PEG und BIM gehören zusammen

Seit Jahren führt der energie-cluster.ch erfolgreich Kurse zum Thema Plusenergie-Gebäude (PEG) durch. In einem neuen, modular aufgebauten Zweitageskurs integriert er BIM (Building Information Modeling) in der Umsetzung anhand von konkreten Beispielen zur PEGPlanung, -Umsetzung und -Bewirtschaftung. Das macht Sinn. Ein Plusenergie-Gebäude produziert mehr Energie, als es über das Jahr gerechnet für seinen Betrieb benötigt. Der Zweitageskurs zeigt, dass das dieses ökonomisch wie ökologisch Sinn macht, ohne viel Mehraufwand zu erreichen ist und sogar Ertrag abwirft. Eine gute Dämmung, eine effiziente Haustechnik sowie eine Energieproduktion und -speicherung (z. B. Photovoltaik / Solarthermie) sind Schlüsselkomponenten. Am ersten Kurstag befassen sich ausgewiesene Experten aus Architektur, Wirtschaft, Forschung und Entwicklung mit den Komponenten des PEG. Sie zeigen, wie es sich im Rahmen der bekannten Energieeffizienz-Standards wie MuKEn, Minergie, GEAK und dem Merkblatt SIA 2031 positioniert. Beispiele gelungener Plusenergie-Gebäude werden vorgestellt und erläutert. Der energie-cluster.ch stellt auch sein Berechnungstool zur wirtschaftlich optimierten Bau- und Sanierungsweise vor, mit welchem die Rentabilität der Sanierungsmassnahmen berechnet und verglichen werden kann. Der zweite Kurstag ist BIM gewidmet, dem digitalen Planen, Bauen und Bewirtschaften von Liegenschaften mittels eines digitalen 3D-Modells. Die Vorteile der Kombination von BIM und PEG, liegen auf der Hand. Die Gesamtoptimierung von komplexeren Neubau- oder Sanierungs-Projekten, wie Mehrfamilienhäuser, Dienstleistungs- oder Gewerbebauten ist möglich: Die Methode erfasst sie umfassend, aktive wie passive Komponenten lassen sich einzeln in ihrer Wirkung auf das Gesamte prüfen und überwachen, eine schnell greifbare Sammlung von Daten und Messwerten kann in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit dargestellt werden – für das «bilanziertaugliche» PEG gibt es kein besseres Hilfsmittel! Erfahrene BIM-Pioniere vermitteln den Kursteilnehmenden das Potenzial, welches das digitale 3D-Modell für die PEGPlanung und -Bewirtschaftung besitzt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Modellprüfungs- Software «Solibri» geschenkt: Anhand eines konkreten Projektes wird seine Funktionsweise erklärt. Anschliessend haben die Teilnehmenden anhand eines Übungsblocks Gelegenheit, die empfangenen Informationen zu verarbeiten. Der Kurs ist modular aufgebaut und kann tagesweise gebucht werden. Es lohnt sich, PEG und BIM im Zusammenhang buchen und die Chancen der Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung zu erkennen, welche sich bietet. Wie bei allen Kursen des energie-cluster.ch bieten Diskussionsrunden, Pausen und Tischmessen mit erfahrenen Anbietern auf dem Gebiet PEG und BIM Gelegenheit zum Austausch, für das Networking und für kritische Rückmeldungen. Eine Teilnahme ist gut investierte Zeit!


Energie-Cluster.ch
Gutenbergstrasse 21
3011 Bern
Tel 031 381 24 80
sekretariat@energie-cluster.ch
www.energie-cluster.ch

Dämmen ohne ästhetische Einbusse

Wie dämmt man einen Sichtbetonbau, ohne ihn zu verunstalten? Ein auf der Innenseite aufgebrachter Hochleistungsdämmputz löste das Problem. Die bloss fünf Zentimeter starke Dämmschicht braucht wenig Raum und dämmt das Gebäude doch zuverlässig, wie Infrarotaufnahmen klar belegen.

Ein vor rund fünfzig Jahren in Küssnacht am Rigi erstelltes Wohnhaus wurde im Jahr 2016 grundlegend saniert und um ein Geschoss aufgestockt. Der Altbau verfügt über eine ästhetisch und architektonisch höchst ansprechende Fassade aus Sichtbeton mit in Chromstahlrahmen gefassten Fenstern, die in bauphysikalischer Hinsicht jedoch einen groben Mangel aufwies: Auf der ebenfalls in Sichtbeton gehaltenen Innenseite der komplett ungedämmten Aussenwände zeigten sich starke Schimmelbildungen. Eine thermische Verbesserung der Situation war damit nur schon aus wohnhygienischen Gründen zwingender Bestandteil der Instandsetzung. Die Sichtbetonfassade retten Rein unter dem Aspekt der Bauphysik hätte die einfachste Lösung darin bestanden, eine Aussenwärmedämmung anzubringen, doch hätte diese den Charakter des Wohnhauses vollständig verändert und richtiggehend trivialisiert.

„Es wäre mehr als schade gewesen um die Sichtbetonfassade mit ihrem für die Bauzeit typischen Schalungsbild“, meint der Küssnachter Architekt Thomas Suter, der den Umbau plante und leitete. „Wir fühlten uns verpflichtet, das qualitativ hochwertige Erbe zu bewahren“, führt er weiter aus.

Damit kam nur eine Innendämmung infrage. Hier war zumindest nicht mit einem ästhetischen Verlust zu rechnen, denn die Wände waren nicht nur bis zur Vollflächigkeit verschimmelt, sondern über die Jahre auch mehrfach und in verschiedenen Farben gestrichen worden. Doch die Dämmung auf der Innenseite ist in der Ausführung komplizierter, reduziert den Wohnraum und kann zu tiefen Fensternischen führen und allenfalls die bauphysikalische Situation noch verschlimmern. Daher ist es von grosser Bedeutung, ihre Materialstärke so weit wie möglich zu minimieren. Thomas Suter sah eine diesbezügliche Lösung mit dem Verwenden des seit wenigen Jahren verfügbaren Aerogel-Hochleistungsdämmputzes. Dieser Dämmputz bietet dank seines extrem porösen Aufbaus hervorragende Dämmwerte und macht damit deutlich geringere Materialaufträge möglich.


Fixit AG
Im Schachen 416
5113 Holderbank
Tel 062 887 51 51
Fax 062 887 53 53
info@fixit.ch
www.fixit.ch

Videobasierte Branderkennung

Brandfrüherkennung: Risikogerechte und zuverlässige Brandfrüherkennung erfordert beim Einsatz in komplexen öffentlichen und industriellen Bereichen neben einer umsichtigen Planung auch geeignete technische Lösungen. Die videobasierte Brandmeldetechnik ist hierfür eine vielversprechende Option.
Roger Gorlero

Der Einsatzort und die Umgebungsbedingungen eines zu schützenden öffentlichen Gebäudes bzw. einer Industrieanlage können in manchen Fällen konträr zu den in den Leistungsbeschreibungen vermerkten Einsatzbedingungen herkömmlicher Brandmeldeprodukte und –anwendungen stehen. Erhöhte Ausfallraten, Störungen oder zusätzliche Instandhaltungsmassnahmen würden in solchen Fällen die Wirksamkeit der technischen Lösung einschränken. Hinzu kommt bei der Risikobetrachtung die Organisation einsatztechnischer Massnahmen, die in vielen Fällen weitere Technologien erfordert.

Die meisten Gebäude haben grosse Flächen und hohe Decken und verfügen daher über ein riesiges Luftvolumen. Diese anspruchsvollen Umgebungsbedingungen stellen die Planer bei Anwendungen herkömmlicher Brandmeldesystemen vor besondere Herausforderungen. Um diesen komplexen Objekten besser gerecht zu werden, wird vermehrt hochspezialisierte videobasierte Brandmeldetechnik zur Früherkennung eingesetzt, denn je früher ein Feuer erkannt wird, desto schneller kann es bekämpft werden und desto geringer ist letztlich der Schaden. Daher geniesst die Brandfrüherkennung bei nahezu jeder Gebäudeplanung hohe Priorität.

Videobasierte Branderkennung eignet sich besonders für Brandfrüherkennung in Bereichen mit grossflächigen Räumen mit entsprechender Dimensionierung und Raumhöhe. Beispielsweise in Flugzeughallen, Produktionsstätten oder Lagerhäusern sowie in Bereichen mit hohem Publikumsverkehr wie in Einkaufszentren, hohen Hotellobbies und repräsentativen Verwaltungsgebäuden. Denn hier können konventionelle Rauchmelder eine Brandfrüherkennung nicht immer in vollem Umfang gewährleisten, da sie in vielen Fällen nur weit vom möglichen Brandherd entfernt montiert werden können. Bis entstehender Rauch die Melder erreicht, vergeht eine zu lange Zeitspanne. Zudem kann sich der Rauch wegen des grossen Volumens dieser Gebäude sowie den vorhandenen Luftströmungen stark verdünnen und verteilen. Videobasierte Branderkennung ist daher eine zuverlässige Ergänzung für Anwendungen, in denen herkömmliche Lösungen keine zufriedenstellenden Ergebnisse erwarten lassen, oder für die es sonst keine Lösung gibt. In diesem Jahr erhielt die videobasierte Branderkennung AVIOTEC von Bosch nun bereits die fünfte Auszeichnung im Rahmen der FeuerTRUTZ 2017. Mit AVIOTEC bietet Bosch Sicherheitssysteme eine überzeugende Lösung für die zuverlässige Brandfrüherkennung im Innenbereich von kritischen öffentlichen sowie industriellen Anwendungen.


Robert Bosch AG
Postfach 264
4501 Solothurn
Tel 044 846 66 66
buildingsecurity.ch@bosch.com
www.boschbuildingsolutions.ch

Optimaler Brandschutz für Mehrfamilienhäuser

Gebäude, die höher sind als elf Meter, benötigen einen Brandriegel – ausser die Aussenwanddämmung besteht aus Steinwolle. Wie das funktioniert, zeigt die Sanierung einer Mehrfamilienhaus-Überbauung in St. Gallen.
Hoch über der Altstadt von St. Gallen, am sonnenverwöhnten Dreilindenhang, stehen in der obersten Reihe die neun Mehrfamilienhäuser der Wohnbaugenossenschaft Gess. Sie bieten nicht nur eine prächtige Aussicht über St. Gallen und eine kurze Gehdistanz zum Naherholungsgebiet Drei Weieren, sondern neu auch eine moderne verputzte Aussenwanddämmung und vergrösserte Balkone.

FlumrocBrandschutz ohne Brandriegel
Dächer, Fenster, Bäder und Küchen der Mehrfamilienhäuser mit Baujahr 1962 waren in den letzten Jahren nach und nach modernisiert worden. Die Fassaden hingegen befanden sich bis vor zwei Jahren noch im Originalzustand. Das bedeutete: Fassaden aus einem 32 Zentimeter starken Modul-Backstein – ohne Dämmung. Bei der Fassadensanierung und der damit einhergehenden Dämmung wollte die Bauherrin, die Wohnbaugenossenschaft Gess, auf ein ökologisches Schweizer Produkt setzen. Gemeinsam mit dem verantwortlichen Architekten Thomas Egli fiel die Wahl rasch auf die Flumroc-Dämmplatte COMPACT PRO. Die zweischichtige Dämmplatte mit spezieller Oberfläche und guter Putzhaftung eignet sich besonders für verputzte Aussenwärmedämmsysteme. Sie sorgt nicht nur für eine hochwertige Wärmedämmung und einen zuverlässigen Schallschutz, sondern verhindert auch die Ausbreitung von Bränden über die Fassade. Steinwolle brennt nicht und hat einen Schmelzpunkt von über 1000 Grad Celsius. Deshalb entfällt der sonst für die Einhaltung der Brandschutzrichtlinien obligatorische Brandriegel bei Gebäuden mit einer Höhe über elf Meter – und der damit verbundene Materialwechsel. Letzterer bringt einen hohen Planungsaufwand mit sich und macht eine umfangreiche Qualitätssicherung nötig. Mit der Flumroc-Dämmplatte COMPACT PRO braucht es nur ein Material für die ganze Fassade: eine unkomplizierte und sichere Fassadendämmung.

Fenster als Herausforderung
Der Startschuss für die erste Sanierungsetappe fiel im Mai 2015. Drei Häuser der Wohnbaugenossenschaft wurden eingerüstet und die schmalen Balkons vergrössert. Die Bewohner dürfen sich nun über tiefere Balkons und damit mehr Platz freuen. Eine besondere Herausforderung stellte die Dämmung der Fensterlaibungen dar: Für die Fenster musste das richtige Anschlussprofil gewählt werden, damit diese später bei einer allfälligen Fenstersanierung nicht ausgetauscht werden müssen. Die neuen Rollläden wurden in die neue Dämmungsebene integriert. Ebenfalls besonders exakt mussten die Arbeiten bei den Brüstungen ausgeführt werden. Dabei wurden die bestehenden Fensterbänke entfernt und die Dämmplatte mit einem horizontalen Schnitt eingepasst. Dies, um auch im Brüstungsbereich die Wandoberflächentemperatur zu erhöhen und so die Bildung von Schimmel zu verhindern. Für die Längsseite der Gebäude wählte Architekt Thomas Egli eine Dämmstärke von 160 Millimetern, für die Stirnseite 140 Millimeter. Letzteres aufgrund der nach aussen vorstehenden Blumenfenster, deren Blechkranz auch weiterhin sichtbar bleiben sollte.

Letzte Etappe im Gang
Mittlerweile sind die Sanierungsarbeiten an sechs Mehrfamilienhäusern abgeschlossen. Die Wohnbaugenossenschaft Gess, Architekt Thomas Egli und nicht zuletzt die Bewohnerinnen und Bewohner sind äusserst zufrieden. Die Heizungsleistung konnte gedrosselt werden. Drang vor der Sanierung oft ein kalter Luftzug von den Fenstern und den Storenkästen ins Innere der Wohnungen, so profitieren die Mieterinnen und Mieter nun von einer deutlich verbesserten Wohnqualität. Die letzte Sanierungsetappe ist in diesem Frühling gestartet: Die drei restlichen Häuser der Überbauung werden vollflächig mit der Flumroc-Dämmplatte COMPACT PRO gedämmt. Ende 2017 werden schliesslich alle Bewohnerinnen und Bewohner der Überbauung am Dreilindenhang von der energieeffizienten Aussenwanddämmung profitieren können.


FLUMROC AG
Industriestrasse 8
8890 Flums
Tel 081 734 11 11
Fax 081 734 12 13
info@flumroc.ch
www.flumroc.ch

Mobile Wärme mit Holzpellets

Viele Baustellen werden im Winter beheizt. Die dafür eingesetzten Ölbrenner haben aber eine schlechte Ökobilanz: So benötigt zum Beispiel die Beheizung der Fassaden einer grösseren Siedlung während der kalten Jahreszeiten schnell einmal mehrere hunderttausend Liter Heizöl. Als Alternative bietet die Suter Entfeuchtungstechnik AG mobile Pellet-Heizungen mit einem umfassenden Rundum-Service.

Suter EntfeuchtungstechnikDie Firma Suter Entfeuchtungstechnik AG aus Dietikon ist schweizweiter Pionier auf diesem Gebiet. Analog zu Bauheizungen mit Öl wird Warmluft und Heisswasser erzeugt und diese mittels Schläuchen im Gebäude verteilt. Die Leistung der Heizung lässt sich durch die Nutzung einer beliebigen Zahl von Modulen flexibel dem Baufortschritt anpassen – das steigert gegenüber einem einzigen grossen Heizgerät die Effizienz und spart Kosten. Die Warmluft-Module haben eine Leistung von 50 bis 150 kW. Wird Heisswasser benötigt, stehen Heizzentralen in den Leistungsklassen von 90 bis 280 kW zur Verfügung.

Rundum-Service
Mit Suter Entfeuchtungstechnik AG müssen sich die Bauunternehmer im Zusammenhang mit der Beheizung der Baustellen um nichts kümmern; so erfolgt die Temperatursteuerung automatisch durch einen Thermostaten, und alles andere wird durch Steuerungstechnik sichergestellt. Möglich macht dies ein Fernwartungssystem, welches laufend alle relevanten Daten an den Pikettdienst übermittelt. So können zum Beispiel die Nachlieferung von Pellets und die Leerung des Aschenbehälters rechtzeitig organisiert werden. Ebenso löst das System einen Alarm aus, wenn ein Modul ausfällt. Für die Behebung des Problems ist rund um die Uhr ein Pikettdienst verfügbar. So besteht für die Betreiber der Baustelle kein Risiko, dass durch den Ausfall von Heizmodulen Frostschäden entstehen. Einfach geregelt ist auch die Abrechnung: Die Mieter der Pellet-Heizmodule bezahlen einen Festpreis für die Miete der bereitgestellten Anlage sowie einen Festpreis pro Betriebsstunde. Darin eingeschlossen sind die Kosten für die Holzpellets, für die Fernüberwachung sowie die Ascheentsorgung.

Verbesserte Ökobilanz
Suter EntfeuchtungstechnikMit der ökologischen Alternative zu den üblichen Ölheizungen trifft die Firma Suter Entfeuchtungstechnik AG den Nerv der Zeit. Durch die Verwendung von gepresstem Sägemehl als Brennstoff arbeiten die Heizmodule – im Gegensatz zu Ölbrennern – klimafreundlich. Die Warmluft-Module der Suter Entfeuchtungstechnik AG leisten 150 Kilowatt, lassen sich modulieren, und ein Fliehkraftabscheider reinigt die Rauchgase und sorgt für tiefe Schadstoffemissionen. Zudem erzeugen die mobilen Holzpellet-Heizungen keine schädlichen Verbrennungsrückstände. Entsprechend können sie ohne Spezialbewilligungen betrieben werden – sogar in Gewässerschutzgebieten.

«Der Einsatz von Holzpellets ist eine gute Möglichkeit, die gesamte Ökobilanz eines Gebäudes während der Bauphase positiv zu beeinflussen», sagt Marc Kallen, Geschäftsführer bei Suter Entfeuchtungstechnik.


Suter Entfeuchtungstechnik AG
Giessenstr. 15
8953 Dietikon
Tel 044 743 51 55
Fax 044 741 51 50
info@suterentfeuchtet.ch
www.suterentfeuchtet.ch