Chancen für die Schweizer Baubranche

Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen unterstützt Hausbesitzerinnen und -besitzer, die ihre Liegenschaft energetisch sanieren, mit Förderbeiträgen. Davon profitiert auch die Schweizer Bauwirtschaft.

Das Gebäudeprogramm hat 2017 knapp 390 Millionen Franken energiebezogene Mehrinvestitionen ausgelöst, die vorwiegend im Baugewerbe positive Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte bewirken. Gemäss Schätzungen des Bundes sind nach wie vor über eine Million Gebäude in der Schweiz energetisch dringend sanierungsbedürftig. Ausserdem werden rund zwei Drittel aller Gebäude immer noch fossil beheizt, obwohl das mittlerweile nicht mehr zeitgemäss ist und es bessere und günstigere Alternativen gibt. Es besteht folglich nach wie vor grosses Potential fürs Baugewerbe.

Beratung räumt Kundensorgen aus
Viele Hausbesitzerinnen und -besitzer scheuen jedoch sowohl die Kosten als auch den zeitlichen Aufwand, den eine Gebäudesanierung mit sich bringt. Hier können Bauunternehmer beratend unterstützen und aufzeigen, dass es sich langfristig lohnt, in die Energieeffizienz der Liegenschaft zu investieren.

Ganzheitliche Betrachtung
Eine Sanierung sollte, wenn immer möglich, mit einer Analyse des Gesamtenergiesystems der Liegenschaft beginnen. Das Bundesamt für Energie rät, einen GEAK Plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone mit Empfehlungen) zu erstellen. In einigen Kantonen wird dies auch durch Das Gebäudeprogramm gefördert.

Mehr Informationen zum Gebäudeprogramm unter www.dasgebaeudeprogramm.ch

USV-Anlagen: Bimex kooperiert mit Weltmarktführer

Die Bimex Energy AG mit Sitz im bernischen Uetendorf ist seit April 2019 Vertriebspartner der renommierten Piller Group für die deutschsprachige Schweiz. Piller produziert unterbrechungsfreie Stromversorgungen und Frequenzumformer.USV-Anlagen gewährleisten die sichere Stromversorgung von Unternehmen, die bei Netzausfall einem besonders hohen Risiko ausgesetzt wären. Darunter sind Banken, Versicherungen, Spitäler, Energieproduzenten, IT-Dienstleister, Flughäfen oder Telekomfirmen. Die Vorteile von USV-Anlagen gegenüber konventionellen Notstromanlagen: Sie schalten bei Netzausfall unterbrechungsfrei auf eine Notstromversorgung um, ohne dass es zu einem Lastverlust kommt.

Stark erweitertes Angebot
Zu den renommierten Herstellern von USV-Anlagen im Leistungsbereich von 3kVA bis 30MVA gehört Piller. Das deutsche Unternehmen und die Bimex Energy AG aus Uetendorf haben im Frühling eine Kooperation vereinbart. Für Bimex-Geschäftsführer Beat Müller ein Meilenstein: «Dank der Zusammenarbeit mit diesem hochprofessionellen Partner erweitern wir unser Angebot an Notstromsystemen erheblich.» Beat Müller ist überzeugt, dass die Nachfrage nach USV-Anlagen weiter zunehmen wird.

«Durch die digitale Vernetzung sind kritische Verbraucher einem steigenden Risiko ausgesetzt.» Dieter Tolsdorf, Vertriebsleiter bei Piller für die DACH-Region, fügt hinzu: «Unsere Kunden erwarten grosse Erfahrung in der Planung und einen umfassenden Service vor Ort, daher sehen wir in der Zusammenarbeit mit Bimex ein bedeutendes Potential, um passgenaue Systemlösungen anbieten zu können.»

Piller führt ein breites Produktportfolio an USV-Anlagen für jeden Bedarf, sowohl bei statischen als auch bei dynamischen USV-Anlagen. Sie sind kombinierbar mit Batteriespeichern oder kinetischen Schwungmassenspeichern sowie einem Dieselaggregat für Langzeit-Netzausfälle.

Fertigungsareal von Piller am Hauptsitz in Osterode, Niedersachsen. Bis heute hat Piller weltweit über 7000 kinetische Energiespeichersysteme und mehr als 6000 rotierende USV-Anlagen bis 3000 kVA installiert.

Ingenieurwissen seit 110 Jahren
Piller ist der weltweit führende Anbieter im Bereich der sicheren Stromversorgung von unternehmenskritischen Anwendungen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen viele der global führenden Finanzinstitute, Rundfunkanstalten und Telekombetreiber.
Gegründet wurde Piller im Jahr 1909 vom deutschen Ingenieur Anton Piller. Seit über 100 Jahren operiert das Unternehmen von seinem Stammsitz und Produktionsstandort in Osterode am Harz – einer Stadt mit rund 20 000 Einwohnern im Bundesland Niedersachsen – und dem nahegelegenen Bilshausen. Zudem hat Piller zahlreiche Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Asien. Das Unternehmen beschäftigt annähernd 1000 Mitarbeiter weltweit. Piller ist eine Tochtergesellschaft der Langley Holdings PLC, einem britischen Privatkonzern, der im Maschinen- und Anlagenbau ätig ist.

«Die Chemie stimmt»

«Wir sind der Meinung, dass die beiden Unternehmen trotz der Grössenunterschiede kulturell gut zueinander passen», ergänzt Beat Müller.

Die Bimex Energy AG ist mit derzeit 30 Beschäftigten der grösste unabhängige Anbieter von Notstromsystemen und Notstromaggregaten in der Schweiz. Die Firma gehört zu 60 Prozent den Mitarbeitern. Die restlichen Aktien sind im Besitz von Kunden, Lieferanten und anderen Partnern. Landesweit gibt es über 2500 Notstromanlagen von Bimex.

Bimex: Die Notstromspezialisten
Bimex entwickelt fixe und mobile Notstromanlagen, inklusive Steuerung, Kühlung, Lüftung, Dämmung, Abgasanlage und Brennstoffversorgung. Zudem modifiziert Bimex Standardaggregate (Bild), betreibt eine Mietflotte und verkauft Kleinstromerzeuger. Angeboten werden auch Last- und Qualitätstests nach ISO 9001:2015.

Piller: Breites USV-Portfolio
Als einzige Firma der Welt produziert Piller sowohl rotierende als auch statische USV-Technologien mit kinetischen Energiespeichern oder Batterien. Kinetische Speicher haben unter anderem den Vorteil, dass sie Leistungsschwankungen entgegenwirken, die beim Einsatz erneuerbarer Energie wie Wind- und Solarstrom auftreten können.

Bimex Energy AG
Glütschbachstrasse 32
3661 Uetendorf
Tel 033 334 55 66
Fax 033 334 55 69
info@bimex.ch
www.bimex.ch

Unsere Winterausgabe der SwissEnergie ist heute erschienen

Die Energiewirtschaft in der Schweiz steht vor grossen Herausforderungen. Neues Denken und Handeln sind gefragt. Das Fachmagazin «SwissEnergie» vermittelt neben neuen Werten auch komplett neue Ansätze und liefert hochkarätige Fachinformationen für die tägliche Praxis – fundiert und umfassend. Das Fachmagazin richtet sich nicht nur an Energieversorger oder Leser, welche beruflich in diesem Sektor tätig sind wie Dienstleister, Hersteller und Zulieferer, sondern klar auch an Verbraucher. «SwissEnergie» berichtet praxisnah und kompetent – das Energiefachmagazin deckt das ganze Spektrum ab und erreicht so neben Fachtagungs- und Messebesuchern auch Kommunen und Gemeinden.

Hier finden Sie unsere neueste Ausgabe als Download oder besuchen Sie uns im Pressecorner an der Messe Swissbau in Basel.

Viel Spass beim Lesen, Stöbern und Entdecken neuer Produkte, spannender Artikel und interessanter Projekt, spannender Artikel und interessanter Projekte.

Ihr SwissEnergie-Team

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV): Die einfache Lösung für Energieversorger und Liegenschaftsverwalter

Dass sich Photovoltaik-Anlagen auf Liegenschaften auch ohne staatliche Zuschüsse lohnen, ist schon längstens kein Geheimnis mehr. Voraussetzung dafür ist allerdings ein möglichst hoher Eigenverbrauchsgrad. Insofern ist es verwunderlich, dass die Möglichkeit, sich zum Eigenverbrauch zusammenzuschliessen, mit mehreren Mietern und sogar über Liegenschaftsgrenzen hinaus, bisher so selten genutzt wird. Die grösste Hürde ist allerdings schnell gefunden: die Komplexität des Themas.

Eigenverbrauch ist nicht gleich Eigenverbrauch
Es gibt zum einen das Konzept «Eigenverbrauchsgemeinschaft» (EVG), welches hauptsächlich direkt vom lokalen Energieversorger angeboten und verrechnet wird. Zum anderen gibt es den «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch» (ZEV), wo die zusammengeschlossenen Parteien nur noch ein Messpunkt gegenüber dem Energieversorger sind. Für die Messung des Stroms sowie die Rechnungsstellung innerhalb des ZEV sind sie selber verantwortlich. Doch wer entscheidet, welche Variante die beste ist?
Und wenn ein ZEV gegründet wird: wer kommuniziert mit dem Energieversorger sowie den Mietern in den Liegenschaften? Die Abrechnung ist auch nicht trivial. Im Gegensatz zu Wasser und Gas kann der Strom nicht in die Mietnebenkosten fliessen und muss verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Die regulatorischen Anforderungen an die Messmittel sind auf dem gleichen Niveau wie bei Stromabrechnungen der Energieversorger.

CopyrightDas Rundum-sorglos-Paket für Energieversorger und Liegenschaftsverwalter
Die SWiBi bietet eine ZEV-Lösung, die sich um all diese Punkte kümmert, denn nur mit Strommessen ist es nicht getan. Als etablierte Meter-to-Cash-Dienstleisterin hat die SWiBi nicht nur Erfahrung im täglichen Kontakt mit den Energieversorgern, sondern auch mit den Stromkunden. Das ermöglicht eine offene und transparente Kommunikation mit allen involvierten Parteien. Das System ist in der ganzen Schweiz einsatzfähig und funktioniert als Gesamtlösung – auch über viele Liegenschaftsstandorte hinaus. Durch das Mieten von Zählern und sonstiger Hardware wird das Investitionsrisiko umgangen.
Die SWiBi kümmert sich darum, dass ein erprobtes System zur Abwicklung des ZEV im Einsatz ist. Interessierte Mieter können ihre Verbräuche rund um die Uhr im Online-Kundenportal einsehen und für alle restlichen Fragen steht ein mehrsprachiges Kundencenter zur Verfügung. Auch Inkassomanagement und Rechnungsausgleich mit dem Energieversorger sind inklusive. Damit wird der Eigenverbrauch so einfach, wie er sein sollte.

SWiBi AG
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7302 Landquart
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Was geschieht mit alten Autos?

Fahrzeuge sind aus über zehntausend Teilen und unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt. Rund 90 Prozent werden wiederverwendet und -verwertet. Wie wird diese hohe Verwertungsquote eines derart komplexen Konsumguts erreicht?

Jedes Jahr werden in der Schweiz 70 000 bis 80 000 Fahrzeuge definitiv entsorgt. Etwa doppelt so viele Fahrzeuge verlassen jedoch bereits als Occasionswagen unser Land, bevor sie hier ein paar Jahre später zur Entsorgung anfallen würden. Ältere Fahrzeuge – vielfach mit hohen Laufleistungen – sind andernorts sehr gefragt, weil sie technisch in einem relativ guten Zustand sind. In der Schweiz ist die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen gering. In den Exportländern, wo sich die allerwenigsten ein neues Auto leisten können, werden diese Fahrzeuge nochmals jahrelang gefahren.

AutorecyclingWas passiert nun mit einem Altauto?
Das Ziel muss sein, möglichst viele Rohstoffe und Energie zurückzugewinnen. Fahrzeuge bestehen zu über 70 Prozent aus Metallen. Daran hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig geändert. Das ist gut fürs Recycling, denn Metalle lassen sich einfacher und effizienter separieren und rezyklieren als beispielsweise vermischte Kunststoffe. Zudem können Metalle praktisch ohne Qualitätseinbussen im Stoffkreislauf gehalten werden. Die Autoverwertung findet in mehreren Schritten statt:

Autoverwerter
Die meisten der rund 80 Autoverwerter haben sich auf das Ersatzteilgeschäft spezialisiert. Allerdings eignen sich nur neuere Unfallfahrzeuge für die Entnahme von Ersatzteilen, da für eine grössere Nachfrage noch genügend Modelle im Verkehr sein müssen. Grössere Betriebe haben ein umfangreiches, inzwischen digital erfasstes Ersatzteillager. Über entsprechende Websites und den notwendigen Fahrzeugangaben können direkt Teile angefragt werden. Nach der Ersatzteildemontage erfolgt die Trockenlegung und Schadstoffentfrachtung mit der Entnahme von Betriebsflüssigkeiten, den Reifen und der Batterie. Alle diese Abfälle gehen entweder in die stoffliche oder energetische Verwertung. Das ausgeschlachtete Wrack wird aus Transportgründen gepresst und einem Shredderwerk zu einem monatlich fixierten Schrottpreis verkauft.

Shredderwerk
In der Schweiz können sieben Shredderwerke Autowracks verarbeiten. Eine grosse Hammermühle mit bis zu 3000 PS Antriebsleistung kann ganze Autos innert einer halben Minute in faustgrosse Stücke zerschlagen – wenn es sein muss mit Motor und Getriebe. Der Output ist getrennt nach Stahl-/ Eisenschrott, Nichteisenmetalle und der sogenannten Shredderleichtfraktion. Abnehmer der Metalle sind Stahlwerke und Umschmelzwerke. Hauptabnehmer von Shredderschrott sind beispielsweise die beiden inländischen Stahlwerke Stahl Gerlafingen AG und Swiss Steel AG in Emmenbrücke. Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) nutzen die Energie der Shredderleichtfraktion – ein Gemisch aus Kunststoffen, Faserstoffen, Glas und Restmetallen – für die Stromproduktion und die Fernwärme. Die Stiftung unterstützt die laufenden Anstrengungen der Branche, Wertstoffe aus den festen KVA-Rückständen zurückzugewinnen. Hierzu verweisen wir auf die innovative Schlackenaufbereitungsanlage der ZAV Recycling AG im zürcherischen Hinwil. Dort gewinnen sie nicht nur Eisen und Aluminium zurück, sondern auch Gold und Silber. Es ist wahrlich erstaunlich, was alles im Abfallkübel landet.

AutorecyclingRückgewinnung
Das hochwertige Metallrecycling schont p-base/wp-content/uploads/2017/08/BildRechts.pngerstens die Erz-Abbaugebiete und benötigt zweitens viel weniger Energie als die Primärproduktion. Mit den im letzten Jahr im Inland verwerteten 72 032 Altfahrzeugen konnten 100 000 Tonnen Eisenerz sowie 22 000 Tonnen Bauxit eingespart werden. Dadurch sank der Energiebedarf um 370 000 MWh und der CO2-Ausstoss um 100 000 Tonnen. Die KVA produzierten aus 16 000 Tonnen Shredderleichtfraktion von Altfahrzeugen Strom und Wärme im Umfang von 30 000 MWh, was etwa dem Strombedarf von 7000 Haushalten entspricht.

Herausfordernde Elektromobilität
Immer mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben kommen auf den Markt. Im Hinblick auf die verschärften CO2-Grenzwerte ab 2020 sind deutlich mehr elektrifizierte Fahrzeuge zu erwarten. Bis diese Fahrzeuge in grösseren Mengen zur Entsorgung anfallen, dauert es allerdings noch ein paar Jahre. Bereits heute müssen wir jedoch die Entsorgung der elektrischen Komponenten und vor allem der Antriebsbatterien in die richtigen Bahnen lenken. Arbeiten an Hochvoltanlagen von Elektrofahrzeugen bedingen eine spezielle Ausbildung für Fachleute. Elektromotoren, Leistungselektronik und die Batterien beinhalten die unter dem Begriff «Seltene Technische Metalle» zusammengefassten Seltenen Erden, kritische Metalle und Edelmetalle. Sie sind wieder in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Die Autobranche befasst sich gegenwärtig mit der Rücknahme und dem Recycling der Lithium-Ionen-Batterien.
Die Automobilindustrie geht davon aus, ausgediente Batteriesätze in stationären Stromspeicheranlagen weiter zu nutzen. Die Restkapazität von 70 Prozent ist dafür völlig ausreichend und würde das Batterieleben um Jahre verlängern.
Fazit: Die Autoverwertung ist ein wichtiger Bestandteil der sekundären Rohstoffgewinnung, heute allgemein unter dem Begriff «Urban Mining» zusammengefasst.


Stiftung Auto Recycling Schweiz
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