25 Jahre im Dienste der Umwelt – Die Erfolgsstory der ARP Schweiz

Im privaten Bereich und in öffentlichen Objekten haben sich PVC-Bodenbeläge seit vielen Jahren etabliert und überzeugen dort durch ihre ausserordentlich guten Gebrauchs- und Hygieneeigenschaften. Sie verdrängen immer häufiger die traditionellen Werkstoffe aufgrund ihrer Nutzungseigenschaften und besonders ihrer attraktiven optischen Erscheinungsbilder. Dass diese Beläge am Ende der Nutzphase recyclierbar sind, hat die ARP Schweiz mit der Einführung ihres Rücknahme- und Verwertungssystems aufgegriffen und zum Vorteil der Umwelt umgesetzt.

Als eigenständige Branchen-Initiative zur Rücknahme und Verwertung von PVC-Bodenbelägen wurde 1996 die ARP Schweiz (Arbeitsgemeinschaft für das Recycling von PVC-Bodenbelägen) gegründet. Diese Arge betreibt ein Logistik-System, über das die in einer Positivliste definierten Produkte (z. B. Altbeläge, Verlegeabschnitte und Reste) gesammelt und dem Recycling zugeführt werden. Die zu feinen Pulvern aufgearbeiteten Materialien gelangen abschliessend erneut in die Fertigung hochwertiger Bodenbeläge. Der Verein ist nicht gewinnorientiert und die Finanzierung des gesamten Systems wird durch die freiwilligen Solidaritätsbeiträge der Mitglieder – führende Bodenbelagshersteller und Händler – vollumfänglich getragen.

Die Mitglieder der ARP Schweiz dürfen zur Kennzeichnung ihrer recyclierbaren PVC-Bodenbeläge das spezielle «ARP-Recyclingdreieck» verwenden und damit neben der sachlichen Produkt-Information auch noch gegenüber dem Markt dokumentieren, dass sie als Mitglied die Aktivitäten der ARP Schweiz finanziell unterstützen und das PVC-Recycling in der Schweiz fördern.

Das Recycling der alten PVC-Beläge reduziert den Verbrauch begrenzt verfügbarer Rohstoffe, verringert die Umweltbelastungen durch Emissionen und erspart dem Nutzer unnötige Kosten für die Entsorgung über eine KVA. Lediglich ein kleiner Transportkostenanteil pro Palette ist vom abgebenden Unternehmen zu entrichten. Das System der ARP Schweiz ist ökologisch und ökonomisch ein sinnvoller Verwertungsweg für gebrauchte PVC-Bodenbeläge (www.arpschweiz.ch) dessen Vorteile inzwischen von mehr als 400 Klein- und Grossunternehmen genutzt wird, die regelmässig ihre Wertstoffe zum Recycling abgeben oder in der Vergangenheit abgegeben haben.

Die Existenz dieses Verwertungsweges ist zudem eine Grundvoraussetzung dafür, dass bestimmte PVC-Bodenbeläge im «ecodevis» des Vereins Eco-bau, Zürich selbst unter Ausklammerung der für PVC-Beläge so vorteilhaften Eigenschaften wie Pflegeleichtigkeit, Lebensdauer und günstige Anschaffungskosten immer noch eine ausgezeichnete ökologische Bewertung erhalten. Die Fachgruppe «eco-devis» (c/o Verein eco-bau, Zürich) ist eine von öffentlichen und privaten Institutionen getragene, unabhängige Vereinigung zur Unterstützung des ökologischen Bauens im Sinne der Nachhaltigkeit. Deren ökologischen Leistungsbeschreibungen von Bauprodukten sollen die Entscheidungsträger bei der Planung und Realisierung von Bauten unterstützen.

PVC-Beläge – ökologisch sinnvoll
Im privaten Wohnsektor aber vor allem in den Bereichen des Gesundheits- und Bildungswesens, der Verwaltung, im Ladenbau, dem Gastgewerbe und der Industrie haben sich PVC-Bodenbeläge seit vielen Jahren technisch bewährt. Ihre Optik überzeugt und sie erfüllen in allen Belangen die hohen Anforderungen nach Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit. Spezielle Verbundkonstruktionen erleichtern das Verlegen der modernen Bodenbeläge und ermöglichen deren schnelle Wiederaufnahme. Das Preis-Leistungsverhältnis von PVC-Produkten ist überzeugend. Verschiedenste Studien kommen in Bezug auf Ökobilanzen und bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit für die PVC-Bodenbeläge – insbesondere aufgrund einfachster Reinigungseigenschaften und guter Recyclierbarkeit – zu besten Resultaten. Die ARP Schweiz mit ihrem Verwertungssystem trägt mit dazu bei, dass diese Belagsart die erste Wahl für private und öffentliche Entscheidungsträger bleibt, was sich auch in den seit mehreren Jahren stetig steigenden Verbrauchszahlen niederschlägt.

Norbert Helminiak
Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft
für das Recycling von PVC-Bodenbelägen,
ARP Schweiz


ARP Schweiz
Industriestrasse 23
5036 Oberentfelden
Tel 043 931 02 00
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150 000 Milliarden eingesparte Umweltbelastungspunkte in 30 Jahren eRecycling – unsere Ökobilanz spricht für sich

Seit 30 Jahren setzt sich SENS eRecycling gemeinsam mit Partnern aktiv für die Umwelt ein. Mit einer Ökobilanz zeigt die Stiftung nun, wie effektiv das Recycling von Elektrogeräten wirklich ist. Um ganze 4 % wurde die jährliche Umweltbelastung dank dem SENS-Rücknahmesystem gesenkt.

2019 wurden in der Schweiz rund 16 Kilogramm Elektroschrott pro Person gesammelt. In den letzten 30 Jahren wurden 1,2 Millionen Tonnen Elektrogeräte in den eRecycling-Kreislauf der SENS zurückgeführt. Neben den gesammelten Mengen ist der Nutzen dieses fach- und umweltgerechten Recyclings von Elektrogeräten beeindruckend. Dies zeigen die Zahlen der aktuellen Ökobilanz.

Wertstoffe für 66 Eiffeltürme, 2,33 Millionen Velos und 40 Millionen Trompeten
Seit der Gründung von SENS eRecycling im Jahr 1990 konnten aus dem eRecycling 830 000 Tonnen Wertstoffe gewonnen werden. Stahl und Eisen haben dabei mit rund 80 % den grössten Anteil. Mit den 660 000 gewonnenen Tonnen könnten 66 Eiffeltürme gebaut werden. 2,33 Millionen Velos könnten aus den 35 000 Tonnen Aluminium hergestellt werden, und die 40 000 Tonnen Kupfer würden 40 Millionen Trompeten ergeben. Beeindruckende Grössen, welche die Wichtigkeit der Wertstoffgewinnung verdeutlichen.

Tausende Milliarden eingesparte Umweltbelastungspunkte
Bedeutend für die Umwelt ist auch die Vermeidung der Umweltbelastung durch die fachgerechte Entsorgung von Schadstoffen wie beispielsweise Quecksilber, Kühl- und Kältemittel oder PCB. Allein das vor allem in den Kondensatoren alter Elektrogeräte vorkommende, schwer abbaubare PCB macht über 91 % des gesamten Umweltnutzens aus.

Dieser Nutzen wird in der Ökobilanz in Umweltbelastungspunkten (UBP) beziffert, die durch das SENS-Rücknahmesystem eingespart werden konnten. Insgesamt beläuft sich diese Zahl auf 150 000 Milliarden. Dies entspricht dem jährlichen Umweltfussabdruck von etwa 7,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizern.

Umweltnutzen erlebbar gemacht
Unsere digitale Ökobilanz zeigt einfach auf, wie und was wir alle gemeinsam im eRecycling erreicht haben und wie wir uns in Zukunft noch verbessern können. Erfahren Sie spielerisch mehr über den Nutzen von eRecycling und helfen Sie mit, für unsere Umwelt etwas Gutes zu tun. Denn gemeinsam haben wir in den letzten 30 Jahren schon viel erreicht. Rüsten wir uns für die nächsten dreissig Jahre.

SENS eRecycling
SENS eRecycling ist die Schweizer Expertin für die nachhaltige Entsorgung von ausgedienten Elektro- und Elektronikgeräten im und um das Haus, sowie Leuchtmitteln und Leuchten. Mit hohen Qualitätsstandards trägt die Stiftung SENS massgeblich dazu bei, Standards im eRecycling zu setzen. Die im SENS-Rücknahmesystem erbrachten Leistungen werden über die marktkonforme vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) finanziert. SENS eRecycling ist Mitglied bei Swiss Recycling und dem weltweiten Kompetenzzentrum für Elektroschrott, WEEE Forum. Im Jahr 2020 feiert SENS eRecycling ihr 30-jähriges Bestehen.


SENS eRecycling
Obstgartenstrasse 28
8006 Zürich
Tel +41 43 255 20 00
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Kunststoffabfall ersetzt Erdöl und Kohle

Und jeder kann mitmachen! Separat gesammelt, können Kunststoffabfälle schnell wiederverwertet werden. Fünf Gründe, warum Plastik in den Sammelsack – und anschliessend auf den Recyclinghof gehört.

Weniger Kosten für den Konsumenten: Wer Kunststoffe konsequent separat sammelt, weiss, dass nur noch halb so viele Güselsäcke benötigt werden. Sammelsäcke für Haushaltskunststoffe kosten im Schnitt 20 Prozent weniger als vergleichbare Güselsäcke.

Weniger Verbrauch von Erdöl:
Aus gemischt gesammelten Kunststoffabfällen lassen sich mindestens 50 Prozent hochwertige Granulate herstellen, welche erdölbasiertes Kunststoffneumaterial ersetzen. Weniger Kohleverfeuerung: Die andere Hälfte der nicht recyclierbaren Kunststoffabfälle wird zu Flocken verarbeitet, welche in der Zementindustrie als Brennstoff dienen. Dort ersetzen diese den umweltschädlichen Brennstoff Kohle.

Weniger Energieverbrauch:
Aus Kunststoffabfall lassen sich hochwertige Granulate produzieren – dabei wird nicht nur der Abfall wiederverwertet, das Recycling benötigt zudem nur halb so viel Energie wie das Herstellen von Kunststoffneumaterial aus Erdöl. Auch sind die Transportwege der Kunststoffabfallsammlung bis hin zur Verwertung viel kürzer: Denn Kunststoffabfälle legen auf dem Weg zum Recycling, wo sie zu Granulat oder alternativem Ersatzbrennstoff umgearbeitet werden, lediglich Strecken innerhalb der Schweiz, Österreichs und Deutschlands zurück. Anders jedoch Erdöl oder Kohle, die zur Gewinnung von Kunststoffneumaterial nötig sind. Sie kommen aus China, Australien, den USA, Russland, Indien oder dem Nahen Osten und müssen um die halbe Erdkugel bis nach Europa importiert werden.

Weniger CO2-Belastung für die Umwelt:
Wird eine Tonne Kunststoffabfall verbrannt, entstehen dabei im Schnitt drei Tonnen CO2. Anders sieht es beim Recycling aus: Wird der Kunststoff im Recyclingprozess umgeschmolzen, bleibt der Kohlenstoff weiterhin im Kunststoff gebunden. Doch auch nicht recyclierbare Kunststoffe helfen, die Umwelt zu schonen. Weil sie in der Zementindustrie als Brennstoff beliebt sind – einerseits wegen des hohen Energiegehaltes und andererseits wegen des günstigen Preises – ersetzen sie Kohle. Und für jede Tonne Kunststoffabfall, die in den Zementfabriken verfeuert wird, muss eine Tonne Kohle weniger abgebaut und transportiert werden. Kunststoffabfall hilft uns somit, den Einsatz von erdölbasiertem Kunststoffneumaterial wie auch von Kohle zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Werden Schweizer Haushaltskunststoffe nach China exportiert?
Nein! In der Vergangenheit wurden aber grosse Mengen an Gewerbekunststoffabfällen nach China zum Recycling geliefert, damit ist aber heute auch Schluss. Kunststoffe aus Haushalten werden hauptsächlich in CH, DE, AT zu hochwertigen Granulaten weiterverarbeitet.

Gibt es überhaupt eine Nachfrage nach gemischt gesammelten Haushalts kunststoffen?
Ja! Auch im Jahr 2018 mussten noch immer grosse Mengen an sortierten Haushaltskunststoffen aus dem Ausland in die Schweiz importiert werden, um den Bedarf decken zu können. Aus den sortierten Kunststoffen lassen sich hochwertige Produkte herstellen wie Paletten, Rohre, Transportverpackungen, Kisten, Profile, Folien, Säcke usw.

Wie gross ist der Ökologische Gesamtnutzen einer gemischten Haushaltskunst stoffsammlung?
Gemäss der EMPA Studie 2017 wird der ökologische Mehrwert wie folgt festgehalten: «Die gemischte Sammlung hätte das Potenzial, zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen der Abfallwirtschaft zu leisten.»

Eine von BAFU mitgetragene Studie «Kurve 2017» kam zum Ergebnis, dass das Potential des ökologischen Nutzens einer gemischten Haushaltskunststoffsammlung gleich gross ist wie die bereits seit vielen Jahren etablierte Glasflaschensammlung.


InnoRecycling AG
Hornlistrasse 1
8360 Eschlikon TG
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ERDGAS-BIOGAS – FÜR DAS GELINGEN DER ENERGIEWENDE

Die Forschung darüber, wie in Zukunft unser Energiesystem mit 100% erneuerbarer Energie geregelt werden soll, ist in vollem Gange. Unser Gasnetz wird in naher Zukunft zu einem wichtigen Pfeiler zur effizienten Speicherung von Energie, vor allem für die unregelmässig anfallende Sonnen- und Windenergie.

Die Möglichkeit, nicht benötigten Strom in Wasserstoff und über weitere Prozesse in Methan umzuwandeln, eröffnet für die Speicherung interessante Möglichkeiten. Beispielsweise für die thermische Energienutzung in Gebäuden und in der Industrie, in der Mobilität und der Rückwandlung zu Strom. Im Verbund mit dem Stromnetz bietet die Erdgas-Biogas-Infrastruktur noch weitere Möglichkeiten, den Umbau der Energiesysteme zu unterstützen. Mit weiteren 26 Partnern ist auch die Schweiz mit einer neuen Forschungsanlage in Zuchwil in das Projekt STORE&GO des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms «Horizon 2020» eingebunden, das wegweisend auf dem Pfad der Dekarbonisierung sein dürfte. Erdgas ist ein fossiler Brennstoff. In unserem System in der Schweiz wird das Gas nach heutigem Stand mit mindestens 20% klimaneutralem Biogas, bzw. teilweise synthetisch hergestelltem Gas angereichert. Dieser Anteil soll bis 2030 Schritt um Schritt auf mindestens 30% angehoben werden. Auf Wunsch kann aber auch heute bereits 100% Biogas zum Heizen, Autofahren etc. bezogen werden. Heizungen mit Erdgas-Biogas sind in Bezug auf Kosten, Komfort, Platzbedarf und Umweltbelastung in Gas erschlossenen Gebieten eine attraktive Alternative zu anderen Heizsystemen. Bei Sanierungen haben Erdgas geführte Wärmepumpen, Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen, Brennstoffzellen und Erdgasheizungen kombiniert mit Solar beste Voraussetzungen für effiziente, CO2-arme Lösungen. Bei den neuen Gasbrennwertheizungen sind sowohl die Wirkungsgrade als auch die Emissionswerte weiter optimiert worden. Zudem eignen sich die neuen Gasheizungen dank den hohen Modulationsraten ideal für bivalente Heizsysteme. Konkrete Beispiele sind die Hybridbox® – Energiezentrale, das Hybridsystem «Oenovia-Gas» und der MatriX-Brenner für unterschiedliche Gasqualitäten die hier kurz vorgestellt sind.

Hybridbox® – Energiezentrale mit BHKW und Wärmepumpe
Mit der mehrfach patentierten Hybridbox®, einer innovativen und effizienten Energiezentrale, ist die Abdeckung des Wärmebedarfs für Heizen, Warmwasser auch mit hohen Vorlauftemperaturen und sogar eine allfällige Gebäudekühlung oder Abwärmenutzung mit einer einzigen Anlage möglich. Gleichzeitig kann dabei die Vernetzung mit eigener Stromproduktion, Strombezug bis zur Rücklieferung ins Netz realisiert werden. Die eingebaute, spezielle Sole / Wasser-Wärmepumpe deckt den Grundbedarf zur Beheizung oder zur Produktion von Prozesswärme ab und im Bedarfsfall produziert das optimierte BHKW mittels Erdgas oder Biogas zusätzlich Strom und Wärme. Die Wärme kann für das Heizen des Gebäudes oder für Prozessenergie eingesetzt werden. Der BHKW-Strom kann sowohl zum Betrieb der Wärmepumpe als auch zur Deckung des Eigenstrombedarfs genutzt werden. Das Ziel ist eine 100-prozentige Eigenstromnutzung. Zusätzlich kann die Hybridbox® im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden. Jahres-Gesamtwirkungsgrad über 150%. Reduziert CO2-Emissionen um über 50%. Hohe Vorlauftemperaturen bis 80 °C. Energiemanagement für das ganze Gebäude.

Die Entwicklung der Hybridbox wurde unterstützt durch «Umweltarena Schweiz» und «Klimastiftung Schweiz». Weitere Informationen: www.hybridbox.com

Hybridsystem «Oenovia-Gas» mit Gasheizung und Wärmepumpe
Das Oertli Hybridsystem «Oenovia-Gas» kombiniert Wärmepumpe, Gaskessel und Warmwassererwärmer. Das Hybridsystem eignet sich, wenn eine Heizung oder ein Warmwasserboiler ersetzt werden muss oder wenn eine Wärmepumpe alleine nicht ausreicht. Das Hybridsystem «Oenovia-Gas» erfüllt die MuKEn-Anforderungen (Standardlösung 10). Das System lässt sich sowohl bi- als auch monovalent betreiben. Dadurch wird nur ein kleiner Speicher benötigt. Gesteuert wird das System über eine zentrale Regelung. Im «Oenovia-Gas»-System ist auch ein Warmwassererwärmer mit 177 Litern Inhalt integriert, der von beiden Wärmeerzeugern unabhängig bedient werden kann. Mit der Gasbrennwertheizung lassen sich problemlos hohe Temperaturen (>60 °C) ohne elektrische Zusatzheizung erzielen, um periodisch eine vor Legionellen schützende Aufheizung zu gewährleisten. Weitere Informationen: www.meiertobler.ch/de/Oertli-Hybridsystem-Oenovia-Gas

MatriX-Brenner für unterschiedliche Gasqualitäten
Der Gas-Brennwertkessel Vitocrossal (Typ CIB) Mit dem MatriX-Zylinderbrenner von Viessmann ermöglicht den Betrieb mit unterschiedlichen Gasqualitäten. Durch das Lambda Pro Control System ist Viessmann bereits auf deutlich höhere Wasserstoffkonzentrationen im Erdgas vorbereitet. Das System garantiert eine gleichbleibend hohe und effiziente Verbrennungsqualität mit geringsten Emissionen. Das Gas-Brennwertgerät Vitocrossal zeichnet sich durch eine hohe Modulationsrate von 1:5 aus. Das bedeutet weniger An- / Aus-Schaltungen und eine höhere Effizienz. Weitere Informationen: www.viessmann.ch

Die Gasverbund Mittelland AG (GVM)

Kurt Schmidlin, Leiter Marketing, Vertrieb und Kommunikation

Kurt Schmidlin, Leiter Marketing, Vertrieb und Kommunikation

ist eine überregionale Erdgasversorgerin der Schweiz. Sie beschafft und transportiert Erdgas im Sinn einer Bündelung zu bestmöglichen Konditionen im Auftrag der ihr angeschlossenen 15 Lokalversorger und ihrer Direktkunden im Mittelland sowie in der Nordwestschweiz. Dazu betreibt die GVM einen eigenes Hochdrucknetz mit Übergabestationen.


GVM Gasverbund Mittelland AG
Untertalweg 32
4144 Arlesheim
Tel 061 706 33 33
info@gvm-ag.ch
www.gvm-ag.ch

Ihr Kunststoffabfall = unsere Ressource der Zukunft

Für Gewerbe und Industrie ist die InnoRecycling schon seit 19 Jahren eine zentrale Anlaufstelle für Entsorgungsgüter aller Art, was kann nebst Kunststoffabfall noch bei Ihnen abgegeben werden?
Neben sämtlichen Kunststoffabfällen entsorgen wir auch Karton, Papier, Holz, Metalle, Elektronik, Batterien, Sperrmüll, Glas, Textilien usw.

Das Recycling von Kunststoff ist Ihre Kernkompetenz, was sind die Vorteile gegenüber der unzeitgemässeren Methode der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) oder Deponie?
Wir entziehen Kunststoffe bewusst den Abfallbergen, um diese zu verkleinern respektive um damit wieder neue Kunststoffe herzustellen. Unser Grundmaterial für neue Kunststoffe ist aber nicht Erdöl, wie beim herkömmlichen Kunststoffproduktionsprozess, sondern unser Ausgangsmaterial hierfür ist Plastikabfall, welcher bekanntlich in grossen Mengen vorhanden und dazu noch viel kostengünstiger ist als Erdöl. Auch sollten wir uns bewusst sein, dass wenn Plastikabfall verbrannt wird, im Schnitt die 3-fache Menge an CO2 freigesetzt wird. Z. B. wenn eine Tonne Polyethylen (Silagefolien) verbrannt wird, entstehen dabei 3140kg CO2. Wird der Plastikabfall aber im Recyclingprozess nur gereinigt und umgeschmolzen zu neuem Kunststoff, wird dabei praktisch kein zusätzliches CO2 freigesetzt.

Viel viele Tonnen Rohstoffe konnten so in den letzten beiden Jahren wiederverwertet werden?
In den letzten zwei Jahren haben wir über 70 000t Kunststoffabfälle dem Recycling zugeführt und somit weit über 140 000 t Erdöl eingespart. Würde man dabei die gesparte Menge an Erdöl umrechnen in Lastwagenladungen, welche hintereinander parkiert wären, so ergäbe dies über 100km.

Können Firmen die gewonnenen Rohstoffe auch direkt bei Ihnen beziehen?
Ja, denn wir können zusammen mit unserem Schwesterbetrieb Innoplastics sämtliche Produktionsketten der kunststoffverarbeitenden Industrie beliefern, sei es mit Mahlgütern oder mit Granulaten.

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Welche Dienstleistungen bieten Sie im Einzelnen an und für wen sind diese interessant?
Wir bieten Kunststoffsammlungen, Entsorgungskonzepte und Recyclingkreisläufe an für Konsumenten, Gewerbe-, Industrie-, Produktionsbetriebe bis hin zum Detailhandel. Auch in Privathaushalten werden seit rund 20 Jahren Kunststoffabfälle wie PET-Flaschen und Milchflaschen gesammelt, welches Potenzial sehen Sie dort für die Zukunft?
Hier schlummert in der Schweiz noch eines der grössten ungenutzten Ressourcenpotenziale, denn es werden erst ca. 11% aller verbrauchten Kunststoffe dem Recycling zugeführt. Wenn wir hier somit zukünftig nur ähnlich ambitioniert handeln wie unsere Nachbarländer, wird sich die Sammelmenge in den nächsten Jahren vervier- bis verfünffachen. Dies führt unweigerlich zu mehr echter Kreislaufwirtschaft und zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Mit dem «Sammelsack» haben Sie für Privathaushalte eine praktische Lösung zur Kunststoffsammlung lanciert. Was genau verbirgt sich dahinter?
Der Konsument ist grundsätzlich sehr gewillt, seine Abfallberge zu reduzieren respektive mehr seiner Abfälle dem Recycling zuzuführen, wenn es ihm einfach und praktikabel gemacht wird. Anstatt Plastikabfälle nun selber daheim zu sortieren, was praktisch kaum jemand so genau kann, um diese direkt verarbeiten zu können, übernimmt modernste Sortiertechnologie diese Arbeit. Damit bieten wir dem Haushalt die Möglichkeit an, sämtliche Kunststoffverpackungen wie Becher, Flaschen, Schalen, Folien, Töpfe usw. in einem Sack zu sammeln, was sich direkt im Kehrichtsack widerspiegelt, weil nur noch halb so viele Güselsäcke benötigt werden.

Besteht denn überhaupt eine Nachfrage nach gemischt gesammelten Kunststoffen?
Weder die PET-Getränkeflaschensammlung noch die gemischte Plastikflaschensammlung vom Detailhandel kann direkt dem Recycling zugeführt werden, wegen der verschiedenen mitgesammelten Kunststoffqualitäten. So werden auch diese vor dem Recyclingprozess jeweils über externe Sortieranlagen in einzelne Kunststoffqualitäten nachsortiert, wie dies mit den Sammelsäcken auch gemacht wird. Der einzige Unterschied, ob nur Flaschen oder eben Flaschen, Becher, Folien, Schalen usw. sortiert werden, liegt in der Auslegung der Sortieranlagentechnologie. Wichtig hier zu wissen ist, dem Kunststoffrecycler selber ist es egal, ob gewisse Kunststoffe separat oder gemischt gesammelt wurden, entscheidend alleine dabei ist die Endqualität der sortierten Kunststoffe.

Wie hoch ist der ökologische Gesamtnutzen einer gemischten Haushaltskunststoffsammlung?
Gemäss der EMPA-Studie 2017 wird der ökologische Mehrwert wie folgt festgehalten: «Die gemischte Sammlung hätte das Potenzial, zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen der Abfallwirtschaft zu leisten.»
Eine vom BAFU mitgetragene Studie «Kurve 2017» kam zum Ergebnis, dass das Potenzial des ökologischen Nutzens einer gemischten Haushaltskunststoffsammlung gleich gross ist wie die bereits seit vielen Jahren etablierte Glasflaschensammlung.

Welche vier Hauptvorteile entstehen bei der Sammlung und beim Recycling von Kunststoffabfällen?
Weniger Kosten für den Konsumenten, weniger Verbrauch von Erdöl, weniger Energieverbrauch, weniger CO2-Belastung für die Umwelt.

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Wo können Privathaushalte und Firmen solche «Sammelsäcke» beziehen?
Auf www.sammelsack.ch unter «Verkaufs-und Annahmestellen» sind sämtliche Koordinaten auf einer Map eingetragen.

Bieten Sie auch einen Onlineshop an?
Online können neben den verschiedenen Sammelsäcken auch Sammelboxen mitbestellt werden, welche in verschiedenen Motiven erhältlich sind oder sogar selber individuell gestaltet werden können.

Welche Neuerungen oder Projekte haben Sie für die nähere Zukunft geplant?
Wir arbeiten daran, dass zukünftig jeder Konsument in der Schweiz die Möglichkeit erhält, auch seine Kunststoffabfälle=alternative Ressource in nächster Umgebung dem Kreislauf zuführen zu können.

Vielen Dank für das Interview.


Gegründet wurde die InnoRecycling AG 2000
Anzahl Mitarbeiter: 22
Spezieller Firmenslogan:«Es gibt keinen Müll, ausser in unseren Köpfen»
InnoRecycling AG
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