Den Vierwaldstättersee anzapfen

Der Vierwaldstättersee birgt grosse Wärme- und Kältereserven. Einen kleinen Teil davon kann man für eine umweltschonende Energieversorgung nutzen. See-Energie eignet sich für Klima-, Kühl- und Heizanlagen von Wohn- und Gewerbegebäuden.

Energie Wasser Luzern investiert in ein See-Energie Projekt in Horw und Kriens. Ab Herbst 2020 wird in 6800 Haushalte ökologisch gekühlt und geheizt. Dafür mussten zwei Leitungen in den See gebohrt werden. Die Firma Schenk AG Heldswil bewerkstelligte dies in Horw mit einer Spülbohrung aus der Baugrube der Energiezentrale in die Bucht hinaus.

Spektakulär war allerdings nicht nur der Transport der Bohrmaschine, sondern auch der Abschluss der Bohrarbeiten. Da das Bohrloch allein 430 m beziehungsweise 460 m lang ist und zusätzlich noch ca. 200 m auf den Seeboden gelegt wurde, mussten die 600 m Kunststoffrohre mit rund 70 Zentimeter Durchmesser auf einmal an ihren Platz gebracht werden. Mit Motorbooten transportierte man das zusammengeschweisste Rohr vor die Bucht in Horw. Auf dem Vierwaldstättersee schwimmend wurde das Kunststoffrohr, von der Baugrube aus, zufriedenstellend ins Bohrloch gezogen.


Schenk AG Heldswil
Neubuch 5
9216 Heldswil
Tel 071 642 37 42
info@schenkag.com
www.schenkag.com

Sanierung der Paudèze-Brücken

Die in den Gemeinden Pully und Belmont liegenden Paudèze-Brücken dienen der Autobahn N09 zur Überquerung des kleinen Tals, das durch den gleichnamigen Fluss geformt wird. Die beiden Bauwerke wurden im Freivorbau konstruiert und 1974 in Betrieb genommen. Sie verfügen über je fünf Brückenfelder mit einer maximalen Spannweite von 104 m.

Was die Fundamente betrifft, weisen die Hänge der Paudèze aktive Rutschbereiche auf. In diesen Bereichen gründen die Pfeiler in stabilisierte Schächte mit aktiven Verankerungen und einem Drainagesystem. Trotzdem wurden auf einigen Zugankern Risse beobachtet – diese werden ersetzt. Zusätzlich werden oberhalb der Pfeiler in den Rutschbereichen zwei blockierende Schächte gebaut, um die horizontale Beanspruchung der Fundamente zu verringern. Die Untertagebauarbeiten mit dem Aushub der blockierenden Schächte sind beendet, die endgültige Tiefe des see- und bergseitigen Schachts sind 38 m und 34 m. Die Entwässerungsleitung zum Abfluss des drainierten Wassers wurde von uns mit einer 120 m langen gesteuerten Bohrung vom seeseitigen Schacht bis zur Paudèze ausgeführt. Trotz der immensen Erdüberdeckung von fast 40 m und den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Bohrkopforten, gelang dieses Unterfahren ohne Probleme.

Schenk AG
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Fax 071 642 37 85
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Spülbohrung in der Altstadt

Um die Emissionen im Zentrum der Stadt St. Gallen möglichst gering zu halten, haben sich die St. Galler Stadtwerke für eine grabenlose Art des Leitungsbaus entschieden.
Dieses Verfahren ermöglicht eine direkte sowie umweltschonende Leitungsführung. In den vergangenen Wochen haben wir, von der Schenk AG Heldswil, von der Startgrube an der Museumstrasse 24 ein Loch bis zur Zielgrube am Marktplatz 4 gebohrt. Der dabei entstandene unterirdische Kanal ist rund 350 Meter lang und befindet sich am tiefsten Punkt fast 30 Meter unter der Erde. Durch diesen Kanal haben wir zuerst ein Schutzrohr eingezogen, später folgte dann der Einzug der eigentlichen Gasleitung. Sowohl das Schutzrohr als auch die Gasleitung bestehen aus mehreren 10 bis 12 Meter langen Teilstücken, die vor dem Einzug in den Kanal zusammengeschweisst wurden. Der anschliessende Rohreinzug verlangte ein hohes Mass an Präzision, da die Rohre genau im richtigen Radius zum Bohrloch eingeführt werden mussten. Zum Einsatz kamen mehrere Baukräne.

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Sanierung der Paudèze-Brücken

Die in den Gemeinden Pully und Belmont liegenden Paudèze-Brücken dienen der Autobahn N09 zur Überquerung des kleinen Tals, das durch den gleichnamigen Fluss geformt wird. Die beiden Bauwerke wurden im Freivorbau konstruiert und 1974 in Betrieb genommen. Sie verfügen über je fünf Brückenfelder mit einer maximalen Spannweite von 104 m.

Was die Fundamente betrifft, weisen die Hänge der Paudèze aktive Rutschbereiche auf. In diesen Bereichen gründen die Pfeiler in stabilisierte Schächte mit aktiven Verankerungen und einem Drainagesystem. Trotzdem wurden auf einigen Zugankern Risse beobachtet – diese werden ersetzt. Zusätzlich werden oberhalb der Pfeiler in den Rutschbereichen zwei blockierende Schächte gebaut, um die horizontale Beanspruchung der Fundamente zu verringern. Die Untertagebauarbeiten mit dem Aushub der blockierenden Schächte sind beendet, die endgültige Tiefe des see- und bergseitigen Schachts sind 38 m und 34 m.

Die Entwässerungsleitung zum Abfluss des drainierten Wassers wurde von uns mit einer 120 m langen gesteuerten Bohrung vom seeseitigen Schacht bis zur Paudèze ausgeführt. Trotz der immensen Erdüberdeckung von fast 40 m und den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Bohrkopforten, gelang dieses Unterfangen ohne Probleme.

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Interview mit Herrn Peter Schenk von der Schenk AG Heldswil

Sie sind ein Familienbetrieb in der dritten Generation, wie haben Sie es geschafft, über all die Jahre erfolgreich zu sein? Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie?
Wir sind in der zweiten Generation. Die Vorbereitungen für die Übergabe zur dritten Generation sind in Vorbereitung. Nächstes Jahr feiern wir das 50-Jahr-Jubiläum. Oft werden wir gefragt, wie es möglich sei, dass sieben Familienmitglieder miteinander arbeiten können und dabei auch noch erfolgreich sind. Die Werte, die unsere Eltern uns vorgelebt haben, sind unser Erfolg. Wir achten und dienen einander. Wenn Geschwister und Angeheiratete zusammenhalten, am gleichen Strick in dieselbe Richtung ziehen, dann wird es faszinierend! Letztlich liegt es aber daran: An Gottes Segen ist alles gelegen!

Auf welche Segmente sind Sie spezialisiert?
Die gesteuerte Horizontal-Bohrtechnik. Unser Bohrmaschinenpark umfasst 18 Anlagen; von der Mini-Hausanschlussmaschine bis zur Grossbohranlage ist unterdessen alles vorhanden. Täglich sind etwa 15 Anlagen irgendwo in der Schweiz und im nahen Ausland am Bohren.

Ist es richtig, dass Sie sogar eigene Maschinen entwickeln? Sie zählen in Ihrer Branche als beispielhaft; welche Innovationen sind auf Ihre Entwicklung zurückzuführen?
Wir entwickeln und bauen laufend neue Gerätschaften und Werkzeuge. Im Wesentlichen sind dies:
› Mini Twinny
› E-Z-Jet
› Bohrwerkzeuge in allen Grössen und Bauformen

Was ist der Vorteil von Horizontalbohrungen gegenüber anderen Verfahren?
Wir können Kurven bohren. Also Hindernisse unter-, über- oder umfahren. Es sind grosse Strecken zu realisieren; die längste von uns realisierte Bohrung ist 1060 Meter lang. Wir sind in der Lage, in fast allen in der Schweiz vorhandenen Bodenarten Leitungen ohne zu graben ins Erdreich zu bringen, selbst im Grundwasser. Wenn gebohrt wird, anstelle von Aufreissen, fliesst der Verkehr, rollt die Bahn, schwimmt der Fisch und blüht der Baum.

Auf welche drei Schwerpunkte ist die Schenk AG spezialisiert und was versteht man darunter?
1. Horizontal-Bohrtechnik in überdurchschnittlicher Qualität. Da bohren, wo andere aufgehört haben.
2. Innovativer Maschinenbau. Gerätschaften zu entwickeln und zu bauen, die sonst niemand baut, aber fast täglich gebraucht werden.
3. Innovative Verfahrenstechnik. Umfassendes Engineering im Leitungsbau, in der Planung und in der Ausführung vorantreiben.

Ein weiterer Einsatzort sind Bach- und Gewässerunterhalt. Ist dieses Verfahren besonders ökologisch?
Ja, das ist so. Die von uns selber gebaute Mähkorbaufnahmekupplung ans Trägergerät erlaubt ein sehr naturschonendes Pflegen von Gewässern.

Haben Sie zurzeit gerade ein interessantes Projekt, welches Sie besonders hervorheben möchten?
Da sind verschiedene am Laufen. Eines ist ein Forschungsprojekt für saisonale Energiespeicherung im Erdreich. Bei anderen kann ich noch nichts verraten.

Sie entwickeln und nutzen nicht nur Ihre eigenen Maschinen und Apparate, Sie verkaufen diese auch. Bieten Sie ebenfalls entsprechende Schulungen dazu an?
Wenn Kunden unsere Klein-Bohrsysteme kaufen, ist dies oft auch mit entsprechender Schulung verbunden. Diese wird in unserem Haus angeboten.

Mini Twinny – was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
Ich habe den Prototypen 1994 zusammen mit meinem Bruder gebaut. Eine kleine, mit Muskelkraft zu installierende Hausanschlussmaschine. Sehr erfolgreich und vielfach verkauft. Später entwickelten wir das Spülbohrsystem E-Z-Jet. Auch diese Anlage findet im Markt Anklang.

Welche Neuerungen planen Sie für die nähere Zukunft?
Da wir unsere Bohrmeister selber ausbilden müssen, sind wir da einem sehr herausfordernden Prozess unterworfen. Hier sind ständig Neuerungen im Ausbildungssystem nötig. Die Bohrschlammbewirtschaftung muss vorangetrieben werden. Werkhoferweiterung und Büroneubau stehen an.

Herr Peter Schenk, vielen Dank für das Interview.


Gegründet wurde die Schenk AG 1969
Anzahl Mitarbeiter: 80
Spezieller Firmenslogan: Für Sie gehen wir untendurch!
Schenk AG
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