Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV): Die einfache Lösung für Energieversorger und Liegenschaftsverwalter

Dass sich Photovoltaik-Anlagen auf Liegenschaften auch ohne staatliche Zuschüsse lohnen, ist schon längstens kein Geheimnis mehr. Voraussetzung dafür ist allerdings ein möglichst hoher Eigenverbrauchsgrad. Insofern ist es verwunderlich, dass die Möglichkeit, sich zum Eigenverbrauch zusammenzuschliessen, mit mehreren Mietern und sogar über Liegenschaftsgrenzen hinaus, bisher so selten genutzt wird. Die grösste Hürde ist allerdings schnell gefunden: die Komplexität des Themas.

Eigenverbrauch ist nicht gleich Eigenverbrauch
Es gibt zum einen das Konzept «Eigenverbrauchsgemeinschaft» (EVG), welches hauptsächlich direkt vom lokalen Energieversorger angeboten und verrechnet wird. Zum anderen gibt es den «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch» (ZEV), wo die zusammengeschlossenen Parteien nur noch ein Messpunkt gegenüber dem Energieversorger sind. Für die Messung des Stroms sowie die Rechnungsstellung innerhalb des ZEV sind sie selber verantwortlich. Doch wer entscheidet, welche Variante die beste ist?
Und wenn ein ZEV gegründet wird: wer kommuniziert mit dem Energieversorger sowie den Mietern in den Liegenschaften? Die Abrechnung ist auch nicht trivial. Im Gegensatz zu Wasser und Gas kann der Strom nicht in die Mietnebenkosten fliessen und muss verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Die regulatorischen Anforderungen an die Messmittel sind auf dem gleichen Niveau wie bei Stromabrechnungen der Energieversorger.

CopyrightDas Rundum-sorglos-Paket für Energieversorger und Liegenschaftsverwalter
Die SWiBi bietet eine ZEV-Lösung, die sich um all diese Punkte kümmert, denn nur mit Strommessen ist es nicht getan. Als etablierte Meter-to-Cash-Dienstleisterin hat die SWiBi nicht nur Erfahrung im täglichen Kontakt mit den Energieversorgern, sondern auch mit den Stromkunden. Das ermöglicht eine offene und transparente Kommunikation mit allen involvierten Parteien. Das System ist in der ganzen Schweiz einsatzfähig und funktioniert als Gesamtlösung – auch über viele Liegenschaftsstandorte hinaus. Durch das Mieten von Zählern und sonstiger Hardware wird das Investitionsrisiko umgangen.
Die SWiBi kümmert sich darum, dass ein erprobtes System zur Abwicklung des ZEV im Einsatz ist. Interessierte Mieter können ihre Verbräuche rund um die Uhr im Online-Kundenportal einsehen und für alle restlichen Fragen steht ein mehrsprachiges Kundencenter zur Verfügung. Auch Inkassomanagement und Rechnungsausgleich mit dem Energieversorger sind inklusive. Damit wird der Eigenverbrauch so einfach, wie er sein sollte.

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Was geschieht mit alten Autos?

Fahrzeuge sind aus über zehntausend Teilen und unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt. Rund 90 Prozent werden wiederverwendet und -verwertet. Wie wird diese hohe Verwertungsquote eines derart komplexen Konsumguts erreicht?

Jedes Jahr werden in der Schweiz 70 000 bis 80 000 Fahrzeuge definitiv entsorgt. Etwa doppelt so viele Fahrzeuge verlassen jedoch bereits als Occasionswagen unser Land, bevor sie hier ein paar Jahre später zur Entsorgung anfallen würden. Ältere Fahrzeuge – vielfach mit hohen Laufleistungen – sind andernorts sehr gefragt, weil sie technisch in einem relativ guten Zustand sind. In der Schweiz ist die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen gering. In den Exportländern, wo sich die allerwenigsten ein neues Auto leisten können, werden diese Fahrzeuge nochmals jahrelang gefahren.

AutorecyclingWas passiert nun mit einem Altauto?
Das Ziel muss sein, möglichst viele Rohstoffe und Energie zurückzugewinnen. Fahrzeuge bestehen zu über 70 Prozent aus Metallen. Daran hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig geändert. Das ist gut fürs Recycling, denn Metalle lassen sich einfacher und effizienter separieren und rezyklieren als beispielsweise vermischte Kunststoffe. Zudem können Metalle praktisch ohne Qualitätseinbussen im Stoffkreislauf gehalten werden. Die Autoverwertung findet in mehreren Schritten statt:

Autoverwerter
Die meisten der rund 80 Autoverwerter haben sich auf das Ersatzteilgeschäft spezialisiert. Allerdings eignen sich nur neuere Unfallfahrzeuge für die Entnahme von Ersatzteilen, da für eine grössere Nachfrage noch genügend Modelle im Verkehr sein müssen. Grössere Betriebe haben ein umfangreiches, inzwischen digital erfasstes Ersatzteillager. Über entsprechende Websites und den notwendigen Fahrzeugangaben können direkt Teile angefragt werden. Nach der Ersatzteildemontage erfolgt die Trockenlegung und Schadstoffentfrachtung mit der Entnahme von Betriebsflüssigkeiten, den Reifen und der Batterie. Alle diese Abfälle gehen entweder in die stoffliche oder energetische Verwertung. Das ausgeschlachtete Wrack wird aus Transportgründen gepresst und einem Shredderwerk zu einem monatlich fixierten Schrottpreis verkauft.

Shredderwerk
In der Schweiz können sieben Shredderwerke Autowracks verarbeiten. Eine grosse Hammermühle mit bis zu 3000 PS Antriebsleistung kann ganze Autos innert einer halben Minute in faustgrosse Stücke zerschlagen – wenn es sein muss mit Motor und Getriebe. Der Output ist getrennt nach Stahl-/ Eisenschrott, Nichteisenmetalle und der sogenannten Shredderleichtfraktion. Abnehmer der Metalle sind Stahlwerke und Umschmelzwerke. Hauptabnehmer von Shredderschrott sind beispielsweise die beiden inländischen Stahlwerke Stahl Gerlafingen AG und Swiss Steel AG in Emmenbrücke. Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) nutzen die Energie der Shredderleichtfraktion – ein Gemisch aus Kunststoffen, Faserstoffen, Glas und Restmetallen – für die Stromproduktion und die Fernwärme. Die Stiftung unterstützt die laufenden Anstrengungen der Branche, Wertstoffe aus den festen KVA-Rückständen zurückzugewinnen. Hierzu verweisen wir auf die innovative Schlackenaufbereitungsanlage der ZAV Recycling AG im zürcherischen Hinwil. Dort gewinnen sie nicht nur Eisen und Aluminium zurück, sondern auch Gold und Silber. Es ist wahrlich erstaunlich, was alles im Abfallkübel landet.

AutorecyclingRückgewinnung
Das hochwertige Metallrecycling schont p-base/wp-content/uploads/2017/08/BildRechts.pngerstens die Erz-Abbaugebiete und benötigt zweitens viel weniger Energie als die Primärproduktion. Mit den im letzten Jahr im Inland verwerteten 72 032 Altfahrzeugen konnten 100 000 Tonnen Eisenerz sowie 22 000 Tonnen Bauxit eingespart werden. Dadurch sank der Energiebedarf um 370 000 MWh und der CO2-Ausstoss um 100 000 Tonnen. Die KVA produzierten aus 16 000 Tonnen Shredderleichtfraktion von Altfahrzeugen Strom und Wärme im Umfang von 30 000 MWh, was etwa dem Strombedarf von 7000 Haushalten entspricht.

Herausfordernde Elektromobilität
Immer mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben kommen auf den Markt. Im Hinblick auf die verschärften CO2-Grenzwerte ab 2020 sind deutlich mehr elektrifizierte Fahrzeuge zu erwarten. Bis diese Fahrzeuge in grösseren Mengen zur Entsorgung anfallen, dauert es allerdings noch ein paar Jahre. Bereits heute müssen wir jedoch die Entsorgung der elektrischen Komponenten und vor allem der Antriebsbatterien in die richtigen Bahnen lenken. Arbeiten an Hochvoltanlagen von Elektrofahrzeugen bedingen eine spezielle Ausbildung für Fachleute. Elektromotoren, Leistungselektronik und die Batterien beinhalten die unter dem Begriff «Seltene Technische Metalle» zusammengefassten Seltenen Erden, kritische Metalle und Edelmetalle. Sie sind wieder in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Die Autobranche befasst sich gegenwärtig mit der Rücknahme und dem Recycling der Lithium-Ionen-Batterien.
Die Automobilindustrie geht davon aus, ausgediente Batteriesätze in stationären Stromspeicheranlagen weiter zu nutzen. Die Restkapazität von 70 Prozent ist dafür völlig ausreichend und würde das Batterieleben um Jahre verlängern.
Fazit: Die Autoverwertung ist ein wichtiger Bestandteil der sekundären Rohstoffgewinnung, heute allgemein unter dem Begriff «Urban Mining» zusammengefasst.


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Interview mit Herrn Daniel Christen zum Thema «Autorecycling»

Mit welchem Ziel wurde die Stiftung Auto Recycling vor gut 20 Jahren gegründet?
Damals ging es hauptsächlich um die umweltfreundliche Verwertung der Shredderleichtfraktion, also der nichtmetallischen Rückstände, die nach dem Shreddern der Altautos übrig bleiben. Bis dahin wurde die Shredderleichtfraktion in Deponien abgelagert. Die Stiftung bewirkte, dass seit 1996 diese Restfraktion in Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) entsorgt wird. Die Stiftung beurteilte auch andere Technologien, aber die Mitverbrennung in KVA hat sich bewährt. Die KVA haben ihre Behandlungsprozesse weiterentwickelt, sodass heute ein Grossteil der Wertstoffe und Energie zurückgewonnen wird. Mit dem Verbrennen werden aber keine Stoffkreisläufe geschlossen.

Wie steht die Stiftung dazu?
Die Shredderleichtfraktion ist ein Gemisch aus unterschiedlichsten Stoffen, Formen und Grössen. Es ist sehr schwer zu trennen. Der Aufwand ist gross und benötigt Energie. Auch danach müsste noch ein Grossteil thermisch behandelt werden. Denn ein effektives Recycling funktioniert nur mit sortenreinen, schadstofffreien Fraktionen. Daher ist es sinnvoller, das Brennbare zuerst thermisch zu verwerten und dann die Wertstoffe zurückzugewinnen. Das wird gemacht und hier werden die Kreisläufe geschlossen.

Warum ist Recycling für die Schweiz so wichtig?
Recycling ist natürlich nicht nur in der Schweiz wichtig. Es hat bei uns allenfalls einen höheren Stellenwert, weil wir keine eigenen Primärrohstoffe haben. Und – mit Ausnahme des Metallrecyclings – kostet Recycling Geld. Kommt hinzu, dass das «billige» Deponieren von brennbaren Abfällen bei uns seit dem Jahr 2000 verboten ist.

Was sind die Hauptförderungszwecke der Stiftung heute?
Mit finanziellen Beiträgen unterstützen wir das Verwerten der Shredderleichtfraktion aus Fahrzeugen. Dadurch können wir den ganzen Abfallstrom kontrollieren. Ebenfalls sind wir bei der Schlackenaufbereitung engagiert. Es ist wichtig, dass die nach der Verbrennung übrig bleibenden Wertstoffe aus den Aschen zurückgewonnen werden. Die Stiftung arbeitet eng mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Bereich Gesetzgebung zusammen. Gerade wird die Vollzugshilfe über die Entsorgung von Altfahrzeugen aktualisiert. Für uns ist es wichtig, dass die Vorgaben an die Autoverwertung verhältnismässig sind, und dass sie dann auch durchgesetzt werden. Seit kurzem befassen wir uns intensiv mit dem Recycling von Lithium-Ionen-Batterien aus Elektro- und Hybridfahrzeugen.

Seit den 70er-Jahren gibt es sogenannte Shredderwerke auch in der Schweiz, was genau passiert dort mit dem Fahrzeug?
Die zuvor trockengelegten Fahrzeuge werden über ein Zuführband in den Shredder geführt. Der Shredder ist eine grosse Trommel mit Schlaghämmern, die ein Fahrzeug sogar samt Motor und Getriebe innert Sekunden in faustgrosse Stücke zertrümmern. Mit nachgeschalteter Sortiertechnik werden Eisen und Stahl sowie Nichteisenmetalle wie Aluminium und Kupfer aussortiert. Übrig bleiben eine Shredderleicht- und -schwerfraktion, die Kunststoffe, Gummi, Glas, Holzfasern, Dreck und Spuren von Restmetallen enthalten.

Was passiert mit dem Eisen- und Nichteisenschrott, kann dieser weiterverwertet werden?
Die Stahlwerke – unter anderem die beiden Schweizer Betriebe Stahl Gerlafingen und Swiss Steel – kaufen den Shredderschrott und produzieren daraus neuen Stahl. Shredderschrott ist ein hochwertiger Sekundärrohstoff. Swiss Steel liefert ihre Produkte grösstenteils an Automobilhersteller, womit der Stoffkreislauf geschlossen ist. Nichteisenmetalle wie Aluminium und Kupfer werden in entsprechenden Hüttenwerken ebenfalls wieder eingeschmolzen. Metalle können beliebig oft ohne grosse Verluste geschmolzen werden.

Wie wird aus nichtmetallischen Shredderrückständen Energie gewonnen?
Kehrichtverbrennungsanlagen verbrennen die Shredderleichtfraktion zusammen mit dem Hausmüll. Die dabei entstehende Wärme wird verstromt oder als Fernwärme genutzt. Wir haben berechnet, dass in der Schweiz mit der jährlichen Energie aus automobilen Abfällen über 7000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Über 70 Autoverwerter gibt es in der Schweiz, welche Stationen durchläuft das Fahrzeug dabei und welche Teile können noch verwertet werden?
Zuerst erfolgt die Trockenlegung mit der Entnahme der Flüssigkeiten und Öle sowie der Demontage der Reifen und Batterie. Das meiste wird ebenfalls thermisch verwertet, vielfach in Zementwerken, die einen grossen Bedarf an alternativen Brennstoffen haben. Der Autoverwerter lebt jedoch vom Verkauf der Ersatzteile. Soweit möglich sind sie geprüft, und es gibt eine Garantie. Gefragt sind vor allem Karosserieteile, Scheinwerfer, Stossfänger, aber auch ganze Motoren, Anlasser, Alternatoren, Getriebe und natürlich auch elektronische Bauteile.

Ist es richtig, dass vor allem bei Unfallwagen brauchbare Teile wieder zum Verkauf angeboten werden können?
Da ist natürlich so. Je neuer das Fahrzeug, desto grösser wird die Nachfrage nach Teilen sein. Es hängt natürlich auch davon ab, wie viele Fahrzeuge eines Typs in Verkehr stehen. Versicherungen führen online Auktionsplattformen, auf denen Unfallfahrzeuge angeboten und verkauft werden.

Mit Zunahme der E-Mobilität entstehen neue Entsorgungsthematiken, wo sehen Sie hier die Problematik?
Wir beschäftigen uns intensiv mit den Lithium- Ionen-Batterien aus Elektro- und Hybridfahrzeugen. Wir haben es hier mit Hochspannungssystemen zu tun und da kann nicht mehr einfach herumgeschraubt werden. Es braucht Fachwissen und die entsprechenden Werkzeuge. Die Batterien enthalten wertvolle Stoffe wie Kobalt, Nickel, Mangan und Lithium, die aus den Altbatterien zurückgewonnen werden müssen. In der Zwischenzeit kann durchaus eine Zweitnutzung im stationären Bereich sinnvoll sein. Viele Fragen sind noch offen. Allerdings ist heute der Rücklauf noch sehr gering.

Wo sind die Unterschiede zum Recycling herkömmlicher Fahrzeuge?
Elektrofahrzeuge haben weniger Teile, dafür mehr wertvolle Materialien, besonders Kupfer. Die Antriebsbatterie ist separat zu behandeln. Man ist daran, einen Recyclingkreislauf aufzubauen.

Können Sie in ein paar Zeilen erklären, was hinter dem Begriff «Schlackenaufbereitung» steht?
Wie zu Hause im Cheminée bildet sich auch bei der Kehrichtverbrennung eine Asche oder eben Schlacke. Alles Nichtbrennbare landet darin, also auch Restmetalle. Seit den letzten Jahren wird versucht, möglichst viele dieser wertvollen Metalle auszusortieren. Diese können einen Anteil von 5 bis 15 Prozent der Schlacke ausmachen. Man findet gar Gold und Silber, aber der grösste Teil sind Eisen und Stahl. Bei der Kehrichtverwertungsanlage in Hinwil steht die innovativste und modernste Schlackenaufbereitungsanlage.

Wie viele Fahrzeuge werden jedes Jahr recycelt?
In den letzten Jahren sind die in der Schweiz verwerteten Fahrzeuge auf 76 000 zurückgegangen. Der Grund ist der zunehmende Export von älteren Occasionsfahrzeugen. Diese fehlen dann bei der Verwertung. Occasiossfahrzeuge sind ein frei handelbares Gut. Solange damit keine billige Entsorgung beabsichtigt ist, ist dagegen nichts einzuwenden.

Was geschieht mit Fahrzeugen, die eigentlich noch in einem guten Zustand sind?
Ältere Fahrzeuge sind in der Schweiz nicht sehr gefragt. Dafür umso mehr im Ausland, weil die meisten noch in einem guten Zustand sind. Vielfach lohnt sich in der Schweiz der Aufwand für die Motorfahrzeugkontrolle nicht mehr, weshalb sie verkauft werden.

Sie sind der Geschäftsführer der Stiftung Auto Recycling, wie kam es zu Ihrer Faszination für das Thema «Recycling»?
Es ist ja nicht unbedingt ein Thema, das man von Beginn an sucht. Aber wenn man sich näher damit befasst, sieht man die Vielfältigkeit. Man muss Bescheid wissen über Rohstoffe, Aufbereitungstechnologien, Märkte und nicht zuletzt über Gesetze. Andererseits darf man das Machbare, das heisst die Verbindung von Ökonomie und Ökologie, nicht aus den Augen verlieren. Durch meine Funktion komme ich mit vielen spannenden Personen von Behörden, Recyclingunternehmen, Instituten, Verbänden, Herstellern und auch Banken zusammen.

Haben Sie ein aktuelles Projekt, welches Sie an dieser Stelle gerne erwähnen möchten?
Wie bereits gesagt, ist zurzeit die Organisation des Batterierecyclings ein zentrales Thema. Es wird interessant sein zu sehen, in welche Richtung das Ganze gehen wird. Teilweise wird es darauf ankommen, welche Wege die Autohersteller verfolgen werden. Auf jeden Fall ist absehbar, dass Antriebsbatterien ein zweites Leben haben werden. Entweder nach einer Aufbereitung wieder in Fahrzeugen oder im stationären Speicherbereich. Irgendwann werden sie jedoch zur Verwertung kommen. Und dann ist es wichtig, die Rohstoffe zurückzuholen und so den Stoffkreislauf zu schliessen.

Vielen Dank für das Interview.


Gegründet wurde die Stiftung Auto Recycling Schweiz 1992 von den offiziellen Automobilimporteuren mit dem Zweck, die Verwertung von Motorfahrzeugen sicherzustellen und zu fördern.

Anzahl Mitarbeiter: 2

Spezieller Firmenslogan: AutoverWERTung ist WERTvoll

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Wohnhaus für die nächste Generation: Sonnenpark PLUS in Wetzikon ZH

Im Juni ist in Wetzikon ZH ein Mehrfamilienhaus bezogen worden, welches mit seiner Energieeffizienz und seinem Wohnklima neue Massstäbe setzt. Die Solarstromanlage (PV) auf dem Dach, in der Fassade und an den Balkongeländern produziert innerhalb eines Jahres mehr Energie, als im Alltag gebraucht wird. Doch auch die verbauten Rohstoffe sind einzigartig.

Architektur und Sonne
Das Mehrfamilienhaus bildet einen massiven Körper, südseitig mit Photovoltaikelementen, gegen Norden mit einer vorvergrauten Holzschalung. Grosse Fensteröffnungen schaffen die Verbindung zwischen Innenraum und Balkonen. Diese erstrecken sich über die gesamte Länge des Hauses. Sie beschatten im Sommer, wenn die Sonne steil steht, die grossen Fenster und schützen das Haus so vor Überhitzung. Bei flachem Sonnenstand im Herbst und im Winter kann deren Energie nicht nur technisch, sondern auch ganz direkt genutzt werden. Insgesamt gibt es drei unterschiedliche Ausrichtungen, die mit einer angebauten (Flachdach Ost-West) und einer integrierten (West- und Südfassade und Balkongeländer Süd) Photovoltaikanlage ausgestattet wurden. Bei Neubauten ist es naheliegend, die Solarstrommodule in die Gebäudehülle zu integrieren. Dies ist nicht nur eine ästhetisch ansprechende Lösung, sondern auch eine finanziell tragfähige Alternative zu anderen Fassadensystemen.

FelixZusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)
Neu können Mehrfamilienhäuser oder ganze Areale mit mehreren Häusern über unser Energiemanagement-System (EMS) optimiert werden. Sie können beliebig viele Produzenten und Verbraucher wie PV-Anlagen, Wärmepumpen, Boiler, Haushaltgeräte, Elektromobile-Ladestationen oder stationäre Akkus einbinden. Mit den intelligenten Regelalgorithmen können mehrere hundert Verbraucher über ein ganzes Areal auf diese Weise steuern, sodass der Eigenverbrauch optimiert wird und die Lasten gleichmässig verteilt werden. Zudem ist ein vollständiges Monitoring aller Energieströme sowie die Abrechnung der einzelnen Wohnungen über geeichte Zähler möglich. Über das System (EMS) wird das komplette Stromnetz eines ganzen Areals geregelt. Gegenüber dem Elektrizitätswerk existiert nur noch ein bidirektionaler Zähler. Alle internen Energieströme werden durch das System (EMS) gesteuert, gemessen und abgerechnet. Das System eignet sich dank der flexiblen Erweiterbarkeit für beliebig komplexe und gros se Überbauungen. Selbstverständlich können auch einzelne Mehrfamilienhäuser separat geregelt werden.

Eigenstrom anstatt gekauften Strom
Durch einen Eigenverbrauchsmanager (EMS) können die Wärmepumpe, das Warmwasser, die Lüftung, die Waschmaschine oder auch der Tumbler dann betrieben werden, wenn genügend Sonnenenergie zur Verfügung steht. Die Energie kann so besonders effizient und spar sam eingesetzt werden. Wird über den Tag mehr Energie produziert als benötigt, kann diese dank einer Batterie-Farm (60 kWh) gespeichert und in der Nacht oder bei anhaltend schlechtem Wetter, anstelle von externem Strom, wieder bezogen werden. Bisher (seit Juni 2018) konnte auf diese Weise ganz auf gekauften Strom verzichtet werden. Das Plusenergiehaus erzeugt nach Modellrechnungen rund 68 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, während bei einem Durchschnittsverbrauch von den Bewohnern etwa 65 000 Kilowattstunden benötigt werden.

FelixRegenwasseranlage und Recyclingbaustoffe
für gesundes Raumklima Neben dem Energiemanagement ist auch die Regenwasseranlage zukunftsweisend. Zur Spülung der WCs und für alle Aussenwasseranschlüsse wird Regenwasser verwendet, so dass wertvolles Frischwasser eingespart werden kann. Die ausgewählten Baustoffe sorgen zusätzlich für ein gesundes Wohnklima. Auf den inneren Seiten der Gebäudehülle, welche hauptsächlich aus den Recyclingdämmstoffen bestehen, wurden mehr als 24 Tonnen Lehm verbaut. Dank der Verwendung dieser Baustoffe kann der Feuchtigkeitshaushalt optimal reguliert werden, was insbesondere während der eher trockenen Wintermonate im Zusammenspiel mit der CO2-gesteuerten Komfortlüftung den Wohnkomfort deutlich verbessert.

Fossilfreie Mobilität dank eines Elektroautos
Zu den weiteren Vorzügen für die Bewohner zählt ein E-Golf von VW, welcher von der arento AG zur Verfügung gestellt und ebenfalls mit dem produzierten Solarstrom aufgeladen wird. Das Elektroauto kann bequem über eine App gebucht werden und eignet sich besonders für Kurzfahrten in die nähere Umgebung. Auch eine möglichst fossilfreie Mobilität gehört zur Philosophie der arento AG.


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Eltako bietet Schutz für Mensch und Tier

Strombetriebene Geräte sind in jedem Heim zur Selbstverständlichkeit geworden. Den Komfort dieser intelligenten Helfer möchte kaum jemand missen. Um Mensch und Tier vor den negativen Auswirkungen des elektrischen Feldes zu schützen, wird von vielen Experten der Einsatz von Netzfreischaltern empfohlen.

Wo elektrische Energie fliesst, entstehen Felder, und diese können, vor allem wenn es sich dabei um Wechselfelder handelt, unsere Gesundheit beeinträchtigen. Unser Organismus ist bei Tag (Wachzustand) wesentlich unempfindlicher für elektrische Wechselfelder als bei Nacht (Schlaf- oder Ruhezustand).

Demelectric

Die Funktionsweise des Eltako-Netzfreischalters
Der Grundgedanke des Netzfreischalters ist das Abtrennen des Aussenleiters (Polleiters) der betreffenden Sicherungsgruppe vom Netz, sobald kein Strom mehr benötigt wird. Damit der Eltako-Netzfreischalter automatisch funktioniert, wird während des Zeitabschnitts, währenddessen der Aussenleiter vom Stromkreis getrennt ist, eine niedere Überwachungsgleichspannung auf den entsprechenden Leiter gegeben. Über diese Überwachungsspannung wird bei Bedarf sofort die Zuschaltung eines Stromverbrauchers registriert. Die Verbindung mit dem Stromnetz wird durch den Eltako-Netzfreischalter automatisch wiederhergestellt. Eine technische Herausforderung bilden Verbraucher mit niedrigem Stromverbrauch. Durch die tiefe Überwachungsspannung des Netzfreischalters und die technisch notwendige Schaltschwelle kann es vorkommen, dass diese während des Einschaltens nicht als Erstverbraucher erkannt werden könnten. Beispiel: LED-Leuchten-Ladegeräte, usw. Hier schafft ein Grundlastelement parallel zu dem zugehörigen Verbraucher Abhilfe.
Am einfachsten realisierbar wäre eine Überwachungsspannung von 230 Volt DC. Es wird davon ausgegangen, dass ein solches Gleichspannungsfeld im Rahmen der Haustechnik keine Störwirkung auf den Menschen hat. Die Gründe, die dennoch für eine möglichst tiefe Überwachungsspannung sprechen, liegen in der Problematik der Oberschwingungen. Diese sind als Grundrauschen vorhanden (Summe aller wirksamen Wechselfeldfrequenzen). Verursacher sind elektronische Verbraucher wie PC, Sparlampen, Lichtregler oder TV-Geräte usw.
Der aktuelle Typ FR12-230 V (ENr. 543 990 500) zeichnet sich aus durch eine tiefe Überwachungsspannung (5 V DC) mit sehr geringer Restwelligkeit und durch vollautomatische Anpassung der Schaltschwelle (5–200 mA). Eltako hat bereits 1990 den ersten Netzfreischalter auf den Markt gebracht. Demelectric vertreibt das Eltako-Sortiment in der Schweiz über den Elektrogrossisten.


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