Hausgemachte Verschwendung vermeiden Kältespeicherbewirtschaftung mittels «Null-Durchfluss»-Regulierung

Um Kosten und den Energieverbrauch zu senken, wird der effiziente Betrieb von Haustechnikanlagen immer wichtiger. Dabei geht es um mehr als optimales Einstellen von Betriebszeiten und Temperaturen. Die Haustechnikanlagen eines Gebäudes sind ganzheitlich zu betrachten. Eine Abstimmung der unterschiedlichen Systeme aufeinander ist zwingend notwendig.

Beim Umbau der Bankfiliale der Basler Kantonalbank in Basel wurden sämtliche Haustechnikinstallationen komplett erneuert. Die Schweizer HeiVi AG hat die Planung und Projektierung der Heizungs- und Klimainstallationen vorgenommen. Ziel war es, den Energieverbrauch, die Investitionskosten sowie die Schnittstellen zu reduzieren und den Gebäudeunterhalt nachhaltig zu optimieren. Peter Heimann, Mitgründer der HeiVi AG, führt aus: «Als Planer anspruchsvoller Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kälte- und Sanitäranlagen unterstützen wir Architekten, Bauherren und Projektentwickler bei der Realisation von neuen Anlagen und Optimierungsprozessen. Mit dem Ziel, maximale Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit bei guter Behaglichkeit für unsere Kunden zu erreichen, stehen wir zudem für innovative Planung im Bereich der Gebäudeautomation. Um das zu erreichen, müssen wir immer wieder um die Ecke denken.»

ifmHausgemachte Verschwendung
Der Kältemaschinen-Verdichter (M01) regelt die Kaltwasseraustrittstemperatur (B01). Die Speicherladepumpe (M02) fördert eine konstante Wassermenge über den Kältespeicher. Zwei Fühler im Speicher regeln das Ein- und Ausschalten der Kältemaschine. Eine Speicherentladepumpe (M03) fördert anschliessend das Kaltwasser zu den Verbrauchern. Da die Speicherentladepumpe (M03) über den Differenzdruck der Verbraucher geregelt wird, fördert die Pumpe nur so viel Wasser, wie es das System benötigt. Die Folge: Im Teillastbetrieb ist der Lademassenstrom immer viel höher als der Entlademassenstrom. Aufgrund des konstanten Massenstroms, der die Kältemaschine speist, reduziert der Verdichter seine Leistung erst im Endladebetrieb. Schlussendlich können so die Vorteile des leistungsgeregelten Verdichters nicht genutzt werden.

ifmModell Speicherladung mit ifm-Sensoren.

«Wir haben uns gefragt», so Heimann, «ob Speicherladepumpe und somit auch der Verdichter bedarfsgerecht reguliert werden können, um den Prozess zu optimieren.» Hier ist «um die Ecke denken» angesagt. «Dabei sind wir auf die Module von ifm gestossen», führt Heimann weiter aus.

Mittels ifm-Durchflusssensoren vom Typ SM6500 wird der Kältespeicher auf «Null-Durchfluss» geregelt. Die Speicherladepumpe (M02) wird neu in das System eingebunden. Dabei regelt die Speicherladepumpe (M02) die Differenz zwischen Speicherlademassenstrom (G01) und Speicherentlademassenstrom (G02). Jedoch sollte der Speicherlademassenstrom fünf bis zehn Prozent höher sein als der Speicherentlademassenstrom. Zudem ist sicherzustellen, dass der minimale Massenstrom der Kältemaschine nicht unterschritten wird.
Mit der «Null-Durchfluss»-Regelung mittels ifm-Durchflusssensoren entstehen somit zahlreiche Vorteile. Der Verdichter läuft im Teillastbetrieb und die Leistungsregulierung des Verdichters wird voll ausgenutzt. Das bedeutet weniger Energieverbrauch. Durch hohe Eintrittstemperaturen in die Kältemaschine wird der Energieverbrauch zudem minimiert. In der Folge kann der Kältespeicher kleiner dimensioniert werden, was die Investitionskosten senkt. Zusätzliches Einsparpotential ergibt sich dadurch, dass die Speicherladepumpe (M02) im skizzierten Modell (siehe Grafik 2) weniger Energie verbraucht.

Verzicht auf Thermometer
Neben den Durchflusssensoren SM6500 wurden bei der Filiale in Gundeldingen auch die Temperatursensoren TD2237 von ifm eingesetzt. Im Vergleich zu herkömmlichen Temperatursensoren verfügen diese über eine digitale Temperaturanzeige. So kann auf ein zusätzliches Thermometer verzichtet werden. Abgesehen davon, dass die ifm-Sensoren schnell und genau messen, vereinfacht deren digitale Anzeige die Inbetriebnahme und Betriebsoptimierung. Fehler im Kreislauf können sofort erkannt und umgehend behoben werden. Der Erfolg gibt Heimann recht: Mittlerweile hat die HeiVi AG Anlagen bei mehreren Filialen der Basler Kantonalbank, der Cler Bank in St. Gallen sowie für das Labor der Baugewerblichen Berufsschule Zürich nach dem neuen Verfahren ausgerüstet. Immer an Bord: die Sensoren von ifm.

Keyfacts Strömungssensor Typ SM 6500
ifmInline-Durchflusssensor für exaktes Messen von Flüssigkeiten bis 600 l/min.
Hygiene
Auch mit EPDM-Dichtungen für Trinkwasserapplikationen.
Vielseitigkeit
Kompakt, kostengünstig, variabel anwendbar für unterschiedliche Durchflussrichtungen. Mit Durchflussmengen-, Gesamtmengen und Temperaturanzeige.
Präzision
Hohe Gesamtgenauigkeit, helles 4-stelliges LED-Display für optimale Ablesbarkeit, schnelle Ansprechzeit.
Zubehör
Umfangreiches Zubehör für industrielle Anwendungen und Prozessadapter lieferbar.


ifm electronic ag
Altgraben 27
4624 Härkingen
Tel 0800 88 80 33
Fax 0800 88 80 39
info.ch@ifm.com
order.ch@ifm.com (Bestellungen)
www.ifm.com/ch

Mehr Komfort dank guter Fassadendämmung

Der Schlüssel für die Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden ist eine gute Fassadendämmung. Die Investition in eine zeitgemässe Gebäudehülle lohnt sich: Eine energieeffiziente Fassade reduziert den Energieverbrauch, sorgt für ausgeglichene Innentemperaturen und garantiert hohen Wohnkomfort.

Kaum etwas prägt die Optik eines Gebäudes so stark wie seine Fassade. Der Gestaltung sind heute kaum noch Grenzen gesetzt, und die äusserste Schicht der Gebäudehülle gehört schon deshalb zu den wichtigsten Bauteilen eines Hauses. Wer ein neues Haus baut oder ein bestehendes Gebäude saniert, ist jedoch gut beraten, sich nicht nur mit dem zukünftigen Erscheinungsbild seiner Immobilie, sondern auch mit dem Innenlebender Fassade auseinanderzusetzen. Denn die Dämmung beeinflusst massgeblich Energieverbrauch und Wohnkomfort. Sie kann den Heizenergiebedarf des ganzen Gebäudes um bis zu 80 Prozent senken, ist rasch amortisiert und wirkt – sofern sie umsichtig geplant und umgesetzt wird – jahrzehntelang zuverlässig.

FlumrocUnter-der-farbigen-Fassade-dieser-Wohnanlage-in Schaffhausen wurde Flumroc-Steinwolle montiert.

Gut eingepackt
In den meisten Fällen werden Gebäude von aussen gedämmt. Anders als bei einer Innendämmung werden die Dämmflächen nicht durch Böden, Decken oder Trennwände unterbrochen. Das macht nicht nur die Montage einfacher, sondern verhindert auch die Entstehung von Wärmebrücken. Wenn die Fassade aussen gedämmt wird, geht weniger Energie verloren. In der Nacht sinken zudem die Temperaturen im Gebäude langsamer. Von aussen lässt sich die Dämmung einfacher vollflächig anbringen. Ausserdem bietet es sich an, gleichzeitig weitere wärmetechnische Schwachstellen wie die Fenster zu erneuern.

Der richtige Brandschutz
Auch der Brandschutz spielt bei der Fassadendämmung eine wichtige Rolle. Mit der Wahl des richtigen Dämmmaterials kann die Ausbreitung eines Brandes massgeblichein geschränkt werden. Messungen zeigen, dass sich bei einem Gebäudebrand bereits nach rund vier Minuten Temperaturen von über 800 Grad entwickeln. Die Dämmung sollte deshalb feuerresistent sein und einen hohen Schmelzpunkt aufweisen. Wer Steinwolle der Flumroc AG einsetzt, ist auf der sicheren Seite: Steinwolle ist nicht brennbar und hält selbst Temperaturen von über 1000 Grad Celsius stand.

FlumrocSeit-über-60-Jahren-stellt-die-Flumroc-AG-in-Flums-Steinwolle-aus-einheimischem-Gestein-her.

Aus einheimischem Gestein
Bei der Wahl von Dämmprodukten sollte das Augenmerk neben dem Brandverhalten auch der Nachhaltigkeit gelten. Ein Grossteil des verwendeten Gesteins für die Flumroc- Produkte stammt aus der Region, was die Transportwege kurz hält. Ausserdem recycelt Flumroc Produktionsabfälle, Baustellenabschnitte und Steinwolle aus Rückbauten. Hinzu kommt, dass nahezu alle Flumroc-Steinwollprodukte mit dem höchsten Label «ECO-1» zertifiziert sind und sich damit bestens für das Bauen nach Minergie-Eco, für 2000-Watt-Areale sowie auch für den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) eignen.


FLUMROC AG
Industriestrasse 8
8890 Flums
Tel 081 734 11 11
Fax 081 734 12 13
info@flumroc.ch
www.flumroc.ch

Damit die Nest wärme im Vogelhaus bleibt

Unternehmen aller Branchen und jeder Grösse können einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten und Kosten sparen. Gemeinsam mit der act Cleantech Agentur Schweiz setzt beispielsweise auch der Zoo Basel Energieeffizienzmassnahmen um.

Löwen räkeln sich auf beheizten Steinplatten, Pinguine watscheln durch kühle Landschaften und exotische Fische schwimmen durch wohltemperierte Aquarien. Klar – hier ist viel Energie im Spiel: Über sechs Millionen Kilowattstunden pro Jahr braucht es, um den rund 6500 Tieren im Basler Zolli optimale Lebensbedingungen zu schaffen. Damit zählt der bekannte Tiergarten zu den Grossverbrauchern.

Sie sind in den meisten Kantonen gesetzlich verpflichtet, ihre Energieeffizienz zu verbessern. Es ist ein Ziel, das der Zolli als Naturbotschafter ohnehin schon lange anstrebt. Wo immer möglich, ergreifen die Verantwortlichen Massnahmen, um den Energieverbrauch zu senken. Grosses Potenzial act-Energiespezialist Mark Wunderlich analysierte den Basler Zoo gründlich und stellte eine Liste von massgeschneiderten Effizienzmassnahmen zusammen. Die Energieverbrauchsanalyse lieferte den Fachleuten des Zoos wertvolle Anhaltspunkte, wie sich hier und dort schon durch kleine Korrekturen am Betrieb noch mehr Energie sparen liesse – zum Beispiel durch das optimale Einstellen der Lüftungsanlagen. Damit werden die Strom- und Heizungskosten zum Nulltarifgesenkt.

CleantechEinfache Massnahme, grosse Wirkung: Durch eine verbesserte Ausrichtung wandelt die Solaranlage auf dem Elefantenhaus des Basler Zoos noch mehr Sonnenenergie in Warmwasser um.
Foto: act / Bernard van Dierendonck

Auch bei der Erneuerung und Erweiterung seiner Gebäude setzt der Zolli auf Energieeffizienz: Nachdem die Elefanten 2017 eine neue Anlage bezogen, ist nun das Vogelhaus an der Reihe.

«Indem der Zoo bei der Sanierung moderne Materialien und Technik einsetzt », sagt Energiespezialist Wunderlich voraus, «kann er das Vogelhaus künftig deutlich sparsamer betreiben. Und dies unter Erhaltung der historischen Bausubstanz und des Erscheinungsbilds.«

Vorteile dank Zielvereinbarung
Als akkreditierter act-Energiespezialist half Mark Wunderlich dem Zoo, eine Zielvereinbarung mit dem Bund abzuschliessen. Mit einer solchen Vereinbarung verpflichtet sich ein Unternehmen, innerhalb von zehn Jahren eine Reihe von Energiesparmassnahmen umzusetzen. Jedoch nur diejenigen, die sich in absehbarer Zeit amortisieren. Eine Zielvereinbarung lohnt sich in jedem Fall– sowohl wirtschaftlich als auch für die Umwelt. Viele Betriebe erhalten zusätzlich einen Zustupf für Energieanalysen und können sich von der CO2-Abgabe befreien und den Netzzuschlag für Elektrizität (KEV) zurückfordern.

Der Zolli ist durch den Grossverbraucherartikel im Basler Energiegesetz zu einer solchen Zielvereinbarung verpflichtet. Dieselben Möglichkeiten stehen aber auch kleineren Energieverbrauchern auf freiwilliger Basis offen– mit denselben Vorteilen. Energiesparen im Trend Das erfreuliche Resultat der Zusammenarbeit mit dem Basler Zoo ist für Andreas Rothen ein weiterer Beweis dafür, «dass sich Energiesparen für die Firmen schon nach kurzer Zeit auszahlt». Dies gilt nicht nur für Grossverbraucher wie den Zoo, meint der CEO der act Cleantech Agentur Schweiz. Auch in den unzähligen Kleinbetrieben der Schweiz steckt ein enormes Sparpotenzial, das sich wirtschaftlich erschliessen liesse. «Energiesparen ist definitiv in den Köpfen der Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmer
angekommen.»


act Cleantech Agentur Schweiz
Mühlegasse 29
8001 Zürich
Tel 058 750 05 00
info@act-schweiz.ch
www.act-schweiz.ch

Nachhaltige Bauten für Investoren mit Weitblick

Die Schweiz hat sich verpflichtet, in den nächsten 15 Jahren die 17 grossen Sustainable Development Goals (SDG) der Weltgemeinschaft umzusetzen. Dazu kann die Bauwirtschaft einen entscheidenden Beitrag leisten, wenn sie sich jetzt das nötige Knowhow erwirbt. Der Fachkurs Baubiologie vermittelt dieses Wissen für PlanerInnen und HandwerkerInnen umfassend und ganzheitlich.

Eine nachhaltige Bauwirtschaft handelt ökonomisch, sozial und ökologisch verantwortungsvoll. Dieses Ziel wird sowohl von der UNO als auch vom Schweizerischen Bundesrat beharrlich verfolgt. Wie es umgesetzt werden kann, ist allerdings vielen Unternehmern nicht klar. Dass aber Handlungsbedarf besteht, zeigen die Zahlen: Die Baubranche ist für 50% Energieverbrauchs – für Erstellung und Betrieb – verantwortlich. Sie produziert fast 40% der Treibhausgase und 65% der Abfälle. Somit trägt sie auch wesentlich zum Klimawandel und zum hohen Ökologischen Fussabdruck der Schweiz bei. Das Potential, einen Beitrag zur Erreichung der unumgänglichen Nachhaltigkeitsziele zu leisten, ist also gross. Bauunternehmer und Investoren sind gefordert, sich stärker mit einer intelligenten Materialwahl und einer höheren Energieeffizienz im Betrieb und in der Gebäudetechnik auseinanderzusetzen. Planende mit Weitblick streben neben dem ressourcenschonenden Material- und Energieeinsatz eine gute Raumqualität für das Wohlbefinden der Nutzerinnen und Nutzer an. Denn wir alle verbringen 80-90% unseres Lebens in geschlossenen Räumen. Ein gesundes Raumklima zahlt sich auch ökonomisch aus. Nachhaltige Bauten erreichen eine bessere Rendite, fördern die Leistungsfähigkeit bei Arbeitnehmenden und das Wohlbefinden der BewohnerInnen einer Liegenschaft. Eine umfassende nachhaltige Baukunst ist langfristig also ökonomisch, ökologisch und sozial zukunftsfähig. Das Eduqua-zertifizierte Bildungszentrum Baubiologie bietet einen berufsbegleitenden Fachkurs an, der sich an PlanerInnen und HandwerkerInnen richtet. Während 21 Kurstagen vermitteln Fachleute aus der Praxis Wissen zum gesunden und nachhaltigen Bauen. Der Kurs kann innerhalb eines Jahres absolviert und mit dem eidgenössischen Fachausweis „Baubiologe/-in“ abgeschlossen werden (Einstieg jederzeit möglich).


Bildungszentrum Baubiologie
Stephanie Herzog
8045 Zurich
Tel 044 451 01 01
bildungszentrum@baubio.ch
www.baubio.ch

Schneller, günstiger und schöner

Für die energetische Fassadensanierung von acht Mehrfamilienhäusern einer Baugenossenschaft in Riehen ging ein alternativer Lösungsvorschlag ein.

FixitDieser sah vor, den Aerogel-Hochleistungsdämmputz von Fixit einzusetzen und dafür den bestehenden Grundputz zu belassen. Diese Lösung sparte trotz des höheren Materialpreises Kosten, weil sich die ganze Sanierung in nur einer statt der vorgesehenen zwei Etappen durchführen liess. Überzeugend für den Architekten ist aber auch, dass der Hochleistungsdämmputz den Gegensatz von ästhetischen und energetischen Ansprüchen aufhebt. Die Fassaden sehen nach der Sanierung nahezu unverändert aus, der Energieverbrauch hat sich aber halbiert.
Dass solche Lösungen sogar finanzielle Vorteile haben können, zeigt das Beispiel deutlich. Ganz zu schweigen davon, dass die Bewohnerschaft nur rund die Hälfte der ursprünglich veranschlagten Bauzeit erdulden musste.


Fixit AG
Im Schachen 416
5113 Holderbank
Tel 062 887 51 51
Fax 062 887 53 53
info@fixit.ch
www.fixit.ch