Saubere Schweizer Stromversorgung – wie lange noch?

Die Kernenergie ist nach der Wasserkraft weltweit die grösste Quelle von CO2-armem Strom. Der Schweizer Strom stammt zu über 90 % aus diesen beiden Quellen. Mit der Energiestrategie 2050 soll sich das ändern. Bis zum Ende ihrer Laufzeit bleiben die Schweizer Kernkraftwerke jedoch wichtige Pfeiler der Energiepolitik.

Der Klimawandel ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Gleichzeitig nimmt weltweit der Energiebedarf weiter zu. Nach wie vor haben rund eine Milliarde Menschen gar keinen Strom. Die Menschheit benötigt immer mehr Strom und das Klima verlangt nach möglichst sauberem Strom. Wir brauchen deshalb alle CO2-armen Technologien, um möglichst rasch von der fossilen Stromproduktion wegzukommen. Der Verzicht auf Erdgas und Erdöl geht nur mit dem Einbezug der Kernenergie. Sie ist derzeit die einzige CO2-arme Energiequelle, die das ökonomische und ökologische Potenzial hat, die zunehmende Stromnachfrage zu decken. Die Kernenergie ist heute weltweit die zweitgrösste Quelle von CO2-armer Elektrizität. Sie macht 10 % der globalen Stromerzeugung aus und ist beim sauberen Strom nur übertroffen von der Wasserkraft mit 16 %. Im Strommix der EU macht die Kernenergie rund einen Viertel aus und ist damit sogar der wichtigste Lieferant von sauberem Strom. Auch für andere hochentwickelte Volkswirtschaften wie die USA, Kanada und Japan war die Kernenergie in den letzten drei Jahrzehnten die grösste CO2-arme Stromquelle und ist dies auch heute noch.

Kernkraftwerke in der Schweiz
Die Kernenergie liefert im Jahresdurchschnitt mehr als einen Drittel und im Winter bis zur Hälfte des in der Schweiz erzeugten Stroms. Gut 60 % unseres Stroms stammen im Schnitt von der Wasserkraft. Im Winter erzeugen die Wasserkraftwerke weniger Strom und wir sind auf Stromimporte angewiesen, um den in den kalten Monaten höheren Strombedarf zu decken. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 soll die Schweiz aus der Kernenergienutzung aussteigen und so auf eine der wichtigsten Stützen ihrer beinahe CO2-freien Stromversorgung verzichten. Die Kernkraftwerke werden am Ende ihrer Lebensdauer nicht durch neue ersetzt. Bis dahin ist die Kernenergie aber laut Bundesrat eine wichtige Stütze der Energiestrategie 2050, da sie als Brückentechnologie Zeit für die Entwicklung von Alternativen schafft. Beim aktuellen Stand der Technik könnten die Kernkraftwerke nämlich kaum mit Solar- und Windkraftwerken ersetzt werden, weil diese von Tageslicht und Wetter abhängig sind. Auch neue grosse Wasserkraftwerke können wir nicht bauen, ohne den Landschaftsschutz erheblich einzuschränken. Kernkraftwerke produzieren auf kleinem Raum mit vergleichsweise geringem Ressourcenaufwand eine enorme Menge Grundlast-Strom. Sie liefern unabhängig von Wetter, Tages- und Jahreszeit eine berechenbare Menge Strom. Dazu müssen die Ersatzkraftwerke auch in der Lage sein, wenn die heute hohe Versorgungssicherheit erhalten bleiben soll. Von allen Kraftwerken, die Grundlast liefern, sind Gaskombikraftwerke die realistischste Variante. Sie haben aber im Vergleich mit Kernkraftwerken einen sehr viel höheren Treibhausgasausstoss.

Nur Wasser ist sauberer
Die Schweizer Kernkraftwerke stossen für jede produzierte Kilowattstunde Strom 10 bis 20 Gramm CO2-Äquivalente aus. Sauberer ist nur die Wasserkraft mit 5 bis 15 Gramm pro kWh. Die Windkraft hat mit 5 bis 30 Gramm eine mit der Kernenergie vergleichbare Bilanz, während die Fotovoltaik mit 25–104 Gramm klar darüber liegt. Gaskombikraftwerke schneiden mit beinahe 400 Gramm deutlich schlechter ab, und am oberen, «dreckigen» Ende der Skala liegen moderne Braunkohlekraftwerke mit fast 900 Gramm pro kWh. Die Kernkraftwerke tragen zudem – insbesondere im Winter – erheblich zur Versorgungssicherheit der Schweiz bei. Wie der Rest der Stromversorgung gehören sie zu den sogenannten kritischen Infrastrukturen. So defniert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz unverzichtbare Güter und Dienstleistungen wie zum Beispiel Energie, Verkehr oder Kommunikation. Ohne Strom würden grosse Teile unseres Lebens schlicht stillstehen.

Über 90% des in der Schweiz produzierten Stroms stammen aus Kernenergie und Wasserkraft – den Quellen mit den tiefsten Treibhausgasemissionen.

Wie lange laufen Kernkraftwerke?
Im Schweizer Kernenergiegesetz sind keine fixen Laufzeiten für Nuklearanlagen festgeschrieben. Kernkraftwerke dürfen so lange betrieben werden, wie ihre Sicherheit gewährleistet ist. Die Betreiber sind für die Sicherheit verantwortlich und vom Gesetz dazu verpflichtet, ihre Werke laufend auf den neusten Stand der Technik nachzurüsten und instand zu halten. Im Fall von Mühleberg führten wirtschaftliche Überlegungen zur frühzeitigen Stilllegung. Die Betreiber der übrigen vier Kernkraftwerke rechnen heute mit rund 60 Jahren Betrieb, auch wenn sicherheitstechnisch mehr möglich wäre. Überprüft wird die Sicherheit von den unabhängigen Experten des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI). Der Bundesrat kann Ausserbetriebnahmen anordnen. Verschiedene andere Staaten haben für ihre Kernkraftwerke fixe Laufzeiten defniert. In den USA zum Beispiel gilt eine Betriebsbewilligung anfänglich für 40 Jahre. Sie kann aber maximal zweimal um je 20 Jahre verlängert werden. Von den aktuell in Betrieb stehenden Werke der USA verfügen unterdessen fast alle über eine Bewilligung für 60 Jahre. Für vier Anlagen wurde bereits eine zweite Verlängerung auf total 80 Jahre genehmigt.

Der Bedarf an sauberem Strom wird in naher Zukunft weiter zunehmen. Die Kernenergie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Welt mit CO2-armem Strom. Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen kann sie das noch länger tun – weltweit wie auch in der Schweiz.


Zustandsorientierte Wartung mit Industrie 4

Wie Industrie 4.0 erfolgreich eingesetzt werden kann, demonstriert ifm in seinem Werk in Tettnang. Das Beispiel einer Filterüberwachung in der Sensorproduktion verdeutlicht die Vorteile der zustandsorientierten Wartung. Zum Einsatz kommen dabei Sensoren mit IO-Link-Kommunikation von ifm sowie der LR SMARTOBSERVER!

Industrie 4.0 verspricht unter anderem grössere Effizienz und höhere Verfügbarkeit in Produktionsanlagen. Eine mögliche Strategie bei der Umsetzung ist es, zunächst mit Teilprojekten zu starten, die sich später Stück für Stück erweitern lassen. Voraussetzung ist allerdings die Verwendung entsprechend skalierbare Systeme. Diese Vorgehensweise hat ifm im Werk Tettnang an Maschinen und Arbeitsplätzen in der Elektronikfertigung verfolgt. Dort sind zahlreiche Absaugvorrichtungen installiert, die über Rohrleitungen an eine zentrale Absauganlage angeschlossen sind. Sowohl an der zentralen Absauganlage als auch an den einzelnen dezentralen Absaugvorrichtungen sind Filter installiert, die Staub und Partikel zurückhalten. Sind die Filter zu stark verschmutzt, sinkt der Luftdurchsatz, und der sichere Betrieb der Maschine ist nicht gewährleistet. Eine Wartung der Absauganlage, die einen ausreichenden Luftdurchsatz sicherstellt, ist also zum unterbrechungsfreien Betrieb der Fertigung unabdingbar.

Austausch der Filter
Der Austausch der Filter wurde in der Vergangenheit in regelmässigen Wartungsintervallen durchgeführt. Dabei werden die Filter häufig entweder zu früh gewechselt, wenn sie noch kaum verschmutzt sind, oder zu spät, was im schlimmsten Fall zu einem kostspieligen Produktionsausfall führen kann.

Im Rahmen eines Industrie-4.0-Projekts wurde auf eine zustandsorientierte Wartung umgestellt. Dazu wird der Verschmutzungsgrad der Filter kontinuierlich gemessen, um so den optimalen Zeitpunkt für die Wartung zu ermitteln. An den dezentralen Filtern wurden Druckluftzähler vom Typ SD0523 installiert, die an ein IO-Link-Mastermodul vom Typ AL1302 angeschlossen sind. Zur Auswertung der Messwerte aus den Strömungswächtern kommt das LINERECORDER-System von ifm zum Einsatz – eine Lösung, die sämtliche Aufgaben vom Einsammeln und Konsolidieren der Daten aus dem Feld über die Datenübertragung bis hin zu Auswertung, Analyse und Visualisierung ermöglicht. Das System besteht aus verschiedenen Software-Tools, die eine einfache Datenübertragung von den einzelnen Sensoren in übergeordnete Systeme ermöglichen. Auf dem IO-Link-Mastermodul arbeitet der so genannte IOT Core, der die Prozesswerte zur Verfügung stellt. Die Auswertung findet dann im übergeordnete LR SMARTOBSERVER statt. Mit der webbasierten Bedienoberfläche LR SMARTOBSERVER-Cockpit lassen sich die Messwerte darstellen, Grenzwerte festlegen und das Alarmmanagement konfigurieren. Über eine Anbindung an das SFI-System (Shop Floor Integration) werden bei Grenzwertverletzungen direkt Instandhaltungsaufträge im SAP-System ausgelöst.

Einfache Erweiterung möglich
Das Beispiel zeigt, wie einfach sich eine typische Industrie-4.0-Anwendung auch bei bestehenden Anlagen realisieren lässt. Sensoren, die über IO-Link kommunizieren, und das LINERECORDER-System ermöglichen eine reibungslose Kommunikation von der Maschine bis hinauf in das ERP-System. Solche Anwendungen lassen sich nachträglich ohne Probleme erweitern, da das LINERECORDER-System flexibel skalierbar ist.

Über die ifm-Unternehmensgruppe
Messen, steuern, regeln und auswerten – wenn es um wegweisende Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik geht, ist die ifm-Unternehmensgruppe der ideale Partner. Seit der Firmengründung im Jahr 1969 entwickelt, produziert und vertreibt ifm weltweit Sensoren, Steuerungen, Software und Systeme für die industrielle Automatisierung. Als einer der Pioniere im Bereich Industrie 4.0 entwickelt und implementiert ifm ganzheitliche Lösungen für die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette «vom Sensor bis ins ERP». Heute zählt die in zweiter Generation familiengeführte ifm-Unternehmensgruppe mit rund 7000 Beschäftigten in 85 Ländern zu den weltweiten Branchenführern. Dabei vereint der Mittelstandskonzern die Internationalität und Innovationskraft einer wachsenden Unternehmensgruppe mit der Flexibilität und Kundennähe eines Mittelständlers.


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Altgraben 27
4624 Härkingen
Tel +41 62 388 80 30
info.ch@ifm.com
www.ifm.com/ch

Sie haben die IT-Anliegen ihrer Kunden im Griff.

Die Fachleute der bahlinger EDV support GmbH in Arlesheim kümmern sich um IT-Themen von Unternehmen und bieten moderne, kundenfreundliche Lösungen.

Kommunikation verändert sich beinahe täglich: Neue, flexible Wege, neue Technologien und neue Geräte stellen ungewohnte Anforderungen an Unternehmen und ihre Mitarbeiter.
Digitalisierung prägt die Art, wie mit Kunden und Mitarbeitenden kommuniziert wird. Optimierung, Virtualisierung und Vereinfachung sind Themen, mit welchen sich die bahlinger edv support GmbH tagtäglich auseinandersetzt, um für ihre Kunden die passendsten, besten, schnellsten und günstigsten Lösungen zu bieten.
Copyright«Unser Aufgabenbereich hat sich in den letzten Jahren stark verändert», erklärt Stephan Bahlinger, Inhaber der bahlinger edv support GmbH in Arlesheim.

So wurde in den letzten Jahren das Thema «Cloud» hochaktuell. Das heisst, eine sogenannte «Rechnerwolke» stellt dem Anwender auf sichere Art IT-Infrastruktur wie zum Beispiel Speicherplatz oder Anwendungssoftware (Datensicherung, Office oder komplette Softwarelösungen) als Dienstleistung übers Internet bereit.
Auch mit der aktuellen Umstellung auf Internettelefonie beschäftigt sich das Bahlinger- Team intensiv. Die bisherigen analogen und ISDN-Leitungen werden in naher Zukunft nicht mehr zur Verfügung gestellt, sodass eine Umstellung auf VOIP (Voice Over Internet Protocol) unerlässlich ist. Stephan Bahlinger und sein Team kümmern sich darum, dass sämtliche Kunden für das neue System optimal eingerichtet sind.

Digitale Archivierung
Ein weiteres Schwerpunktthema der Bahlinger edv support GmbH ist die digitale Archivierung. Die Kommunikation per E-Mail ist in der heutigen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Heute ist es an der Tagesordnung, auch sehr wichtige Dokumente wie Aufträge und Rechnungen über E-Mail zu verschicken. Betriebliche Abläufe haben sich oft noch nicht dieser Entwicklung angepasst.
Das heisst: In Papierform eingehende Dokumente werden an vorbestimmten Stellen abgelegt. Die ideale Lösung für wichtige E-Mails liegt aber noch nicht vor. Auch für die saubere Archivierung digitaler Daten findet das Bahlinger-Team firmenspezifisch die optimale Lösung. Durch die richtige Archivierungs-Software hat der Kunde die Möglichkeit, Daten wie E-Mails und digitale Dokumente zentral und revisionssicher zu verwalten. Der schnelle Zugriff auf digitale Informationen ist ein klarer Mehrwert für jede Unternehmung.

ERP-Lösungen
Die Bahlinger edv support GmbH beschäftigt sich auch mit ERP-Lösungen für ihre Kunden. Die Kernaufgabe von ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) ist die Fakturierung und Materialbedarfsplanung. Das heisst, das System stellt sicher, dass alle für die Herstellung der Erzeugnisse erforderlichen Materialien zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge an der richtigen Stelle zur Verfügung stehen. Dadurch werden die Prozesse in der gesamten Warenbewirtschaftung optimiert und transparent.
So wird aus jedem Endgerät nicht nur ein komfortables Telefon, sondern darüber hinaus ein universelles Kommunikationsportal für alle Medien.

bahlinger edv support GmbH
Fabrikmattenweg 8
4144 Arlesheim
Tel 061 511 02 00
info@bahlinger-edv.ch
www.bahlinger-edv.ch

Neuer und innovativer Strahlerkabelhalter

Bei Eisenbahn- oder Strassentunnel, Sicherheitsstollen, Bergwerkbau oder sehr grossen Gebäuden ist eine einwandfreie Kommunikation unumgänglich. Dazu werden Strahlerkabel, die als Antennen wirken, installiert. Diese ermöglichen eine unterbrechungsfreie Kommunikation für den Radioempfang, die Handytelefonie, aber vor allem die Nutzung von Funk für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. In der Regel verlaufen die Strahlerkabel im Bereich der Tunneldecke parallel zum Tunnelverlauf und können über die gesamte Tunnellänge ein Signal strahlen bzw. empfangen. Egli, Fischer und CoAus den Erfahrungen von EFCO mit Strahlerkabel-Befestigungen, zeigt sich, dass die Kosten bei der Montage der Strahlerkabel ein erheblicher Faktor sind. Um diesem Umstand gerecht zu werden, hat EFCO einen neuen, innovativen Strahlerkabelhalter entwickelt, den EFCO CLIC SKH: Eine Reduktion bis zu 50% der Montagezeit gegenüber herkömmlichen Befestigungen sprechen für sich. Das Produkt ist einteilig, mit einer sehr guten Zugänglichkeit in allen Lagen. Es ist ausgelegt für eine Vielzahl von Befestigungsmöglichkeiten, wie z.B. direkt auf Betonuntergründen, auf Montageschienen, Gittertrassen usw. Egli, Fischer und CoHergestellt wird es aus einem speziellen, hochwertigen Kunststoff, um eine hohe Stabilität und Lebensdauer zu gewährleisten. Ein «CLIC» und der sichere Verschluss garantiert, dass sich der Strahlkabelhalter auch bei Stoss- und Torsionsbelastungen auf keinen Fall öffnet. Für die Brandsicherung kann im gleichen Teil ein Brandsicherungsband eingelegt werden – eine Halterung für die gesamte Installation.



Der EFCO CLIC SKH im Überblick:

  • Einfachstes Handling
  • Ein Produkt für die Befestigung aller Arten von Strahlerkabeln
  • Ungeachtet des Untergrunds, bieten wir damit die kostengünstigste Gesamtlösung
  • Grösse: aktuell verfügbar 7/8“-Durchmesser, weitere Durchmesser in Kürze verfügbar
  • Patent angemeldet
EFCO Befestigungstechnik AG
Grabenstrasse 1
8606 Nänikon
Tel 044 209 81 11
Fax 044 201 22 75
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