Blau, Rot oder «Wallbox»?

Wo und wie soll ich mein Elektroauto aufladen? Dies ist nach wie vor die Kernfrage, die Kaufinteressierte von Elektrofahrzeugen mit gutem Grund stellen. Noch immer besteht Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung. Eine kurze Übersicht schafft Klarheit.

Grundsätzlich gilt: Wer die Möglichkeit hat, sein Fahrzeug regelmässig in der Nähe von Steckdosen zu parken, für den sind schon einmal die Voraussetzungen zum Laden eines Elektroautos gegeben. Doch welche ist nun die «richtige» Anschlusslösung für wen? Was ist ein Muss und wo beginnt der Komfort? Welches sind die Unterschiede der verschiedenen Stromanschlüsse? Um die Verwirrung zu vervollständigen, lautet die Antwort: fast alle und auch wieder keine, denn es gibt nur ein «Falsch» und viele Möglichkeiten!

Der Trugschluss: die Haushaltsteckdose
Die normale Haushaltsteckdose (Typ 13) ist darauf ausgelegt, für kurze Dauer Strom an Haushaltgeräte zu liefern. Entsprechend ist sie nicht geeignet, auf lange Dauer viel Strom abzugeben. Überlastung und Defekt bis hin zu einem möglichen Brand sind die Folgen. Darin sind sich alle Experten einig: Eine Haushaltsteckdose ist für Elektrofahrzeug-Lenker eine absolute Notfalllösung und nur für einen kurzen Einsatz geeignet – und muss dies aus Sicherheitsgründen auch bleiben!

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Alternativen gibt es viele
In den meisten Wohn- und Geschäftshäusern ist es möglich, eine sogenannte «blaue» oder «rote» Industriesteckdose anzubringen. Diese Steckdosen sind darauf ausgelegt, mehr und länger Strom abzugeben. Dies ist die einfachste und kostengünstigste Lösung, ein Elektrofahrzeug überhaupt sicher zu laden. Zusammen mit einem Stromzähler bieten Industriesteckdosen die Möglichkeit, das E-Fahrzeug zuverlässig aufzuladen und, falls nötig, den Strom fair abzurechnen. Allerdings bieten solche Anschlüsse keinen Komfort. Weder lassen sich der Zeitpunkt des gewünschten Strombezugs noch die Ladeströme mit ihnen steuern. Dafür gibt es Home Charge Devices (HCD) oder sogenannte «Wallboxes» von unterschiedlichen Herstellern. Dies sind bedürfnisgerechte Ladestationen, auch für den privaten Einsatz.

Umdenken ist nötig
Für die durchschnittlich 40 Kilometer, die Pendler täglich zurücklegen, sind die Reich- weiten der bereits heute angebotenen Elektrofahrzeuge völlig ausreichend. Dennoch: Wer elektrisch fährt, beginnt anders zu denken: «Wo ich parke, da lade ich mein Fahrzeug », sagt Claudio Pfister, Leiter Fachgesellschaft e‘mobile.
Die meisten Fahrzeuge stehen stundenlang auf Parkplätzen beim Arbeitsplatz, am Bahnhof (Park & Ride) oder daheim. Auch während eines Einkaufs oder einer Pause auf der Autobahnraststätte steht ein Fahrzeug schon mal etwas länger auf dem Parkplatz. Diese Standzeiten bieten die beste Gelegenheit, das E-Fahrzeug wenn vielleicht nicht ganz, so doch wieder für ein gutes Stück Weg aufzuladen. So lassen sich auch längere oder gar lange Strecken bewältigen. Das sogenannte «Schnarchladen» während der Nacht schont ausserdem das Budget und verlängert die Lebensdauer der Batterie. Die Batterie nicht durch Schnellladungen zu stressen, bedeutet, längerfristig Geld zu sparen. Und, Hand aufs Herz: Wer kauft denn sein Alltagsfahrzeug schon für Ausnahmefälle?

Beratung lohnt sich

Wer sich mit grösseren Projekten wie Tiefgaragen in Mehrfamilien- oder Parkhäusern, öffentlichen Parkplätzen (Gemeinden) oder Fragen zu halbprivaten Lademöglichkeiten wie z. B.in der Gastronomie, Geschäftshäusern, Spitälern etc. beschäftigt, erspart sich viel Ärger und Mehrkosten mit einer fachmännischen Beratung. Die Themen sind vielfältig (Zuleitungen, Lastmanagement, Abrechnungssysteme, Markierungen etc.) und die beteiligten Gewerke ebenso. e’mobile bietet massgeschneiderte Beratungen «für alle Fälle».


e’mobile by Electrosuisse
Luppmenstrasse 1
8320 Fehraltorf
Tel 044 956 14 55
e-mobile@electrosuisse.ch
www.e-mobile.ch

Erneuerungen der Wasserleitungen in Langenthal BE

In der Gemeinde Langenthal werden die alten Wasser-Gussleitungen DN 250 in der Bleienbachstrasse ersetzt. Um die Grabarbeiten so klein als möglich zu halten, setzt die IB Langenthal AG auf das Berstverfahren.

HuberDie Huber Leitungsbau GmbH, Buttisholz, wird durch die bauausführende Firma beauftragt, die bestehenden Gussleitungen mit dieser Technik zu ersetzen. Im ersten Arbeitsgang wird die Berstanlage HB 125 vom amerikanischen Hersteller «Hammerhead» in der vorbereiteten Startgrube installiert. Mit hydraulisch zu betätigenden Abstützungen kann die geforderte Arbeitshöhe in wenigen Minuten eingestellt werden. Ebenfalls wird die Gerätelänge hydraulisch der Grubenlänge angepasst.

Nachdem die Anlage richtig justiert ist, wird das Berstgestänge eingestossen, wobei die Stangen automatisch verschraubt und vorgepresst werden. Verschraubtes Gestänge bietet den Vorteil, dass Medienleitungen mit grösseren Radien durchfahren werden können. Verschiedene Berstwerkzeuge in unterschiedlichen Grössen, abgestimmt auf die zu erneuernden Leitungen, stehen zur Verfügung.

Huber
Für die zu bearbeitende Gussleitung wird ein Rollenmesser eingesetzt. Damit wird das Gussrohr DN 250 aufgeschnitten. Der folgende Aufweitkonus verdrängt das Bruchmaterial des Altrohres in das anstehende Erdreich und glättet den Kanal, um das HDPE-Schutzrohr DN 315 schadenfrei mit minimalen Zugkräften einzuziehen. Das Wasserleitungsrohr HDPE DN 250, durch die IB Langenthal AG geliefert und verschweisst, wird anschliessend in das Schutzrohr eingezogen. Das Rohr DN 315 wird durch die Firma Huber Leitungsbau geliefert, fachmännisch verschweisst und zum Einzug vorbereitet. Die Zugkraft der Berstanlage wird kontinuierlich überwacht. Mit einer der stärksten Berstanlagen der Schweiz können Zugleistungen bis 125 Tonnen erreicht werden und Leitungen bis zu einem Durchmesser von ca. 500 mm, abhängig vom anstehenden Boden, eingezogen werden. Dank der sehr leistungsstarken Hydraulikanlage werden Einzugsleistungen bis 50 m in der Stunde erreicht, sehr zur Freude des Auftraggebers!


Huber Leitungsbau GmbH
Gewerbezone 61
6018 Buttisholz
Tel 041 929 59 99
Fax 041 929 59 98
info@huber-leitungsbau.ch
www.huber-leitungsbau.ch

Spektakulärer Rohreinzug in Bilten

Die ARA in Bilten wird zurzeit für mehrere Millionen saniert und mit dem Bau der 4. Reinigungsstufe erweitert. Im Rahmen dieser Arbeiten muss der bestehende Kanal, in dem das gereinigte Abwasser von der ARA in die Linth zurückfliesst, saniert werden.

Zu diesem Zweck muss aber der in den 70er-Jahren aus Beton erbaute Kanal, der unter der Autobahn durchführt, trockengelegt werden. Als Ersatz hat man neben dem bestehenden Kanal in mehreren Durchgängen einen Pilotstollen gebohrt, der ebenfalls unter der Autobahn, aber auch unter dem Nebenkanal durchführt. In diesen Pilotstollen ist nun in einer spektakulären, aufwendigen Aktion ein Kunststoffrohr eingezogen worden.
Das Polyethylenrohr ist auf der Ostseite der Linth vorerst zusammengeschweisst worden und wurde für den Einzug in den Pilotstollen von zwei riesigen Pneukrans über die Linth gezogen und in den Oberbogen gebracht worden. Das durch den Pilotstollen geführte Bohrgestänge wurde mit dem Rohr verbunden. Unter Drehen und Spritzen von Betonit als hydromechanische Stütze wurde das zirka 170 m lange Kunststoffrohr mit einem Durchmesser von rund 70 cm langsam in den ausgebohrten Pilotstollen eingezogen. Die ganze heikle Aktion führt die Schenk AG aus Heldswil aus, eine Spezialfirma für gesteuerte Horizontal-Bautechnik. Über dieses neu verlegte Rohr wird während der Sanierungsphase das gereinigte Abwasser aus der ARA in die Linth abgeleitet. Der neue Kanal wird auch nach Abschluss der Sanierungsarbeiten bestehen bleiben und dient dann als Ersatz.


Schenk AG
Neubuch 5
9216 Heldswil
Tel 071 642 37 42
Fax 071 642 37 85
info@schenkag.com
www.schenkag.com