Minigärten – Gärtnern auf kleinstem Raum

Nicht jeder ist mit einem Garten oder einer grossen Terrasse gesegnet, und doch sehnen sich die meisten von uns nach einer kleinen grünen Oase. Da kommt der aktuelle Trend der Minigärten genau richtig. Denn Pflanzen tragen erheblich zu einer positiven Stimmung bei und verbessern aktiv das Raumklima. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Leitfaden geben, was beim Kreieren Ihres kleinen Paradieses zu beachten ist.

Nadja LeemannGrundsätzlich ist jedes Gefäss, ob aus Holz, Keramik oder Glas, ja sogar ein alter Koffer oder Ähnliches als Basis für den Minigarten geeignet. Das Internet ist voll von lustigen, stilvollen, überraschenden oder romantischen Inspirationen für Ihren neuen Garten.

Nadja LeemannMini-Pflanzen
Passende Grünpflanzen finden Sie auch in immer grösserer Auswahl in den verschiedenen Gartengeschäften und bei Floristen, halten Sie die Augen offen, Sie werden überrascht sein, was alles schon in Mini-Format zu bekommen ist. Beachten Sie, dass die Wahl der Pflanzen viel am Stil des Minigartens ausmacht, so können zum Beispiel Tannen oder Kiefern bei einer ländlichen Gestaltung passen, dagegen aber eine modern wirkende XXS-Gartenwelt mit Sukkulenten ergänzt werden. Am besten lassen Sie sich für Ihr neues Miniprojekt vor Ort inspirieren.

Naturalien
Halten Sie doch auf Ihrem nächsten Waldspaziergang etwas die Augen auf nach spannenden Baumrinden, Moosen oder Ästen. Vorsicht: In Naturschutzgebieten ist Sammeln aber nicht erlaubt! Natürlich erhalten Sie entsprechende Rohstoffe aber auch beim Floristen oder in Bastelläden.

Nadja LeemannMiniaturmöbel und Miniaturfiguren
Für jeden Wunsch gibt es passende Dekoelemente, von Liegen für Strandlandschaften über Minigrills oder kleine Fahrräder bis hin zu Schaukeln und Lauben, alles ist erhältlich. Sie haben die Qual der Wahl. Dasselbe gilt auch für Miniaturfiguren, Tiere wie Füchse, Rehe oder Schafe, wie natürlich auch menschliche Figuren eine Bereicherung für Ihren Minigarten sein können, ganz wie es Ihnen gefällt und es zum gewählten Thema passt.
Natürlich sind die Minigärten auch eine tolle Idee als Geschenk, wann haben Sie schon sonst die Möglichkeit, jemandem ein ganzes Paradies zu schenken?

Text und Bilder von Nadja Leemann


Nadja Leemann, Journalistin Gewerbeunion AG

Im Land der 1000 Rosensorten – Das Landhaus Ettenbühl

30 Minuten von Basel entfernt befindet sich das Landhaus Ettenbühl mit seinen wundervollen Gärten und seiner
berühmten Gärtnerei.

Wer schon immer vom nahezu perfekten Garten träumte, sollte unbedingt das Landhaus Ettenbühl in Bad Bellingen besuchen. Im wunderschönen 5 Hektar grossen Landschaftsgarten im englischen Stil befinden sich 26 Themengärten von herausragender Gestaltung und Qualität – wahre Traumgärten. Ob in den Rosengärten oder an den Teichen, es gibt viele Möglichkeiten zum angenehmen Verweilen. Das grösste Hainbuchenlabyrinth Süddeutschlands ist ein unglaubliches Erlebnis für die ganze Familie, und den Weg wieder nach draussen zu finden, kann schon eine Weile dauern.

EttenbühlFest der tausend Rosen
Das alljährlich stattfindende Rosenfest ist ein Fest der Superlative für jeden Rosenliebhaber! Neben den über 1000 verschiedenen Rosensorten stehen auch unzählige Staudenarten zum Verkauf, zudem laden Festzelt und Musik zum Verweilen ein.

EttenbühlEnglish Gardening School
Sie bietet ihren Besuchern seit nunmehr 20 Jahren die Möglichkeit, die Kunst des Gärtnerns, vornehmlich des englischen Gärtnerns, zu erlernen. Zum Jubiläumsjahr 2019 wird der bekannte englische Rosenzüchter und Mitbegründer der Gardening School, John Scarman, auch wieder einige Kurse halten.

EttenbühlHotel und Restaurant
Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Landhaus mit Bed and Breakfast. Die stilvoll eingerichteten und im Kolonialstil gehaltenen Zimmer sind sehr gross und mit exklusiven Stoffen ausgestattet. Selbstverständlich findet man in den Zimmern auch Tee und diverse kleine Überraschungen. Das Restaurant bietet eine grosse Auswahl an regionalen Gerichten sowie Kuchen, Torten und die Classic English Teatime wird hier auch zele briert. Das Landhaus Ettenbühl eignet sich darüber hinaus für Seminare und Hochzeiten. Im Shop finden Sie zudem viele kleine Köstlichkeiten, Geschirr, Gartengeräte und vieles mehr.
Bericht: Daniel Frei


Landhaus Ettenbühl
Gisela Seidel / Stefanie Körner
Hof Ettenbühl
79415 Bad Bellingen
Tel +49 7635 827970
info@landhaus-ettenbuehl.de
www.landhaus-ettenbuehl.de

Gartentipps von Maryna

DanielelarosaSie haben wahrscheinlich von Konfitüren und Gelées aus rosaroten Blütenblättern gehört oder diese sogar schon probiert. Rosen sind warhrhaftig ein Nährstofflager. Schon in alten Zeiten verwendeten Heiler Extrakte und Essenzen aus rosaroten Blütenblättern zur Behandlung von Nervenkrankheiten, Zahnfleischbluten, Verdauungsstörungen, Magengeschwüren, HNO-Erkrankungen, um die Immunität zu verbessern. Doch nicht nur die heilenden Eigenschaften der Rose sind uns bekannt. Leidenschaft und romantische Gefühle kann sie ebenfalls entfachen, denn eine Rose – eine einzigartige Blume, die sich unter anderem durch ihren wahrhaft königlichen Glanz auszeichnet, galt schon immer als Symbol der Liebe. Deshalb wird der erste Gang mit Blütenblättern der Rose bestreut, so wie das Bett der Liebenden, schmücken ihre Flitterwochen und Wohnungen. Im Anschluss finden Sie mein Lieblingsrezept mit Rosen.

Geniessen Sie ein köstliches Rosengeléerezept:

Zutaten:
100 g Rosenblätter
1 kg Zucker
1 Schluck Wasser
2 EL Zitronensaft
Zubereitung:


    Zubereitung:
  • Fügen Sie Zucker zum Wasser hinzu, lassen Sie das Gemisch kochen und geben dann die Rosenblätter in den Zuckersirup.
  • Den Sirup wieder zum Kochen bringen und 12 Stunden ziehen lassen.
  • Wenn diese Zeit um ist, bringen Sie den Sirup mit den Rosenblättern wieder zum Kochen. Entfernen Sie den Schaum und kochen den Sirup für 25 Minuten unter gelegentlichem Rühren ein weiteres Mal auf.
  • Danach lassen Sie den Sirup eindicken.
  • Damit der Sirup eine hellere Farbe erhält, fügen Sie den Zitronensaft hinzu. Kochen Sie ihn für weitere 3 Minuten und giessen ihn dann in die fürs Gelée vorbereiteten, sterilisierten Gläser und stellen sie zum Abkühlen auf den Kopf
Tipps von Maryna, Gewerbeunion AG

Tessinerpalme (Trachycarpus fortunei) – worauf man achten muss

Palmen bringen südländisches Flair und sind eine Bereicherung für jeden Garten.

Die beliebte Chinesische Hanfpalme, auch Tessinerpalme genannt, hat sich dabei als besonders robust gezeigt und ist auch nicht extrem kälteanfällig. Die Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) ist in den Alpenländern sehr beliebt, es handelt sich dabei um einen Neophyten, der zur Unterfamilie Coryphoideae der Familie der Palmengewächse gehört. In der Schweiz wurde die Tessinerpalme ursprünglich gezüchtet und gepflanzt. Sie gehört allerdings zu den invasiven Arten, da sie einheimische Bäume bedrängt.
Die Tessinerpalme kann eine maximale Höhe von 12 bis 18 Metern erreichen. Kleine Palmen sind am Stamm und später in der Krone mit braunen Fasern bedeckt. Ab einer Höhe von 1 Meter erscheinen im Frühling männliche oder weibliche Blüten.
Die Tessinerpalme gilt heute als Zierpflanze und ist die am weitesten verbreitete Palmenart in ganz Europa. Ihre Beliebtheit verdankt sie dabei vor allem ihrem robusten Wesen und ihrem wunderschönen Aussehen. Ihre Blattkrone kann aus 50 oder mehr Fächern bestehen, dabei sollte man die abgestorbenen Fächer regelmässig entfernen, da diese sonst ein Leben lang an der Palme verbleiben. Die Tessinerpaleme ist eine ziemlich variable Pflanze und verfügt über ein grosses geografisches Verbreitungsgebiet mit zahlreichen lokalen Unterschieden, andererseits zeigt diese Pflanze auch eine beträchtliche Varianz je nach den Umständen, unter denen sie kultiviertwird.
Damit Ihre Tessinerpalme so schnell wie möglich wächst, empfiehlt es sich, die Palme an einem Ort einzupflanzen, auf den Licht von oben herabscheint. Palmen, welche den ganzen Tag dem Sonnenschein ausgesetzt sind oder Schatten, wachsen eher langsamer, auch das Abschneiden der untersten Blätter im Frühling kann zum Wachstum beitragen.

DanielelarosaBlüte
Die männlichen Blüten wachsen zunächst aufrecht, dann deutlich gekrümmt und schliess lich nach unten hängend. Sie sind 70 bis 90cm lang, zur Hälfte aus einem dicken Stiel bestehend, rispenförmig, pyramidenförmig, mit drei bis vier Hauptverzweigungen. Nach der Blüte verwelken sie und trocknen aus, ohne abzufallen, sodass man an intakten Pflanzen häufig die Überreste der Blütenstände vergangener Jahre finden kann. Die weiblichen Blütenstände sind den männlichen sehr ähnlich und fleischig. Während der Blüte sind sie gespreizt, später nach dem Reifen der Früchte nach unten gebogen.

Winter
Auch wenn Tessinerpalmen Kälte und Frost vertragen, so ist es dennoch sehr empfehlenswert, die Palmen zu verpacken. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Fächer, sondern auch den Stamm zu verpacken. Tannenzweige am Boden verhindern zudem, dass die Wurzeln erfrieren, ansonsten ist in einem strengen Winter mit Verlusten zu rechnen.


Bericht Daniel Frei, Gewerbeunion AG

Frühlingsblumen – Vorboten des kommenden Frühjahrs

Frühlingsblumen sind nicht nur besonders schön, sondern auch Vorboten wärmer werdender Temperaturen, obwohl noch kalt und manchmal auch schneebedeckt, blühen sie in voller Pracht. Der Grund, dass es Blumen gibt, welche bereits so früh blühen, liegt an der mangelnden Konkurrenz von potentiellen Bestäubern. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen einige Frühblüher näher vorstellen, einige sehr bekannte und einige wohl eher weniger bekannte. Wir sind sicher dass einige der Informationen auch für Gartenkenner neu sind.

DanielelaRosaDer Krokus
Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewächse. Die bekannten 235 Krokusarten stammen vornehmlich aus dem Orient, sind aber teilweise auch aus Europa. Die weltweit verbreitete Art gehört zu den Frühblühern und gilt als eine der populärsten Zierpflanzen. Einige Arten blühen bereits im Herbst und bilden die Früchte im darauffolgenden Frühjahr. Der wirtschaftlich bedeutendste Krokus ist der Crocus sativus, welcher für die Produktion von Safran verantwortlich ist.

DanielelaRosaSchneeglöckchen
Die Schneeglöckchen (Galanthus) gehören in eine Pflanzengattung innerhalb der Amaryllisgewächse. Die etwa 20 Arten kommen von Mittel-, Südeuropa bis Vorderasien und dem Kaukasus vor. Sie gehören zu Blütenpflanzen des Vorfrühlings, dabei haben 3 Arten ihre Blütezeit bereits im Herbst. Einige Arten treten auch verwildert auf, das Hauptverbreitungsgebiet der Schneeglöckchen liegt in den Ländern rund um das Schwarze Meer. Schneeglöckchen sind krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden Zwiebeln als Überdauerungsorgane. Die Pflanze gilt als sehr robust und verträgt Kälte problemlos. Da der Stängel nach der Fruchtbildung schlaff auf den Boden fällt, können Ameisen an die Samen kommen. Sie haben eine Vorliebe für den am Samen festgewachsenen Nährkörper und tragen die Samen zu ihrem Bau. Unterwegs fressen sie meist den Nährkörper auf und lassen den eigentlichen Samen liegen. So tragen sie zur weiten Ausbreitung des Schneeglöckchens bei.

DanielelaRosaTulpen
Tulpen gehören zu den Liliengewächsen; die etwa 150 verschiedenen Arten sind in Europa Asien und Nordamerika verbreitet. Die Tulpe wird vor allem in Parks und Gärten und als Schnittblume verwendet. Ihr Name geht auf die persische Sprache zurück und bezeichnete ursprünglich einen Turban. Je nach Zuchtform variieren die Blütenfarben von weiss, gelb, orange, rosa, rot bis blau und sogar schwarz. Die Blüten stehen meist einzeln und endständig oder in Blütenständen. Die gelegentlich zu sehenden gestreiften oder gefleckten Blüten gehen häufig auf ein Mosaik zurück, welches in Holland zum sogenannten Tulpenfieber führte, dem eigentlich ersten Börsencrash, da die vorher unglaublich teuren Knollen auf einen Schlag faktisch wertlos waren. Die meisten Tulpen stammen aus den Niederlanden, welche nicht nur grösster Produzent weltweit sind, sondern auch für die Züchtung der meisten Sorten verantwortlich sind. Tulpen sind zudem geniessbar und wurden im Kriegswinter 44/45 in den Niederlanden als Nahrungsergänzung genutzt. Unsere Ziertulpen entstammen aus Wildtulpen und wurden als Gartentulpen gezüchtet. Innerhalb von 400 Jahren sind mehrere Tausend Züchtungen aus den Wildtulpen entstanden.

DanielelaRosaHyazinthen
Die Hyazinthen (Hyacinthus) gehören zu der Gattung der Spargelgewächse. Die Gattung besteht aus drei verschiedenen Arten, die im Frühjahr blühen. Ihre Heimat befindet sich im Orient. Die Hyazinthe wurde bereits im 16. Jahrhundert als Zierpflanze in Europa eingeführt. Intensive Kreuzungen seit dem 18 Jahrhundert ermöglichten unzählige Variationen der Hyazinthe. Die kurz gestielten Blüten sind zwittrig, dreizählig und duften durchdringend süss. Die Blütezeit reicht von März bis April.

DanielelaRosaNarzissen (Osterglocken)
Die Narzissen (Narcissus) bilden eine Untergruppe der Amaryllisgewächse. Der natürliche Verbreitungsschwerpunkt der so genannten Osterglocken erstreckt sich über Europa und Nordwestafrika. Innerhalb der Gattung der Narzissen unterscheidet man zwischen 52 und 85 verschiedenen Arten und Hybriden. Bekannt wurden Narzissen von 1560 bis 1620, als sie gemeinsam mit Tulpen und Hyazinthen in die Gartenkultur gelangten. Heute gibt es mehr als 24 000 Kulturformen. Im Spätwinter und Frühjahr gehören Narzissen zu den wichtigsten Pflanzen des Blumenhandels. Der Name Narzisse stammt aus dem Griechischen. Ovid hatte in seinen Metamorphosen die Sage von Narkissos geschildert und dabei die Pflanze so eindeutig beschrieben, dass es sich zweifelsfrei um die heute als Narzissen bezeichneten Pflanzen handelte. Narzissen-Arten sind ausdauernde Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen von 5 bis 80 Zentimetern erreichen können. Aus befruchteten Blüten entwickeln sich dreikammerige Früchte mit zahlreichen Samen, welche durch Wind und Tiere verstreut werden. Narzissen bevorzugen saure Böden oder kalkhaltige, sowie helle Flächen, die wildwachsende Osterglocke schätzt dagegen kalkarme, lichte Standorte auf Bergwiesen oder im Mischwald.

DanielelaRosaSumpfdotterblume
Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris), stammt aus der Gattung der Dotterblumen. Die Sumpfdotterblume ist eine sommergrüne, ausdauernde Wasserpflanze, die je nach Standort Wuchshöhen zwischen 15 und 60 Zentimetern erreicht. Die Blüten erscheinen schon ab März am Ende des Erstfrühlings und blühen je nach Standort bis April oder Juni. Gelegentlich kommt es im Zeitraum von Juli bis Oktober zu einer schwächeren Zweitblüte. Die einfachen Schalenblüten sind aufgrund von Karotinoiden glänzend goldgelb, selbst bei Regen sind die Blüten geöffnet und füllen sich mit Wasser. Die Sumpfdotterblume ist in Europa, dem gemässigten und nördlichen Asien sowie dem nördlichen und arktischen Amerika weitverbreitet Die Sumpfdotterblume wächst in Sumpfwiesen, an Quellen, Bächen und Gräben, ist in der Wildnis weit verbreitet aber auch ideal in Biotopen und Fischteichen zu halten.


Bericht: Daniel Frei, Gewerbeunion AG