Brände auf Baustellen aktiv verhindern

Planende und Ausführende können durch eine sorgfältige Arbeitsweise zur Brandverhütung auf der Baustelle beitragen. (Quelle: VKF)
Untersuchungen belegen es: Die meisten Brände auf Baustellen wären vermeidbar gewesen. Umso wichtiger werden die Prävention und das richtige Verhalten. Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) hat deshalb im Juli 2022 zusammen mit Vertreter / innen namhafter Verbände und Firmen ein neues Merkblatt herausgegeben. Gemeinsames Ziel ist das Verhüten von Bränden auf Baustellen.

Baustellen-Brände verursachen zu oft hohe Folgekosten. Nicht selten werden auch Personen gefährdet oder kommen gar zu Schaden. Insbesondere grössere Brände verzögern zudem den Baufortschritt. Der Umgang mit der Brandgefahr auf einer Baustelle wird erschwert durch die Vielzahl der Beteiligten. Diese begegnen fast täglich unterschiedlichsten sowie wechselnden Herausforderungen. Bis heute gab es keine Gesamtübersicht der geltenden Vorschriften und Empfehlungen zur Brandverhütung auf Baustellen. Diese Lücke schliesst nun die VKF gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Partnern.

Das soeben erschienene Merkblatt «Brandverhütung auf Baustellen» bietet eine kompakte Übersicht der Brandrisiken und Schutzmassnahmen auf Baustellen. Dazu zählen insbesondere der richtige Umgang sowohl mit offener Flamme, Wärme, Elektrizität als auch anderen Energiearten. Das neue Brandschutzmerkblatt richtet sich an alle an einem Bauvorhaben beteiligten Personen. Angesprochen werden sowohl Bauherren, Planer als auch ausführende Handwerker. Deren Sorgfaltspflichten und Verantwortungsbereiche unterscheiden sich. Um die Zuständigkeiten möglichst genau zu bestimmen, stellt die Projektgruppe den jeweiligen Berufsgruppen neben dem Merkblatt zusätzlich acht Checklisten zur Verfügung. Eigens dafür entwickelte Bildzeichen sorgen über Kulturen und Sprachen hinweg für Verständlichkeit.

Brände auf Baustellen sind keine Seltenheit und verursachen oft hohe Folgekosten. (Quelle: VKF)

Brände auf Baustellen sind keine Seltenheit und verursachen oft hohe Folgekosten. (Quelle: VKF)

Häufig verleiten Zeit- und Kostendruck zu einer unsorgfältigen und brandgefährlichen Arbeitsweise. Nach einem Brand stellt sich auch die Frage nach der Verantwortung. Unangenehme straf- und zivilrechtliche Konsequenzen können die Folgen sein. Die VKF versteht ihr Angebot als kostenlose für alle zugängliche Dienstleistung. Gut ausgebildete und instruierte Mitarbeitende werden die Gefahren im Umgang mit den verwendeten Arbeitsmitteln zukünftig besser einschätzen können. Das Einhalten der bewusst kurz gehaltenen Checklisten-Tipps schützt sie und ihre Umgebung bei der täglichen Arbeit.

Kostenloser Download des Merkblatts und der Checklisten: www.bsvonline.ch/de/vorschriften

Druckversion im Shop verfügbar


Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF
Michael Binz
Bundesgasse 20, 3001 Bern
Tel 031 320 22 45
michael.binz@vkg.ch
www.vkg.ch

Promat – Ihr zuverlässiger Partner im baulichen Brandschutz

Die Promat AG mit Hauptsitz in Münchwilen ist ein führendes Unternehmen im Bereich des vorbeugenden und baulichen Brandschutzes.

Die Sicherheit von Mensch und Tier sowie von Sachwerten und Gebäuden liegt uns am Herzen. Wir lösen für Sie den baulichen Brandschutz richtig und sicher. Und das von der Planung, über die Umsetzung bis zur Konformitätserklärung. Über 150 von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) anerkannte Bauteile und unzählige Sonderlösungen garantieren Sicherheit bei maximaler Gestaltungsfreiheit.

  • Kompetente Beratung unserer Kunden bei der Umsetzung von gesetzlichen Brandschutzauflagen im Hoch- und Tiefbau.
  • Unsere Systemlösungen garantieren die geforderte Sicherheit unter Beibehaltung der maximalen Gestaltungsfreiheit.
  • Qualitativ hochwertige Brandschutzprodukte liefern wir pünktlich und auf Wunsch auch bearbeitet.
  • Die reibungslose Ausführung findet durch ausgesuchte Montagefirmen statt.
  • Zur Qualitätssicherung bilden wir die Fachkräfte aus und unterstützen sie mit Instruktionen und Plankontrollen auf der Baustelle.
  • Wir schaffen und festigen Vertrauen zu Kunden, Behörden, Lieferanten und Mitarbeitern durch Fairness und Verlässlichkeit.



Promat AG
Industriestrasse 3
9542 Münchwilen
Tel 052 320 94 00
office@promat.ch
www.promat.ch

Brandschutz in der Schweiz

Dorfbrand von Grindelwald 1892, Quelle Grindelwald Museum

Titelbild: Dorfbrand von Grindelwald 1892, Quelle Grindelwald Museum

Grosse Feuersbrünste in Schweizer Dörfern und Städten kennen wir nur noch aus historischen Überlieferungen. Nur selten betrifft heutzutage ein Brand mehrere Gebäude. Die Gründe dafür liegen bei den wirksamen Schutzmassnahmen.

Der Schrecken der Grossbrände
Schon in der Steinzeit versuchten die Menschen das Feuer für ihre Zwecke zu nutzen. Später brachten sie das Feuer in ihre Häuser und Siedlungen. Dass es dabei nicht immer unter Kontrolle gehalten werden konnte, zeigen die zahlreichen überlieferten Grossbrände in der Schweiz. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Ortschaften teilweise komplett eingeäschert, einige sogar mehrmals. In Romont (FR) wüteten beispielsweise 1434, 1476, 1577 und 1681 schwere Brände und führten zu grosser Zerstörung. Einer der letzten Grossbrände in der Schweiz ereignete sich 1903 in Bonaduz (GR).

Der Umfang dieser Brände mag heute erstaunen. Bedenkt man die damalige Bauweise, liegen die Gründe jedoch auf der Hand. So waren Häuser oft aus Holz gebaut und Dächer mit Stroh oder Schindeln bedeckt. Ein einzelner Funke, sei es aus einer Kochstelle, einer Fackel oder einem Schmiedeofen reichte bereits, um einen Grossbrand auszulösen.

Die Bewohner erkannten, dass die Bauweise von Häusern einen grossen Einfluss auf die Entwicklung von Bränden haben kann. Dies hat dazu geführt, dass die Abstände zwischen den Häuserreihen vergrössert und vermehrt mit Stein gebaut wurde. Auch Brandmauern, die das Übergreifen eines allfälligen Feuers unterbinden sollten, wurden bereits Anfang des 18. Jahrhunderts eingesetzt. Zeitweise war es verboten, feuerbetriebene Werkstätten in der Stadt zu betreiben. Haushalte waren verpflichtet, einen Eimer und einen Feuerhaken bereit zu halten. Heu und Brennholz galt es an sicheren Stellen zu lagern und die Kamine regelmässig vom Russ zu befreien. Auch wenn diese Massnahmen mit dem heutigen Brandschutz nicht vergleichbar sind, so zeigten sich dennoch erste positive Auswirkungen.

Die Entwicklung des Brandschutzes
1903 wurde die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) gegründet. Damit wurde der Brandschutz in der Schweiz institutionalisiert und erstmals überkantonal angegangen. 1933 wurde die VKF-Wegleitung Feuerpolizei-Vorschriften erstmals publiziert. Sie gilt heute als das erste bekannte Brandschutzvorschriften-Werk der Schweiz. Von einer gesamtschweizerischen Lösung für Brandschutzvorschriften war man jedoch noch Jahrzehnte entfernt.

So ist der Schweizerische Brandschutz heute organisiert.
Bis 2004 galten die kantonalen Brandschutzvorschriften. Seit 2005 ist die Führung bei der Schweizerischen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz. Diese setzt durch das Interkantonale Organ technischer Handelshemmnisse (IOTH) auf Basis der Interkantonalen Vereinbarung zum Abbau technischer Handelshemmnisse (IVTH) die Brandschutzvorschriften für die ganze Schweiz in Kraft. Damit erhalten die Vorschriften Gesetzescharakter. Dies sowohl in Kantonen mit Kantonaler Gebäudeversicherung als auch ohne (Uri, Schwyz, Obwalden, Appenzell Innerrhoden, Wallis, Tessin und Genf). Zusätzlich übernimmt auch das Fürstentum Liechtenstein diese Brandschutzvorschriften in das entsprechende Baugesetz.

Ordner Brandschutzvorschriften, Quelle VKF

Ordner Brandschutzvorschriften, Quelle VKF

Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) ist vom IOTH als Fachinstanz für die Brandschutzvorschriften ernannt worden. Sie erstellt und pflegt die Vorschriften und ist Anlaufstelle für Fragen und Anliegen. Die VKF kann jedoch weder selbst Vorschriften erlassen noch diese vollziehen.

Die Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV) oder in Kantonen ohne KGV die jeweilige amtliche Stelle vollziehen den Brandschutz und erlassen die nötigen Weisungen auf kantonaler Ebene. Bei Gebäuden mit erhöhtem Brandrisiko legen sie die Brandschutzmassnahmen fest und führen periodische Kontrollen durch. Auch organisieren sie die Abnahmen von Brandmeldeanlagen, Sprinkleranlagen, Blitzschutzsysteme usw.

Aktuell sind die Schweizerischen Brandschutzvorschriften BSV 2015 in Kraft. Diese gelten für alle Bauten und Anlagen, also vom Einfamilienhaus bis hin zum Fussballstadion. Natürlich unterscheiden sich die jeweiligen Anforderungen stark von der Nutzung und der Art des Gebäudes. Im Laufe der Zeit ändert sich die Bauweise, die Baumaterialien aber auch unsere Ansprüche. Daher ist per 2026 eine erneute Revision der Brandschutzvorschriften geplant.

Hier finden Sie die aktuellen VKF-Brandschutzvorschriften www.bsvonline.ch


Vereinigung Kantonaler
Feuerversicherungen VKF
Michael Binz
Bundesgasse 20
3001 Bern
Tel +41 31 320 22 45

Brandschutzvorschriften 2026 – der Brandschutz in der Schweiz wird neu definiert

Die aktuell schweizweit verbindlichen VKF-Brandschutzvorschriften www.bsvonline.ch sind ein solides Grundregelwerk, das den Brandschutz in der Schweiz sicherstellt. Die letzte Revision der Vorschriften geht auf das Jahr 2015 zurück. Jede Revision berücksichtigt die neusten technischen Möglichkeiten. Mit den Brandschutzvorschriften 2026, kurz BSV 2026 wird der Brandschutz der Zukunft neu definiert. Das Ziel ist es, eine Deregulierung, eine Vereinfachung der Vorschriften sowie einen einheitlicheren Vollzug zu erreichen, ohne dabei die realen Risiken zu vernachlässigen.

Als politische Instanz der Kantone, hat das Interkantonale Organ Technische Handelshemmnisse (IOTH) die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) beauftragt, die schweizerischen Brandschutzvorschriften bis 2026 zu revidieren. Das IOTH ist die oberste Auftraggeberin an die VKF und agiert auf politischer und strategischer Ebene. Vertreter der Auftraggeberin und der für die BSV 2026 massgebenden Anspruchsgruppen bilden den Steuerungs- und Kernausschuss. Das eigentliche Projektteam besteht aus Isabel Engels, einer Professorin für Brandschutz, Prof. Dr. Dirk Proske einem Risikoexperten und Alois Keel, einem Baujuristen. Bei ihnen laufen die operativen Fäden des Projektes zusammen. Sie sind es, die die eigentlichen Vorschriften verfassen. Unterstützt wird das Projektteam durch fachthemenspezifische Arbeitsgruppen. Diese werden dynamisch und themenspezifisch nach Bedarf zusammengestellt. Die Gesamtverantwortung für das Projekt BSV 2026 liegt bei Lars Mülli. Er ist Direktor der GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich. Gleichzeitig ist er Vorstandsmitglied VKF und Präsident der Technischen Kommission Brandschutz VKF und verfügt über langjährige Brandschutzerfahrung.

Ein kompetentes und breit abgestütztes Team für die BSV 2026, die den zukünftigen Brandschutz in der Schweiz neu definieren. Dabei wird ein risikoorientierter Ansatz angewendet. Das Ziel der Revision ist eine Deregulierung und eine Vereinfachung der Vorschriften. Auch ein einheitlicherer Vollzug soll dadurch erreicht werden. Dabei sollen die akzeptierten Risiken nicht ausschlaggebend höher oder tiefer sein als in anderen vergleichbaren Lebensbereichen. Die neuen Vorschriften werden zwar risikobasiert ausgearbeitet. Sie bieten aber in der Anwendung die Möglichkeit, die Schutzziele implizit mit einem klar definierten Massnahmenpaket zu erreichen. Der Grossteil der Gebäude (80 % und mehr) wird nach wie vor ohne spezielle, objektspezifische Risikobetrachtungen und wie bis anhin standardisiert behandelt werden können. Dies ermöglicht ein effizientes Vorgehen. Dem Projektteam liegt viel daran, den unterschiedlichen Ansprüchen in der Brandschutzplanung und den Auftragszielen Deregulierung und Vereinfachung gerecht zu werden. Das vorhandene Wissen und die langjährige Erfahrung der Schweizer Brandschutzbranche bieten weitere Vorteile, dass mit den BSV 2026 ein zukunftsweisender Grundstein im Schweizer Brandschutz gelegt werden kann.


Vereinigung Kantonaler
Feuerversicherungen VKF
Michael Binz
Bundesgasse 20
3001 Bern
Tel +41 31 320 22 45

EgoKiefer präsentierte an der Swissbau eine echte Innovation – das Brandschutzfenster in Fichte

EgoKiefer, die Nummer eins im Schweizer Fenster- und Türenmarkt, hat ein neues Holz / Aluminium-Brandschutzfenster entwickelt und präsentierte dieses vom 14. bis 18. Januar an der Swissbau, der grössten Baumesse der Schweiz.

An der Swissbau in Basel gab sich die Baubranche auch 2020 ein Stelldichein. Wieder mit dabei war EgoKiefer, die erste Ansprechpartnerin für Fenster und Türen in der Schweiz. Neben seinem breiten Leistungsangebot mit persönlicher Beratung, detaillierter Planung und fachgerechter Montage präsentierte das Unternehmen dieses Jahr eine echte Innovation – das neue Holz / Aluminium-Brandschutzfenster EI30 in Fichte.

Jede Minute zählt
Bricht ein Feuer aus, entscheidet hauptsächlich die Zeit über das Ausmass des menschlichen und materiellen Schadens, denn jede Minute zählt, wenn sich Betroffene aus der Gefahrenzone begeben müssen. Den Faktor Zeit können EgoKiefer Brandschutzfenster stark und positiv beeinflussen.
Sinnvoll ist deren Einsatz vor allem bei Gebäuden mit einem erhöhten Risiko. Geringe Gebäudeabstände im Ortskern, Trennwände zwischen Büroräumen und der Produktion oder als Fluchtwege dienende
Treppenanlagen sind Beispiele für solche Risikogruppen oder eben für Einsatzorte von Brandschutzsystemen.

Grosses Sortiment und vielseitige Optik
Das EgoKiefer Brandschutzfenster EI30 ist für das System Ego®Allstar verfügbar, in ein- sowie zweiflügliger Ausführung oder auch als Festverglasung. Anders als seine Vorgänger ist das Fenster nicht nur in Eiche, sondern neu auch in den Holzarten Fichte, Kiefer oder Lärche erhältlich und unterscheidet sich in der Optik nicht von den Standardausführungen. Ein spezieller Brandschutz-Bauanschluss ist ebenfalls nicht notwendig. Für noch mehr Licht in den Räumen lassen
sich ausserdem auch grosse Fensterdimensionen realisieren.

Geprüfter Widerstand
Das neue EgoKiefer Brandschutzfenster EI30 wurde durch das IBS-Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung in Linz (Österreich) geprüft und und erfüllt die normativen Brandschutzanforderungen für mindestens 30 Minuten. Genug Zeit also, sich und andere in Sicherheit zu bringen.

EgoKiefer AG
Schöntalstrasse 2
9450 Altstätten
Tel +41 (0)71 757 33 30
zentrale@egokiefer.ch
www.egokiefer.ch