Präzision auf den Punkt gebracht – Ein Erfolg dank störungsfreier Messung

Hier wurde, aufgrund der speziellen geologischen Verhältnisse, die PD 80 eingesetzt, die über einen höheren Drehmoment und eine stärkere Pumpleistung verfügt. Quelle: Münzer Bohrservice
Unterirdische Horizontalbohrungen (HDD) schonen die Landschaft, sparen Zeit und Kosten. Um die Austrittstelle punktgenau zu treffen, wird der Bohrverlauf ständig kontrolliert und wenn nötig korrigiert. Die störungsfreie und präzise Messung ist hier ein absolutes Muss. Und der Einsatz von Mensch und Technik sind entscheidend.

Wie immer wurde auch hier die Bohrspülung laufend recycelt und sofort wiederverwendet. Quelle: Münzer Bohrservice

Wie immer wurde auch hier die Bohrspülung laufend recycelt und sofort wiederverwendet. Quelle: Münzer Bohrservice

Erfolg entsteht durch optimale und verlässliche Zusammenarbeit. Und es sind immer wieder die erfahrenen Allianzen und Partnerschaften, die bei besonders anspruchsvollen Aufgaben das perfekte Ergebnis erzielen – termingerecht und punktgenau. Beim vorliegenden Fall hatte Chr. Müller + Co. Tiefbau AG von einem regionalen Versorgungsbetrieb den Auftrag erhalten, eine 288 m lange grabenlose Verbindung zu schaffen (1 × 250 mm PE-Rohr / 1 × 140 mm PE-Rohr). Der Austrittspunkt musste nach der grabenlosen Bohrung in Neuenhof (AG) in der Nähe von Baden präzise erreicht werden. Wie immer wurde auch hier die Bohrspülung laufend recycelt und sofort wiederverwendet. Schwierig war die Arbeit jedoch aufgrund der ungünstigen geologischen Zusammensetzung aus Felsgestein und lockerem Gestein.

Der Austrittspunkt musste nach der grabenlosen Bohrung in Neuenhof (AG) präzise erreicht werden. Quelle: Münzer Bohrservice

Der Austrittspunkt musste nach der grabenlosen Bohrung in Neuenhof (AG) präzise erreicht werden. Quelle: Münzer Bohrservice

Es hätte daher schnell zu einer Abweichung vom exakt berechneten Weg kommen können. Unterstützung erhielt die Chr. Müller & CO Tiefbau AG von dem Spezialisten für Horizontalbohrungen Mario Münzer von Münzer-Bohrservice. Für die Bohrung wurde zunächst die Felsbohranlage (AT60) eingesetzt; später hat man dann, aufgrund der schwierigen geologischen Verhältnisse, auf die PD 80 gewechselt, die über einen höheren Drehmoment und eine stärkere Pumpleistung verfügt. Auch die Bohrtiefe von bis zu 14 Meter machte das gezielte Arbeiten schwierig.

Die perfekte Messtechnik trotzt jeder Störung
Eine störungsfreie Messung war daher besonders wichtig, um die Einhaltung des streng vorgegebenen Bohrpfades zu kontrollieren. Zudem hier eine Abweichung kaum möglich war, weder horizontal noch vertikal. Gefragt war hier die absolut verlässliche Lösung: Das Falcon F5 System. Dieses Messgerät umfasst erweiterte Funktionen wie DataLog®, iGPS™, Spülungsdrucküberwachung, sowie 1000 Frequenzen, aufgeteilt auf zehn Frequenzbänder.

«Dank den Falcon F5 konnte das Ziel präzise erreicht werden. Dieses spezielle Messsystem ist ideal, wenn es darum geht, Hindernisse wie passive und aktive Signalstörungen zu überwinden; und wenn ununterbrochen exakte Messungen gesichert werden müssen»

erklärt der HDD-Experte Mario Münzer.

Dank den Falcon F5 konnte das Ziel präzise erreicht werden. Dieses spezielle Messsystem ist ideal, wenn es darum geht, Hindernisse wie passive und aktive Signalstörungen zu überwinden. Quelle: Münzer Bohrservice

Dank den Falcon F5 konnte das Ziel präzise erreicht werden. Dieses spezielle Messsystem ist ideal, wenn es darum geht, Hindernisse wie passive und aktive Signalstörungen zu überwinden. Quelle: Münzer Bohrservice

Er ist Gründer und Inhaber von «Münzer-Bohrservice» und führte in den letzten 20 Jahren bereits zahlreiche anspruchsvolle Herausforderungen im grabenlosen Leitungsbau zum Erfolg. Zu seinen langjährigen Kunden gehören u. a. Bauunternehmen sowie Energieanbieter aus der gesamten Schweiz. Das Bauunternehmen Chr. Müller & Co, Tiefbau AG, das im aktuellen Projekt die Arbeiten leitete, vertraut seit Jahren auf Münzer, der zudem als Schulungs- und Vertriebspartner für digitale Messgeräte erfolgreich ist. Wie immer führte das optimale Zusammenspiel von Mensch und Technik auch hier zum gewünschten Ergebnis, termingerecht und punktgenau.


Münzer-Bohrservice
Herr Mario Münzer
Kantonsstrasse 32
6207 Nottwil
Tel 079 827 22 61
info@muenzer-bohrservice.ch
www.muenzer-bohrservice.ch

Sanierung der Paudèze-Brücken

Die in den Gemeinden Pully und Belmont liegenden Paudèze-Brücken dienen der Autobahn N09 zur Überquerung des kleinen Tals, das durch den gleichnamigen Fluss geformt wird. Die beiden Bauwerke wurden im Freivorbau konstruiert und 1974 in Betrieb genommen. Sie verfügen über je fünf Brückenfelder mit einer maximalen Spannweite von 104 m.

Was die Fundamente betrifft, weisen die Hänge der Paudèze aktive Rutschbereiche auf. In diesen Bereichen gründen die Pfeiler in stabilisierte Schächte mit aktiven Verankerungen und einem Drainagesystem. Trotzdem wurden auf einigen Zugankern Risse beobachtet – diese werden ersetzt. Zusätzlich werden oberhalb der Pfeiler in den Rutschbereichen zwei blockierende Schächte gebaut, um die horizontale Beanspruchung der Fundamente zu verringern. Die Untertagebauarbeiten mit dem Aushub der blockierenden Schächte sind beendet, die endgültige Tiefe des see- und bergseitigen Schachts sind 38 m und 34 m. Die Entwässerungsleitung zum Abfluss des drainierten Wassers wurde von uns mit einer 120 m langen gesteuerten Bohrung vom seeseitigen Schacht bis zur Paudèze ausgeführt. Trotz der immensen Erdüberdeckung von fast 40 m und den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Bohrkopforten, gelang dieses Unterfahren ohne Probleme.

Schenk AG
Neubuch 5
9216 Heldswil
Tel 071 642 37 42
Fax 071 642 37 85
info@schenkag.com
www.schenkag.com

Interview mit Herrn Peter Schenk von der Schenk AG Heldswil

Sie sind ein Familienbetrieb in der dritten Generation, wie haben Sie es geschafft, über all die Jahre erfolgreich zu sein? Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie?
Wir sind in der zweiten Generation. Die Vorbereitungen für die Übergabe zur dritten Generation sind in Vorbereitung. Nächstes Jahr feiern wir das 50-Jahr-Jubiläum. Oft werden wir gefragt, wie es möglich sei, dass sieben Familienmitglieder miteinander arbeiten können und dabei auch noch erfolgreich sind. Die Werte, die unsere Eltern uns vorgelebt haben, sind unser Erfolg. Wir achten und dienen einander. Wenn Geschwister und Angeheiratete zusammenhalten, am gleichen Strick in dieselbe Richtung ziehen, dann wird es faszinierend! Letztlich liegt es aber daran: An Gottes Segen ist alles gelegen!

Auf welche Segmente sind Sie spezialisiert?
Die gesteuerte Horizontal-Bohrtechnik. Unser Bohrmaschinenpark umfasst 18 Anlagen; von der Mini-Hausanschlussmaschine bis zur Grossbohranlage ist unterdessen alles vorhanden. Täglich sind etwa 15 Anlagen irgendwo in der Schweiz und im nahen Ausland am Bohren.

Ist es richtig, dass Sie sogar eigene Maschinen entwickeln? Sie zählen in Ihrer Branche als beispielhaft; welche Innovationen sind auf Ihre Entwicklung zurückzuführen?
Wir entwickeln und bauen laufend neue Gerätschaften und Werkzeuge. Im Wesentlichen sind dies:
› Mini Twinny
› E-Z-Jet
› Bohrwerkzeuge in allen Grössen und Bauformen

Was ist der Vorteil von Horizontalbohrungen gegenüber anderen Verfahren?
Wir können Kurven bohren. Also Hindernisse unter-, über- oder umfahren. Es sind grosse Strecken zu realisieren; die längste von uns realisierte Bohrung ist 1060 Meter lang. Wir sind in der Lage, in fast allen in der Schweiz vorhandenen Bodenarten Leitungen ohne zu graben ins Erdreich zu bringen, selbst im Grundwasser. Wenn gebohrt wird, anstelle von Aufreissen, fliesst der Verkehr, rollt die Bahn, schwimmt der Fisch und blüht der Baum.

Auf welche drei Schwerpunkte ist die Schenk AG spezialisiert und was versteht man darunter?
1. Horizontal-Bohrtechnik in überdurchschnittlicher Qualität. Da bohren, wo andere aufgehört haben.
2. Innovativer Maschinenbau. Gerätschaften zu entwickeln und zu bauen, die sonst niemand baut, aber fast täglich gebraucht werden.
3. Innovative Verfahrenstechnik. Umfassendes Engineering im Leitungsbau, in der Planung und in der Ausführung vorantreiben.

Ein weiterer Einsatzort sind Bach- und Gewässerunterhalt. Ist dieses Verfahren besonders ökologisch?
Ja, das ist so. Die von uns selber gebaute Mähkorbaufnahmekupplung ans Trägergerät erlaubt ein sehr naturschonendes Pflegen von Gewässern.

Haben Sie zurzeit gerade ein interessantes Projekt, welches Sie besonders hervorheben möchten?
Da sind verschiedene am Laufen. Eines ist ein Forschungsprojekt für saisonale Energiespeicherung im Erdreich. Bei anderen kann ich noch nichts verraten.

Sie entwickeln und nutzen nicht nur Ihre eigenen Maschinen und Apparate, Sie verkaufen diese auch. Bieten Sie ebenfalls entsprechende Schulungen dazu an?
Wenn Kunden unsere Klein-Bohrsysteme kaufen, ist dies oft auch mit entsprechender Schulung verbunden. Diese wird in unserem Haus angeboten.

Mini Twinny – was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
Ich habe den Prototypen 1994 zusammen mit meinem Bruder gebaut. Eine kleine, mit Muskelkraft zu installierende Hausanschlussmaschine. Sehr erfolgreich und vielfach verkauft. Später entwickelten wir das Spülbohrsystem E-Z-Jet. Auch diese Anlage findet im Markt Anklang.

Welche Neuerungen planen Sie für die nähere Zukunft?
Da wir unsere Bohrmeister selber ausbilden müssen, sind wir da einem sehr herausfordernden Prozess unterworfen. Hier sind ständig Neuerungen im Ausbildungssystem nötig. Die Bohrschlammbewirtschaftung muss vorangetrieben werden. Werkhoferweiterung und Büroneubau stehen an.

Herr Peter Schenk, vielen Dank für das Interview.


Gegründet wurde die Schenk AG 1969
Anzahl Mitarbeiter: 80
Spezieller Firmenslogan: Für Sie gehen wir untendurch!
Schenk AG
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