum in Biel, das von rund 400 Personen besucht wird. Beliebt sind auch die Ende 2018 neu lancierten zweisprachigen praxisnahen Betreibertreffen mit bisher rund 75 bzw. knapp 60 Teilnehmern und die zweitägigen, jeweils im Herbst statt findenden Seminare Fernwärme und Fernkälte, die für Entscheider relevante Kenntnisse vermitteln und in der Vergangenheit jeweils von zwischen 18 und 52 Personen besucht wurden (finden auf Deutsch in Horw, auf Französisch in Yverdon statt).

Haben Sie in näherer Zukunft einen Event oder speziellen Infoanlass, den Sie an dieser Stelle vorstellen möchten?
Im Anschluss an die nächste Generalversammlung vom 30. April 2020 in Bern ist ein Networking-Anlass mit prominenten Teilnehmern geplant. Die Vorbereitungsarbeiten sind aber erst gerade angelaufen und ich möchte deshalb noch keine Details verraten.

Welche Neuerungen oder Projekte haben Sie für die nähere Zukunft geplant?
Erste Priorität geniesst aktuell die Erarbeitung
technischer Regelwerke gemeinsam mit nserem deutschen Partnerverband AGFW. aneben möchten wir eine Finanzierungsstudie ernwärme-Ausbau angehen, die die öglichkeiten für eine raschere Fernwärmeentwicklung ufzeigen soll. Auch für das Fernwärme- Forum sind für den nächsten Anlass m Januar 2020 gewisse Neuerungen in Form von Einsatz moderner interaktiver Medien vorgesehen.

Verband Fernwärme Schweiz
p. A. Ryser Ingenieure AG
Engestrasse 9, Postfach
3001 Bern
Tel 031 560 03 90
info@fernwaerme-schweiz.ch
www.fernwaerme-schweiz.ch

IoT fordert die Cyber Security heraus

IoT ist omnipräsent und bietet immenses Potenzial – birgt aber auch Risiken. Schwachstellen in Geräten sind allgegenwärtig und die Anzahl der Cyberangriffe steigt kontinuierlich. Trotzdem zählt IoT immer noch zu den am meisten unterschätzten Bedrohungen. Bewährte Ansätze helfen, Cyber Security zu etablieren und so die Risiken zu minimieren.

Smart – aber nicht ohne Risiken
Das Potenzial von IoT ist immens und hält inzwischen in allen Business- und Privatbereichen Einzug. Laut Experten werden in wenigen Jahren acht von zehn Schweizer Unternehmen IoT-Komponenten im Einsatz haben. IoT bietet der Wirtschaft grosse Vorteile, birgt aber auch Risiken. Das kann schnell zu einem Stolperstein in der Digitalisierung werden. Durch IoT dringt die Konnektivität in Business-Bereiche vor, welche bislang voneinander unabhängig waren. Durch diese zunehmende Vernetzung steigt aber auch die Gefahr, dass IoT-Systeme manipuliert werden – Stichwort Cyberkriminalität. Diebstahl, Betrug, Erpressung und Manipulation sind mögliche Folgen.

Alles Risiken, die oft vernachlässigt werden.
Obwohl dies keine neue Tatsache ist, fliessen oftmals grundlegende Sicherheitsprinzipien nicht in IoT-Projekte ein. Das kann erhebliche Schäden verursachen, beispielsweise durch Abfluss von Kunden- und Produktionsdaten oder wenn ein Wartungszugang zur Hintertüre eines Angreifers wird. Cyber Security bei IoT-Vorhaben gehört von Beginn an oben auf die Agenda – nicht erst, wenn etwas schiefgegangen ist.

Cyber Security als integraler Bestandteil von IoT
Nur was bekannt ist, kann man auch prüfen und schützen. Das Wichtigste ist daher, sich zuerst einen Überblick über das gesamte Eco-System und die Services zu beschaffen. Dies bedeutet, dass jedes involvierte System bekannt sein muss – und natürlich auch die damit verarbeiteten Daten, was für viele Unternehmen eine grosse Herausforderung darstellt. Denn vielen Unternehmen fehlt diese Transparenz und meist auch eine Lösung zur Inventarisierung, was somit manuell getätigt werden muss. Die Folge: Unternehmen arbeiten oftmals mit unzulänglichen Informationen, was natürlich keinesfalls das Ziel sein darf. Um den Schutzbedarf abzuschätzen, ist zu Beginn eine Risikoanalyse notwendig. Dabei sind die Auswirkungen von Vorfällen im Kontext des Einsatzes der IoT-Systeme und Use Cases zu hinterfragen. Auf dieser Basis kann die Kritikalität abgeschätzt und eine Herangehensweise abgeleitet werden. Das kann bedeuten, dass «Security by Design» mit einfacheren oder umfangreicheren Massnahmen umgesetzt werden muss.

Schlüsselfaktoren bei IoT-Netzwerken

Technologisch liegt der Schlüssel zur Sicherheit in einer geeigneten Architektur und der entsprechenden Zonierung von IoT-Netzen. Wichtige Aspekte sind dabei die Identität, die Authentisierung und der Schutz der Daten, ebenso wie die optimale Segmentierung im Backend und die Überwachung der dadurch geschaffenen Zonenübergänge. Es gilt, verschiedene Verteidigungslinien aufzubauen und diese mit angemessenen Sicherheitsmassnahmen zu versehen. Best-Practice- Ansätze und bewährte Frameworks, wie beispielsweise die ISO-270xx-Familie oder das NIST Cyber Security Framework, dienen hier zur Orientierung. Unabhängig ob IoT oder klassische IT-Komponenten, jedes Gerät kann Schwachstellen enthalten und so zum Angriffsvektor werden. Daher sollten Geräte im Design-, Entwicklungs- und Betriebsprozess (DevOps) regelmässig auf Schwachstellen geprüft werden. Wichtig ist dabei natürlich, dass sie Updates unterstützen – was leider sehr oft nicht der Fall ist. Unzureichendes Patch-Management und mangelhafte Prüfung auf Schwachstellen sind nicht nur ein Problem von IoT. So bleiben immer wieder bekannte Schwachstellen ungepatched, obwohl passende Updates verfügbar wären. Cyberkriminellen fällt es dann relativ leicht, das schwächste Glied in der Kette zu finden und auszunutzen. Deshalb darf das regelmässige Update- und Patch-Management nicht vergessen werden – natürlich auch bei IoT-Geräten.

Risiken erkennen, bevor das Licht ausgeht
Unternehmen sind gegenüber globalen Risiken im Zusammenhang mit bekannten und neuen «Zero-Day»-Bedrohungen und anderen Schwachstellen exponiert. Diese werden aktiv und systematisch ausgenutzt. Falls sich exponierte Geräte mit bekannten Schwachstellen in der Infrastruktur befinden, die nicht aktualisiert oder gepatched werden können, sollten diese segmentiert und von der Produktionsumgebung abgetrennt werden. Da sich die Risikosituation stetig ändert, muss die aktuelle Bedrohungslage immer beobachtet und das Sicherheitsdispositiv entsprechend angepasst werden. Risk Assessments, organisatorische Audits und Penetration Tests sind wichtige Elemente in der Cyber Security. Unternehmen sollten gleichzeitig in der Lage sein, Sicherheitsvorfälle zu erkennen, schnell darauf zu reagieren und die Auswirkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Somit gilt: Wer sich mit IoT beschäftigt, muss sich auch intensiv mit Cyber Security auseinandersetzen. Franco Cerminara, Chief Consulting Officer, InfoGuard AG

Über InfoGuard
Die InfoGuard AG ist spezialisiert auf umfassende Cyber Security. Zu den Kompetenzen zählen massgeschneiderte Dienstleistungen im Bereich der Sicherheitsberatung und Security Audits sowie in der Architektur und Integration führender Netzwerk- und Security-Lösungen.
Cloud-, Managed- und Cyber Defence-Services erbringt der Schweizer Cyber-Security-Experte aus dem ISO 27001 zertifizierten InfoGuardCyber Defence Center in der Schweiz. InfoGuard hat ihren Hauptsitz in Baar / Zug und eine Niederlassung in Bern. Ihre über 130 Sicherheitsexperten sorgen sich tagtäglich um die Cyber Security bei über 300 Kunden in der Schweiz.

 

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