Den Vierwaldstättersee anzapfen

Der Vierwaldstättersee birgt grosse Wärme- und Kältereserven. Einen kleinen Teil davon kann man für eine umweltschonende Energieversorgung nutzen. See-Energie eignet sich für Klima-, Kühl- und Heizanlagen von Wohn- und Gewerbegebäuden.

Energie Wasser Luzern investiert in ein See-Energie Projekt in Horw und Kriens. Ab Herbst 2020 wird in 6800 Haushalte ökologisch gekühlt und geheizt. Dafür mussten zwei Leitungen in den See gebohrt werden. Die Firma Schenk AG Heldswil bewerkstelligte dies in Horw mit einer Spülbohrung aus der Baugrube der Energiezentrale in die Bucht hinaus.

Spektakulär war allerdings nicht nur der Transport der Bohrmaschine, sondern auch der Abschluss der Bohrarbeiten. Da das Bohrloch allein 430 m beziehungsweise 460 m lang ist und zusätzlich noch ca. 200 m auf den Seeboden gelegt wurde, mussten die 600 m Kunststoffrohre mit rund 70 Zentimeter Durchmesser auf einmal an ihren Platz gebracht werden. Mit Motorbooten transportierte man das zusammengeschweisste Rohr vor die Bucht in Horw. Auf dem Vierwaldstättersee schwimmend wurde das Kunststoffrohr, von der Baugrube aus, zufriedenstellend ins Bohrloch gezogen.


Schenk AG Heldswil
Neubuch 5
9216 Heldswil
Tel 071 642 37 42
info@schenkag.com
www.schenkag.com

ERDGAS-BIOGAS – FÜR DAS GELINGEN DER ENERGIEWENDE

Die Forschung darüber, wie in Zukunft unser Energiesystem mit 100% erneuerbarer Energie geregelt werden soll, ist in vollem Gange. Unser Gasnetz wird in naher Zukunft zu einem wichtigen Pfeiler zur effizienten Speicherung von Energie, vor allem für die unregelmässig anfallende Sonnen- und Windenergie.

Die Möglichkeit, nicht benötigten Strom in Wasserstoff und über weitere Prozesse in Methan umzuwandeln, eröffnet für die Speicherung interessante Möglichkeiten. Beispielsweise für die thermische Energienutzung in Gebäuden und in der Industrie, in der Mobilität und der Rückwandlung zu Strom. Im Verbund mit dem Stromnetz bietet die Erdgas-Biogas-Infrastruktur noch weitere Möglichkeiten, den Umbau der Energiesysteme zu unterstützen. Mit weiteren 26 Partnern ist auch die Schweiz mit einer neuen Forschungsanlage in Zuchwil in das Projekt STORE&GO des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms «Horizon 2020» eingebunden, das wegweisend auf dem Pfad der Dekarbonisierung sein dürfte. Erdgas ist ein fossiler Brennstoff. In unserem System in der Schweiz wird das Gas nach heutigem Stand mit mindestens 20% klimaneutralem Biogas, bzw. teilweise synthetisch hergestelltem Gas angereichert. Dieser Anteil soll bis 2030 Schritt um Schritt auf mindestens 30% angehoben werden. Auf Wunsch kann aber auch heute bereits 100% Biogas zum Heizen, Autofahren etc. bezogen werden. Heizungen mit Erdgas-Biogas sind in Bezug auf Kosten, Komfort, Platzbedarf und Umweltbelastung in Gas erschlossenen Gebieten eine attraktive Alternative zu anderen Heizsystemen. Bei Sanierungen haben Erdgas geführte Wärmepumpen, Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen, Brennstoffzellen und Erdgasheizungen kombiniert mit Solar beste Voraussetzungen für effiziente, CO2-arme Lösungen. Bei den neuen Gasbrennwertheizungen sind sowohl die Wirkungsgrade als auch die Emissionswerte weiter optimiert worden. Zudem eignen sich die neuen Gasheizungen dank den hohen Modulationsraten ideal für bivalente Heizsysteme. Konkrete Beispiele sind die Hybridbox® – Energiezentrale, das Hybridsystem «Oenovia-Gas» und der MatriX-Brenner für unterschiedliche Gasqualitäten die hier kurz vorgestellt sind.

Hybridbox® – Energiezentrale mit BHKW und Wärmepumpe
Mit der mehrfach patentierten Hybridbox®, einer innovativen und effizienten Energiezentrale, ist die Abdeckung des Wärmebedarfs für Heizen, Warmwasser auch mit hohen Vorlauftemperaturen und sogar eine allfällige Gebäudekühlung oder Abwärmenutzung mit einer einzigen Anlage möglich. Gleichzeitig kann dabei die Vernetzung mit eigener Stromproduktion, Strombezug bis zur Rücklieferung ins Netz realisiert werden. Die eingebaute, spezielle Sole / Wasser-Wärmepumpe deckt den Grundbedarf zur Beheizung oder zur Produktion von Prozesswärme ab und im Bedarfsfall produziert das optimierte BHKW mittels Erdgas oder Biogas zusätzlich Strom und Wärme. Die Wärme kann für das Heizen des Gebäudes oder für Prozessenergie eingesetzt werden. Der BHKW-Strom kann sowohl zum Betrieb der Wärmepumpe als auch zur Deckung des Eigenstrombedarfs genutzt werden. Das Ziel ist eine 100-prozentige Eigenstromnutzung. Zusätzlich kann die Hybridbox® im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden. Jahres-Gesamtwirkungsgrad über 150%. Reduziert CO2-Emissionen um über 50%. Hohe Vorlauftemperaturen bis 80 °C. Energiemanagement für das ganze Gebäude.

Die Entwicklung der Hybridbox wurde unterstützt durch «Umweltarena Schweiz» und «Klimastiftung Schweiz». Weitere Informationen: www.hybridbox.com

Hybridsystem «Oenovia-Gas» mit Gasheizung und Wärmepumpe
Das Oertli Hybridsystem «Oenovia-Gas» kombiniert Wärmepumpe, Gaskessel und Warmwassererwärmer. Das Hybridsystem eignet sich, wenn eine Heizung oder ein Warmwasserboiler ersetzt werden muss oder wenn eine Wärmepumpe alleine nicht ausreicht. Das Hybridsystem «Oenovia-Gas» erfüllt die MuKEn-Anforderungen (Standardlösung 10). Das System lässt sich sowohl bi- als auch monovalent betreiben. Dadurch wird nur ein kleiner Speicher benötigt. Gesteuert wird das System über eine zentrale Regelung. Im «Oenovia-Gas»-System ist auch ein Warmwassererwärmer mit 177 Litern Inhalt integriert, der von beiden Wärmeerzeugern unabhängig bedient werden kann. Mit der Gasbrennwertheizung lassen sich problemlos hohe Temperaturen (>60 °C) ohne elektrische Zusatzheizung erzielen, um periodisch eine vor Legionellen schützende Aufheizung zu gewährleisten. Weitere Informationen: www.meiertobler.ch/de/Oertli-Hybridsystem-Oenovia-Gas

MatriX-Brenner für unterschiedliche Gasqualitäten
Der Gas-Brennwertkessel Vitocrossal (Typ CIB) Mit dem MatriX-Zylinderbrenner von Viessmann ermöglicht den Betrieb mit unterschiedlichen Gasqualitäten. Durch das Lambda Pro Control System ist Viessmann bereits auf deutlich höhere Wasserstoffkonzentrationen im Erdgas vorbereitet. Das System garantiert eine gleichbleibend hohe und effiziente Verbrennungsqualität mit geringsten Emissionen. Das Gas-Brennwertgerät Vitocrossal zeichnet sich durch eine hohe Modulationsrate von 1:5 aus. Das bedeutet weniger An- / Aus-Schaltungen und eine höhere Effizienz. Weitere Informationen: www.viessmann.ch

Die Gasverbund Mittelland AG (GVM)

Kurt Schmidlin, Leiter Marketing, Vertrieb und Kommunikation

Kurt Schmidlin, Leiter Marketing, Vertrieb und Kommunikation

ist eine überregionale Erdgasversorgerin der Schweiz. Sie beschafft und transportiert Erdgas im Sinn einer Bündelung zu bestmöglichen Konditionen im Auftrag der ihr angeschlossenen 15 Lokalversorger und ihrer Direktkunden im Mittelland sowie in der Nordwestschweiz. Dazu betreibt die GVM einen eigenes Hochdrucknetz mit Übergabestationen.


GVM Gasverbund Mittelland AG
Untertalweg 32
4144 Arlesheim
Tel 061 706 33 33
info@gvm-ag.ch
www.gvm-ag.ch

Neues Bettenhaus auf der Barmelweid

Das neue Bettenhaus der Klinik und Pflegezentrum Barmelweid fügt sich schlank und geschwungen in die Landschaft ein. 66 moderne und helle Zimmer auf 3 Stockwerken mit 110 Betten stehen ab 2018 den Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Im Gebäude wird auch ein neues Restaurant mit Gartenterrasse integriert. Es entstehen 150 neue Arbeitsplätze.

Dieser neue Trakt wird in das moderne Energie-System der Klinik eingebunden. Die neue Energiezentrale ist das Herzstück für die nachhaltige Energieerzeugung. Wärmepumpen, die von 68 GEROtherm® Erdwärmesonden gespeist werden und eine Holzschnitzelheizung erzeugen die Wärme für die Klinik. Diese bewährte, umweltfreundliche und nachhaltige Energiegewinnung gibt dem funktionalen und modernen Neubau einen zusätzlichen Mehrwert.

HakaGerodurAuf zwei verschiedenen Bohrfeldern wurden im Gelände 68 Stück GEROtherm® Erdwärmesonden unterschiedlicher Typen mit Längen von 230 bis 280 m abgeteuft. Die spezielle geologische Beschaffenheit des Untergrundes erforderte druckfeste Erdwärmesonden für Bohrtiefen bis zu 280 m. 26 Stück GEROtherm® Flux Erdwärmesonden, die für tiefe Bohrungen entwickelt wurden und 42 Stück GEROtherm® PN20 Erdwärmesonden sind für dieses Projekt abgeteuft worden. Die für Erdwärmesondenbohrungen spezialisierte Firma Geotherm AG war mit ausgesuchtem Bohrgerät vor Ort und hat die Bohrungen fachmännisch ausgeführt. Die kalten und windigen Wettertage mit zum Teil Schneefällen war eine weitere Herausforderung, die gut gemeistert wurde. Diese harten Bedingungen stellten an Mensch, Maschinen und Material höchste Anforderungen. Im Anschluss an die Abteufung wurden die Bohrlöcher mit einem hydraulischen Spezialbinder, der natürliche Rohstoffe wie Ton und Bentonit enthält, hinterfüllt. Jede Erdwärmesonde wurde mittels eines speziell für Erdwärmesonden-Anlagen entwickelten, digitalen Messgeräts für Druck- und Durchflussprüfungen (nach SIA 384 / 6) geprüft und protokolliert.

HakaGerodurMit den Erdwärmesonden GEROtherm® FLUX wird Energie gespart. Gleichzeitig können grössere Tiefen wirtschaftlich erschlossen werden. Zusätzlich wird die Sicherheit und Langlebigkeit der Erdwärmesonden erhöht. Verteilerschächte und SAVE Sammler und Verteiler, die individuell auf die technischen Bedürfnisse von Grossanlagen abgestimmt wurden, ergänzen die Anlage optimal. Die beiden Sondenfelder werden mit den Verbindungsleitungen zu zwei erdverlegten Kunststoffschächten geführt. In den Schächten eingebaut sind Vor- und Rücklaufverteiler aus Kunststoff, die speziell für diese Anlage massgefertigt wurden. Die Samler/Verteiler SAVE 250 mit 33 resp. 42 Anschlüssen d50 mm sind das Herz der Anlage. Diese sind ausgerüstet mit Kugel-Absperrhahnen aus Kunststoff, Füll- und Entleerhahn sowie regulierbaren Durchflussregulierventilen. So kann jede Erdsonde optimal in den Sondenverbund eingebunden werden und ihre beste Leistung erzielen.

HakaGerodur

Eingesetzte Produkte:

  • 15 GEROtherm® Erdwärmesonden PN 20 SDR 9, aus PE 100-RC, de40 mm, Länge 230 m
  • 27 GEROtherm® Erdwärmesonden PN 20 SDR 9, aus PE 100-RC, de40 mm, Länge 240 m
  • 24 GEROtherm® Erdwärmesonden FLUX bis PN32, aus PE 100-RC, de43 mm, Länge 250 m
  • 2 GEROtherm® Erdwärmesonden FLUX bis PN32, aus PE 100-RC, de40 mm,Länge 280 m
  • 68 Injektionsrohre PE-HD de32 , Länge 230 bis 280 m
  • 68 Gewichte EWS UL40 24 kg Schacht Typ 4 Feld Ost mit 33 Anschlüsse, inkl. Reserveanschlüsse
  • 1 Spezial Sammler/Verteiler SAVE de 250 mm, mit je 33 Abgängen de50 mm mit Kunststoffkugelhahn für den Vor- und Bypass-Setter im Rücklauf
  • Schacht Typ 4 Feld West mit 42 Anschlüsse, inkl. Reserveanschlüsse
  • 1 Spezial Sammler/Verteiler SAVE de 250 mm, mit je 42 Abgängen de50 mm mit Kunststoffkugelhahn für den Vor- und Bypass-Setter im Rücklauf


HakaGerodur AG
Mooswiesstr. 67
9201 Gossau SG
Tel 055 293 25 29
Fax 071 388 94 94
info@hakagerodur.ch
www.hakagerodur.ch