Den Vierwaldstättersee anzapfen

Der Vierwaldstättersee birgt grosse Wärme- und Kältereserven. Einen kleinen Teil davon kann man für eine umweltschonende Energieversorgung nutzen. See-Energie eignet sich für Klima-, Kühl- und Heizanlagen von Wohn- und Gewerbegebäuden.

Energie Wasser Luzern investiert in ein See-Energie Projekt in Horw und Kriens. Ab Herbst 2020 wird in 6800 Haushalte ökologisch gekühlt und geheizt. Dafür mussten zwei Leitungen in den See gebohrt werden. Die Firma Schenk AG Heldswil bewerkstelligte dies in Horw mit einer Spülbohrung aus der Baugrube der Energiezentrale in die Bucht hinaus.

Spektakulär war allerdings nicht nur der Transport der Bohrmaschine, sondern auch der Abschluss der Bohrarbeiten. Da das Bohrloch allein 430 m beziehungsweise 460 m lang ist und zusätzlich noch ca. 200 m auf den Seeboden gelegt wurde, mussten die 600 m Kunststoffrohre mit rund 70 Zentimeter Durchmesser auf einmal an ihren Platz gebracht werden. Mit Motorbooten transportierte man das zusammengeschweisste Rohr vor die Bucht in Horw. Auf dem Vierwaldstättersee schwimmend wurde das Kunststoffrohr, von der Baugrube aus, zufriedenstellend ins Bohrloch gezogen.


Schenk AG Heldswil
Neubuch 5
9216 Heldswil
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Spektakulärer Rohreinzug in Bilten

Die ARA in Bilten wird zurzeit für mehrere Millionen saniert und mit dem Bau der 4. Reinigungsstufe erweitert. Im Rahmen dieser Arbeiten muss der bestehende Kanal, in dem das gereinigte Abwasser von der ARA in die Linth zurückfliesst, saniert werden.

Zu diesem Zweck muss aber der in den 70er-Jahren aus Beton erbaute Kanal, der unter der Autobahn durchführt, trockengelegt werden. Als Ersatz hat man neben dem bestehenden Kanal in mehreren Durchgängen einen Pilotstollen gebohrt, der ebenfalls unter der Autobahn, aber auch unter dem Nebenkanal durchführt. In diesen Pilotstollen ist nun in einer spektakulären, aufwendigen Aktion ein Kunststoffrohr eingezogen worden.
Das Polyethylenrohr ist auf der Ostseite der Linth vorerst zusammengeschweisst worden und wurde für den Einzug in den Pilotstollen von zwei riesigen Pneukrans über die Linth gezogen und in den Oberbogen gebracht worden. Das durch den Pilotstollen geführte Bohrgestänge wurde mit dem Rohr verbunden. Unter Drehen und Spritzen von Betonit als hydromechanische Stütze wurde das zirka 170 m lange Kunststoffrohr mit einem Durchmesser von rund 70 cm langsam in den ausgebohrten Pilotstollen eingezogen. Die ganze heikle Aktion führt die Schenk AG aus Heldswil aus, eine Spezialfirma für gesteuerte Horizontal-Bautechnik. Über dieses neu verlegte Rohr wird während der Sanierungsphase das gereinigte Abwasser aus der ARA in die Linth abgeleitet. Der neue Kanal wird auch nach Abschluss der Sanierungsarbeiten bestehen bleiben und dient dann als Ersatz.


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